Nimm mich #1

Du schreibst mir, dass du bald Feierabend hast und dann zu mir kommst. Auf den Straßen leuchten schon die Laternen und die Nacht löst den Tag ab. Ich stehe am Fenster, hinter mir die Dunkelheit meiner Wohnung und ein paar brennende Kerzen, ein Glas Wein wärmt mich und die sehnsuchtsvollen Gedanken nach dir.

Außer einem Satinmantel trage ich nichts. Ich bekomme Gänsehaut, weil es draußen windig und kalt ist, aber mehr zu tragen macht keinen Sinn, denn wenn du kommst, möchte ich nicht das du dich unnötig damit beschäftigst mich auszuziehen. Ich sehne mich nach dir und deinen Berührungen. Zu lange haben wir uns nicht mehr gesehen und gefühlt. Die Erinnerungen an deine Berührungen und den Geschmack deiner Küsse schwinden mehr und mehr.

„Ich habe das was mir machen vermisst“

Ich lausche der Musik aus den Boxen und nippe an meinem Weinglas. Das wärmende Gefühl tut gut und der leichte Trancezustand des Alkohols macht mich willig für dich und deine Fantasien.

Ich höre die Geräusche eines drehenden Schlüssels an der Wohnungstür. Irgendwann gab ich dir den Zweitschlüssel für meine Wohnung – sicher für solche Momente. Du bist da. Ich drehe mich um und wir beide werfen uns verführerische Blicke zu. Du sagst, du willst noch duschen. Ich sage, dass ich hier stehen bleibe und auf dich warte.

Verträumt schaue ich in die Dunkelheit vor meinem Fenster. Die Straße erscheint so verlassen an diesem Montagabend. Keine lichtdurchfluteten Fenster erstrahlen in der Nachbarschaft. Mir ist als wäre ich die einzige, die in der Straße ihr erotisches Unwesen treibt.

Erneut nehme ich einen Schluck von dem Glas Wein. Das Wasser im Bad plätschert schon einige Zeit nicht mehr auf den Wannenboden. Die Tür öffnet sich und ich kann fühlen, wie du näher kommst.

Ich spüre deinen Atem an meiner Wange und deine warmen Hände auf meinen Hüften. Ich fühle deinen Körper. Deinen Atem. Du flüsterst mir ins Ohr, dass du das was wir machen vermisst hast und es elektrisiert meinen Körper und meine Lust auf dich. Deine Hände wandern unter den leichten Stoff der unsere Begierde von einander trennt.

Zärtlich küsst und liebkost du meinen Hals. Ich genieße deine Wärme und deine Lippen auf mir. Sanft, aber bestimmend drehst du mich zu dir um. Ich wehre mich nicht, schaue in deine Augen, unsere Blicke wollen das Gleiche. Wir küssen uns leidenschaftlich und innig. Deine Hände wandern über meinen ganzen Körper. Ich setze mich auf’s Fensterbrett. Schlinge meine Beine um dich und ziehe dich so fest an mich, dass ich dich augenblicklich spüren will. Küsse und Berührungen werden intensiver.

Fortsetzung folgt …

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Autor: Ramona Luft

Ich glaube an Märchen, leben will ich aber in keinem! aboutlifeandtheotherthings.wordpress.com