Vom eigenen Schatten überspringen und einfach mal machen

Ich habe schon lange mal mit dem Gedanken gespielt mich fotografieren zu lassen. Keine Bewerbungsfotos, keine typischen Bloggerfotos, sondern Fotos die sehr viel mehr von mir zeigen. Fotos bei denen ich über meinen eigenen Schatten springe und ich mich einfach mal komplett zeige. So wie Gott … naja eigentlich meine Eltern … mich schufen.

Ich selbst wäre dennoch nie auf die Idee gekommen, einen Fotografen oder eine Fotografin anzusprechen bzw. anzuschreiben, um solche Fotos von mir machen zu lassen – nämlich ein Boudoir Shooting.

Mit dem Gedanken spielen, ob man sich sowas vorstellen könnte – ja! Es dann umzusetzen eigentlich auch nur, weil ich angefragt wurde.

Von der Anfrage bis zum Shoot vergingen mehrere Wochen und am Dienstag war es soweit. Da stand ich inmitten meines Wohnzimmers und kam mir etwas unbehaglich vor. Ich fotografiere mich ja selbst nicht so oft und lasse mich auch nicht großartig fotografieren, weils mich auch nicht so reizt. Ich schau mir lieber andere Menschen auf Fotos an. Ich mach von mir eher ein paar Fotos und die reichen dann für eine Weile.

Dann lag ich auf meinem Bett. In Unterwäsche und irgendwie verkrampft, keine Peilung von irgendwas. Ich habe mir nicht wirklich Gedanken gemacht, geschweige denn was ich für Unterwäsche bzw. Dessous habe um mich darin ablichten zu lassen. Ich musste auch feststellen, ich hab da nicht wirklich viel. Könnte ich ändern, aber die wirklich schönen Teile kosten auch Unmengen von Geld. Ganz so blöde hab ich mich dann doch nicht angestellt, jedenfalls bestätigte mir das der Fotograf, aber bis auf ein paar wenige Bilder, konnte ich mich mit mir auf den Bildern nicht so wirklich anfreunden. Wir sind zwar nicht ganz fertig geworden und wollen noch ein zweites Shooting machen, aber das Bedürnis jetzt regelmäßig Fotos von mir zu machen habe ich jetzt nicht verspürt.

Das liegt keinesfalls am Fotografen, aber angezogen fühle ich mich doch irgendwie wohler.

Ich mag mich so wie ich bin, aber ich glaube ich bin weit von Selbstliebe entfernt und der vollkommenen Akzeptanz meines Körpers gegenüber. Ein ewiges Hin und Her. Von ich fühl mich ja wohl so wie ich bin und ich würde mich gern zum Mond schießen. Zumindest bin ich nicht prüde. Das ausziehen viel mir nicht schwer und unwohl fühlte ich mich nicht. Zumindest fühlte ich mich ohne Kleidung wohler als mit, aber das anschauen der Fotos war dann doch etwas anderes.

Vielleicht muss ich mich nur daran gewöhnen mehr Fotos mit mir anzuschauen? Vielleicht ist das auch einfach nichts für mich … Jetzt. Zu diesem Zeitpunkt, stehe ich eher etwas irritiert neben mir, aber irgendwie fühlte es sich auch richtig und wichtig an.

Irrungen und Wirrungen pur!

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Autor: Ramona Luft

Ich glaube an Märchen, leben will ich aber in keinem! aboutlifeandtheotherthings.wordpress.com