Haters gonna hate

Mein Blog ist ein Gedankenkarussell. Kein Leitfaden. Ich bin kein Moralapostel. Manch einer findet das vielleicht doch. Meine Worte kommen mal so und mal so an. Die eine Seite fühlt sich verstanden, die andere Seite muss jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legen. Einen damit aufziehen und über einen herfallen. Naja, dass spiegelt mir halt online – real erlebe ich das pausenlos – das typische Bild unserer Gesellschaft wieder.

Ich befinde mich mit meinem Blog noch in der Findungsphase. Ich bin im zweiten Jahr und teste was lesenswert sein könnte und was nicht. Und ja ich bin direkt und ja ich bin offen, aber ich allein entscheide wie offen und wie direkt! Ach ja, so mach ich das auch mit Kommentaren. Ich entscheide was online geht, dass hat nix mit Egoismus oder einer Sucht nach virtueller Anerkennung zu tun. Ich glaube, dass das bei den kommentierenden Personen eher mit dem Gefühl des beleidigt sein zu tun hat. Die Personen denken sich bestimmt: das ist nicht nett, meine Worte sind wichtig!

Dann ab in die Politik mit euch! Traut euch. Werdet Politiker, aber verschont mich und meinem kleinen Blog! Ich wüte auch nicht in anderen Kommentarboxen! Ich klick gern auf GEFÄLLT MIR, aber schreibe eher selten etwas. Nur selten, weil der Text mir nicht zwingend eine Frage entgegen donnert um sie auch zu beantworten. Wer real nicht gehört wird versucht es halt virtuell – in dem man den Schreibenden oder die Schreibende schlecht macht und die zu kennende Persönlichkeit versucht schlecht zu reden und des praktizierenden Widerspruchs bezichtigt.

Wenn ich von meinem Singledasein berichte, merke ich das ich mit meinen Gedankengängen nicht allein dastehe. Das man es widersprüchlich findet das ich einerseits Liebe suche, aber zu einer oder mehreren unverbindlichen Nächten auch ja sagen kann, versteht nicht jeder, aber unverstanden bleibe ich deshalb nicht. Jeder braucht Nähe. Körperliche Nähe. Streicheleinheiten… Muss ich das weiter ausführen? Ich glaube nicht. Das das nichts mit der Liebe an sich zu tun hat, weiß ich. Man nennt es Bedürfnisse stillen. Wer das nur in Kombination mit einem geliebten Menschen kann ist doch ok und nicht verwerflich, aber verurteilt die bitte nicht, die das nicht so praktizieren.

Das ich einen herberen Ton an den Tag lege, was die eine oder andere männliche Bekanntschaft betrifft ist normal. Ich geh ja nicht permanent happy durchs Leben und mach nur positive Erfahrungen. Aus manchen Erfahrungen mit Männern geht man gefrusteter heraus als bei manch anderer. Das hat ja nichts mit der Person an sich zu tun, sondern mit dem Verhalten! Ich halte es meistens allgemein, weil mir das beim Schreiben irgendwie einfacher fällt. Mir liegt ja nichts daran Hasstriaden auf einzelne Männer zu halten.

Scheiße, ein Widerspruch! Klar, benenne den einen Mann, damit wir uns nicht ALLE angesprochen fühlen, sondern nur die Person die es betrifft!

Kann ich, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht wie lange ich die Kategorie HOW TO BE A SINGLE? noch befüllen werde. Ich verarbeite in der Kategorie Erfahrungen aus meinen Zwanzigern. Ja, der Erfahrungsschatz ist auch langsam aufgebraucht und ich, auch wenn ich Single bin, zufrieden. Ich lerne nur zu gerne neue Menschen und andere Gedanken kennen und wenn sich etwas daraus ergibt – warum nicht?

Liebe Damen, die ihr das hier liest, wurde euch auch schon mal gesagt, wer Online-Dating betreibt ist eine Schlampe? Das hab ich der Tage indirekt an den Kopf geworfen bekommen. Erfahrungen damit? Gerne in die Kommentar-Box damit. Ach ja, ich meine hierbei ausschließlich die Damen!!!

Ich schreibe diese Zeilen, weil ich mir und meinem Kopf mal Luft machen muss.

Mich erreichten Nachrichten und Kommentare von Männer, die mir genau das mitteilten. Ich würde eine Doppelmoral vertreten, scheinheilig sein und mich als jemand beschreiben, der offen für Kritik zu sein scheint (und die war nicht mal konstrunktiv, eher gefrustet, weil ich ihnen nicht das antwortete was sie hören wollten), aber nicht so agiere, wie sie es sich erhofften.

Ich bin in meinem zweiten Blogjahr und weiß, dass es hier genauso irre zugehen kann, wie außerhalb dieser vier virtuellen Wände, aber ehrlich gesagt werde ich in Zukunft alles unkommentiert löschen. Was soll ich mich mit frustrierten, sonderbaren Menschen beschäftigen, die nichts von der Impressumspflicht (die in Deutschland herrscht) halten und der Meinung sind nur weil ich hier über Sex schreibe mir mit annäherungsunwürdigen Buchstabenfirlefanz entgegen zu kommen, dann immerzu Blogbeiträge wie diesen zu schreiben?

Nö! Nervt mich schon allein, dass ich diesen merkwürdigen Erscheinungen einen eigenen Blogbeitrag widme!

Frohe Ostern.

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