A Writer´s Diary #2

Es gibt nicht viel Neues zu berichten. Ich bin immer noch meilenweit entfernt von einem Buch oder etwas das man einen Roman nennen könnte.

Ich schreibe und schreibe und dann will ich es wieder löschen, weil ich es banal, nicht lesenswert und irgendwie kitschig finde. Ich möchte weder Rosamunde Pilcher nacheifern, noch in die Fußstapfen von Autoren*innen treten, die auf dem Grabbeltisch landen oder an allen Seiten den Stempel „Mängelexemplar“ aufgerdrückt bekommen. Dann 3 Euro kosten und daheim nicht gelesen werden, weil sie ja nicht so wichtig sind. Weil der Grabbeltisch nicht nennenswert ist. Ich möchte aber auch nicht, diesen hässlichen „Spiegel Bestseller“-Aufkleber auf meinem Buch zu kleben haben. Der ist ja nun mal hässlich und sagt nichts über ein Buch aus, außer das viele Menschen es gekauft haben. Wirklich viele Menschen. Und ich weiß im Anschluss ja nicht, ob sie es aus Lust und Laune nur konsumiert haben oder ob sie es in ihr Herz geschlossen haben. Ob sie es lieben oder nur gelesen haben, weil sie unbedingt im Urlaub mal wieder lesen wollten oder weil sie es aus trotz lesen, weil sie mit ihrem Partner*in gerade keine Sex haben wollen und einfach nur flüchten. So ein Buch soll mein Buch nicht sein. Es soll ein Buch sein, für das man sich Zeit nimmt. Es in den Händen hält. Es fühlt und im besten Fall wirklich liebt.

Ich weiß was ihr jetzt denkt. Sie übertreibt. Ja, tue ich, aber wer übertreibt nicht gern, wenn er von etwas felsenfest überzeugt ist? Na?Na!

Zeitlos möchte ich schreiben. So zeitlos schreiben, wie Truman Capote, James Baldwin oder Patti Smith. Das Problem, dass sich mir da entgegen stellt ist halt, dass es sie schon gibt und die Worte die sie geschrieben haben würde ich ja dann nur kopieren. Kopieren ist doof. Kopieren wird mit klauen gleichgesetzt. Hmpf.

Ich will ja auch nicht kopieren, gar klauen, aber diese drei haben sich in mein Herz geschrieben. Der Schreibstil gefällt mir. Ich habe aber auch festgestellt, dass sie zwar tiefschürfend und gefühlvoll schreiben, aber der Humor ein anderer ist. Er ist vorsichtig. Mein Humor ist manchmal ganz schön schwarz bis tiefschwarz. Er kann sogar richtig bissig sein. RRRRRRR.

So schön, ja so wunderschön die drei Schreiben, es ist nicht meine Schreibrichtung. Ich möchte witzig und emotionsgeladen schreiben. Dazu eine gehörige Portion Ironie.

Ich weiß wie und ich weiß was. Warum liest sich das dann aber alles nur so banal und so idiotisch? Ich jammere dem Internet die Ohren voll. Zeitverschwendung. In der Zeit könnte ich auch weiter schreiben und schreiben und schreiben und schreiben und schreiben und schreiben und schreiben und schreiben ….

Jetzt gerade wollte ich hier schreiben. Vielleicht interessiert es ja jemanden. Ich habe letztens festgestellt, dass meinem Blog bisher noch keiner entfolgt ist und der Buchstabensalat immer noch gelesen wird. Da bitteschön euer Raubtierfutter.

Ein Single-Update

Beziehungsstatus: Single

Ich bin mit schreiben, recherchieren und Geld verdienen beschäftigt. Zudem möchte ich dieses singledasein nicht mehr auf einem Blog demonstrativ zelebrieren und breittreten. Die Erfahrung zu machen, dass ein geistig-obdachloser mich für therapiebedürftig in dieser Hinsicht findet hat mir den Spaß verdorben. Ich bin hochsensibel, habe Freude am Schreiben, am lieben … aber sowas nicht. Ich bin vielleicht therapiebedürftig, aber bestimmt nicht deswegen. Eher, weil ich mit der Welt da draußen mich nicht immer versönlich stimmen kann. Für das tinderartige Verhalten der Dreibeiner kann ich nichts und werde es nicht ändern können. Männer sind nicht mit dem Klimawandel zu vergleichen und ich bin nicht Greta!

Bis bald!

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2 Kommentare zu „A Writer´s Diary #2

  1. Geistig-Obdachlose und Dreibeiner😂😂😂 ich lach mich schlapp😂😂

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