A Writer’s Diary #1

Wie schreibt man eigentlich ein Buch? Diese Frage stelle ich mir seit Jahren. Seit so vielen Jahren brennt in mir dieses Vorhaben ein Buch zu schreiben. Getriggert von einem „sehr gut“ bewerteten Aufsatz in der 10. Klasse. Es weckte die Lust und Motivation in mir zu schreiben. Ich schreibe also schon seit fast 17 Jahren. Meistens über Musik. Dann eine Ewigkeit auf Myspace. Über den Alltag, nichts ernsthaftes. Es hatte keinen roten Faden, eher so Momentaufnahmen. Irgendwann hörte ich damit auf. Ich schrieb gar nicht mehr. Der Alltag stellte sich meiner Schreibfeder in den Weg. Baute Mauern. Nein, meine Schreibfeder war gefangen wie Rapunzel. Ohne einen Zopf und ohne einen Prinzen und ohne einen heldenhaften Befreiungseinsatz.

Ich liebe Bücher. Ich liebe es zu lesen. Man kann in ihnen so herrlich entspannen, in andere Welten und Menschen abtauchen. Schon als kleines Kind türmte ein Stapel Bücher neben meinen Bett. Ich las mal mehr mal weniger. Jetzt im Zuge meines Vorhabens, ein Buch zu schreiben, mehr als je zuvor.

Warum eigentlich ein Buch? Ich liebe halt Bücher und was die in ihn beherbergten Geschichten bei Menschen auslösen. Irgendwie gibt es da dieses Bedürfnis nicht nur einfach so leben zu wollen, sondern etwas schaffen zu wollen. Bücher sind zeitlos. Kunst ist zeitlos. Menschen kommen und gehen. Beziehungen jeglicher Art kommen und gehen, aber Bücher sind zeitlos. Goethe verweilt ja auch schon Jahrzehnte in den Schulen und das nicht nur in Deutschland. Es klingt hart, aber Kunst hat im Endeffekt mehr wert als Menschen. Sind wir mal ehrlich, wir erinnern uns immer an Werke, weniger an die, die sie erschaffen haben. Wir merken uns die Namen und irgendwann geht er abhanden, aber das Werk fällt uns immer ein. Oder wisst ihr wer den Radiergummi erfunden hat? Nein? Ich auch nicht.

Letztes Jahr stürzte der Turm ein und ich hatte meine geliebte Schreibfeder wieder. Der Grund dafür, dass der Turm einstürtzte? Burnout. Aber darüber soll es hier nicht gehen.

Ich glaub das Wirrwarr von mehreren kleineren Geschichten existiert schon knapp 2 Jahre in meinem Kopf. Ich schrieb keine nieder. ich behielt alles im Kopf. Auch wenn ich mal zu tief ins Glas schaute, verschwanden die Geschichten nicht. Auch Liebeskummer, Wut und andere krasse Emotionen katapultierten sie nicht raus aus meinem Hirn. Alles blieb an Ort und Stelle.

Im August hab ich drei Wochen Urlaub. Alles sollte dann starten. Plot, detailierte Beschriebeung der Figuren, Orte und so weiter. Doch dann las ich von Joel Dicker „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“. Mein Herz versank in Dickers Worten und irgendwie merkte ich, das ich die ganzen Geschichten in meinem Kopf auch einfach miteinander verbinden könnte. Warum auch nicht? Ich lebe in einer Großstadt und hier passieren ja auch vieles gleichzeitig. Vielleicht ist das auf einem Dorf anders, aber das Feeling, dass man in einer Großstadt fühlt, liegt mir mehr.

Ich nahm ein Notizbuch zur Hand und fing an …

Es gibt Tage, die entpuppen sich als Flauten und andere Tage laufen besser. Aber ich bin noch im Stadium „Ich schreibe mein Notizbuch voll, bevor ich mich an den Notebook setze“. Eine Schreibmaschine wäre mir lieber. Ich würde mich dann wie Capote, Kerouac oder Salinger fühlen. Oder es mir zu mindestens einbilden.

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Autor: Ramona Luft

Ich glaube an Märchen, leben will ich aber in keinem! aboutlifeandtheotherthings.wordpress.com