Genervt oder nicht genervt – das ist hier die Frage!

Ich habe Humor. Eine Menge Humor, aber gerade geht mir der Humor flöten. Das mit dem Blog ist ja bis zu einem bestimmten Punkt wie Tagebuch schreiben. Aber ab einer gewissen Stelle positioniert man sich und dann kommen sie, die Kommentare auf die man nicht gewartet hat.

Ich mache kein Hehl daraus, das ich Single bin. Liest man hier ja zu genüge. Es ist vollkommen normal mal frustriert zu sein und dann wieder nicht. Beziehungen sind ja auch nicht nur harmonisch, oder?

Die Kategorie HOW TO BE A SINGLE? hat mal damit angefangen, dass ich mich zum damaligen Zeitpunkt gefragt habe, warum es eigentlich so schwierig ist jemand passendes für sich zu finden. Jeder Single, egal ob Männlein oder Weiblein, kommt irgendwann an den Punkt: eingeschlichene, routinierte Verhaltensweisen zu analysieren. Basiert meistens auf Frust und dem Warum ich? Vom geknickten Selbstwertgefühl brauch ich gar nicht reden, wenn man mehr Fehlschläge hatte als Glückstreffer.

Aber sollten wir nicht eigentlich eher miteinander agieren? Als uns auch noch gegenseitig die frustigen Phasen unseres Singledasein um die Ohren zu werfen? Uns nicht eher ermutigen. Hoffnungen schenken? Uns in den anderen hinein fühlen? Mag sein, dass ich hier zuviel verlange, aber wer würde mir hierbei nicht zustimmen?

Meine Texte ähneln sich sehr, dass ist mir bewusst, aber auch nur, weil mir das alles im Kopf umherschwirrte und ich es mir von der Seele tippen wollte.

Ich glaube, es hat auch etwas mit Glück zu tun, dass manche relativ früh jemanden finden und andere länger brauchen. Dem einen fällt es leichter andere Menschen in sein Herz zu lassen und andere brauchen dafür halt etwas Zeit. Manch einer sammelt schlechte Erfahrungen, der andere Herzen.

Ich lebe in einer Großstadt und hier ist alles so schnelllebig. Keiner nimmt sich mehr so wirklich Zeit für den anderen. 24h reichen heutzutage nicht mehr aus. Auch fürs Kennenlernen nehmen sich nur noch wenige wirklich Zeit. Am besten ein Date zwischen Mittag und dem nächsten Meeting. Oder auf ein Date zum Feierabendbier. Online – Dating – auch wenn ich es nicht wirklich mag – ist heutzutage, die einfachste Art jemanden kennen zulernen. Und ja, da ist noch eine Flirt-App auf meinem Handy, die gelegentlich angeklickt wird. Sind wir nicht alle ein bisschen widersprüchlich? Bewusst mit offenen Augen zu suchen tue ich immer noch. Aber meint ihr nicht auch, dass wir mehr Zeit damit verbringen auf unser Handy zu schauen als auf das was sich um uns herum bewegt?

Wir müssen uns erst wieder dafür sensibilisieren, aufmerksamer gegenüber der Welt zu werden, die über das Handydisplay hinausgeht. In einem Freundeskreis, der aus Partnerschaften und Familien besteht, lebt es sich noch ein wenig schwerer. Liierte Freundinnen wünschen dir bei der Partnersuche Glück, gehen aber nicht mit dir zusammen auf die Pirsch. Meine Realität.

Zwischen dem ganzen Suchen und Finden der Liebe, lebe ich ein Leben, das mir meistens gefällt, mich dann und wann erfüllt und ja ich bin ehrlich – ich hätte gern einen Wegbegleiter! Aber einen Plan B muss ich auch haben.

2 Comments

  1. molefran

    Du hast Recht. Ein etwas mehr von gegenseitiger Sensibilität im Umgang miteinander wäre wünschenswert. Die Realität sieht anders aus. Man kann da nur bei sich selber anfangen, aufmerksam bleiben, dass man dabei nicht vor die Hunde geht und hoffen, dass das Verhalten abfärbt.

    Zum Thema „auch einen Partner“: Ich kann deinen ab und zu auftauchenden Frust nachvollziehen. Dein Bedürfnis, dein Verlangen. Alle drei Sachen sind aber schlechte Ratgeber bei der Suche und ein Plan B ist da immer gut.

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  2. molefran

    Und auch bei mir ist es häufig das Gleiche, was ich schreibe. Eben weil es mir im Kopf herum schwirrt. Es beschäftigt einen. Und dann solltest du es auch schreiben. Egal, ob es einer gut findet, oder nicht.

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