In der Trägheit versinken

Wer kennt das nicht, du hast Feierabend und freust dich nach einem anstrengenden Arbeitstag auf deine Couch! So schön kuschlig und bequem! Davor noch in die Schlabberklamotten und der gemütliche Teil des Tages kann beginnen. Doch was macht das mit einem, wenn man das jeden Tag so macht?

Die Trägheit aus meinem Leben zu verbannen, war ein Teil der Selbstoptimierung und der neu gewonnen Achtsamkeit mir gegenüber. Ich praktizierte es eine halbe Ewigkeit. Erst arbeiten und dann erschöpft auf der Couch landen. Vom Fernsehprogramm berieseln lassen und entspannen. Nicht selten schlief ich ein und wachte im dunkeln auf. Orientierungslos erwachte ich und dachte: Mist, wieder nichts vom Nachmittag gehabt.

Wer kennt das nicht?

Beim dauerhaften Praktizieren stellt sich irgendwann eine Trägheit ein, die man so eigentlich gar nicht haben wollte. Bevor man sie sich eingesteht, kommt erstmal das Abwehrverhalten mit Worten wie: man entspanne doch nur, was stört dich daran und so weiter und so fort.

Verabredungen mit Freundschaften unterbrechen diesen Prozess der Trägheit nur kurzweilig. Ich hab hierzu die Woche einen interessanten Artikel gelesen und wurde mal wieder inspiriert mich zu reflektieren und es hier niederzutippen.

Der Artikel beschreibt genau dieses Szenario der Trägheit, was wir alle kennen. Das es besser wäre, nach der Arbeit weiterhin aktiv zu bleiben. Sei es ein Hobby oder dergleichen. Wenn wir länger im Aktivmodus verweilen, werden wir im Job leistungsfähiger, sind motivierter und vor allem schlafen wir nachts besser.

Ich nehme dann mal mich als Beispiel und kann das zu 100% bestätigen. Seitdem meine Couch nicht mehr mein erster Anlaufpunkt nach Arbeit ist, sprudel ich nur so vor Kreativität und Motivation und geh tatsächlich etwas beflügelter durchs Leben. Wie ein Honigkuchenpferd auf LSD.

Das Wetter bewusster zu genießen, vor allem die Sonne! Zum Ziel zu spazieren als zu fahren ist jedes Mal eine gute Entscheidung. Ich lass die Trägheit, dann immer doof stehen und geh einfach los. Studiere lieber das Kinoprogramm und den Veranstaltungskalender der Clublandschaft als die Neuerscheinungen der Streamingdienste (geht jetzt eh nicht mehr:).

Der erste Schritt raus aus der Comfortzone ist nicht schwer, erfordert nur ein wenig Mut. Mutig sein kann man lernen. Man sollte nie aufhören zu lernen. Neue Erkenntnisse sind nichts anderes als die Bekenntnis zum mutig sein!

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