32! Wieder was gelernt!

Und wieder bin ich ein Jahr älter und ein Jahr weiser. Im Sommer habe ich einen Artikel veröffentlicht, der 31 Dinge beherbergt, die ich in 31 Jahren gelernt habe. So entsteht Stück für Stück … naja … man kann sagen, mein sogenannter Lebweiser.

Meine Denkweise hat sich dieses Jahr weiterentwickelt. Permanent begegneten mir dieses Jahr diverse Situationen oder Diskussionspunkte. Entweder regte ich mich über die altbewährten Ungerechtigkeiten dieser Welt auf, reagierte ein weiteres Jahr genervt über nicht vorhandene Prinzen und überzählige Rabauken (Warum eigentlich? Ich bin ja kein unglücklicher Single – ich bin ja nur dabei, mir einen Wegbegleiter anzuschaffen!) oder rollte mit den Augen, wenn mir Freundschaften von ihren First World Problems berichteten. Klar, die hat jeder und ich sowieso, Prinzen gibt´s nur im Märchen und ich allein werde keine Revolution anzetteln können und die Gesellschaft dazu bringen umzudenken, aber meine Antennen, waren dieses Jahr hierfür irgendwie empfindlicher als sonst. Alle sind irgendwie immer gestresst oder am laufenden Band beschäftigt! Das schlimmste kommt noch – ich wurde da irgendwie mit rein gezogen …

Jeden Tag betrinken wir uns mit dem Alltag. Leben wie ein Hamster. Wir essen, versuchen dabei krampfhaft unter der Woche alle gerade angesagten Nährstoffe und Superfoods zu uns zu nehmen, nur um am Wochenende dann wieder zu schlemmen – nicht jeder, aber einige von uns – oder? Wir bewegen uns zur Arbeit hin und wieder zurück nach Hause. Auf dem Heimweg werden Zwischenstopps wie Supermarkt, Fitnessstudio, Verabredungen mit Freunden oder was auch immer angelaufen und am Abend erfreuen wir uns über die vielen Schritte auf unserem Schrittzähler, der sich wie eine Armbanduhr tragen lässt. Am Wochende chillen wir dann doch wieder ganz cozy in unserem Onesie – die Woche war ja anstrengend genug. Wir schlafen nicht mehr so seelenruhig ein und durch – wie in der Kindheit – stattdessen befindet sich das Handy, Tablet bzw. oder Notebook in greifbarer Nähe, weil abends wird ja noch das Programm der hippen Streamingdienste runtergedudelt und im Kopf schwirrt schon die Terminübersicht für den morgigen Tag umher. Diese schöne, neue, digitale Welt erscheint mir doch irgendwie anstrengend, viel zu schnelllebig und ausgelutscht. Tag täglich bekommt unsere Umwelt ein Upgrade.  Muss das alles sein?

Das Entspannungsprogramm, wird neben der Hausarbeit, auf das Wochenende gelegt. Chai Latte in der einen Hand und den Staubsauger in der anderen Hand und es geht saugend zwischen Wäscheständer Richtung Couch – hach und jetzt entspannen – klingt wirklich sehr cozy! Zeitmanagement: 6! Setzen! Multitasking macht uns kaputt und treibt uns in die Arme von Tante Burnout!

Wie auf Knopfdruck, kommen die Skandinavier Hygge und Lagom um die Ecke – die Skandinavier scheinen die glücklichsten Menschen auf dieser Erde zu sein, die haben es voll drauf und Zimtschnecken können die auch backen. Das sind die zwei Vorzeigemodelle, wenn es um Achtsamkeit geht. Achtsamkeit wird 2018 in XXL Lettern geschrieben. Man schickt die Menschen am laufenden Band in die Buchhandlung oder sie verbrachten Stunden auf Amazon & Co. Wenn es nicht gerade Ratgeber sind, dann sind es Malbücher und Tagebücher – über das Comeback der Malbücher freue ich mich besonders, denn schon in der Schulzeit konnte sich mein pubertierendes Ich vollkommen entspannen und das funktioniert auch heute noch einwandfrei – doch nicht jeder Erwachsene kann mit dem ausmalen etwas anfangen. Die Malbücher können noch so gut auf individuelle Interessen (z.B. Harry Potter, Portraits oder florale Motive) abgestimmt sein, doch wenn man keine Entspannung beim ausmalen von kreativen Motiven findet, dann ist das so und das ist vollkommen in Ordnung. Du bist nicht merkwürdig oder unqualifiziert fürs ausmalen, dir liegt es halt einfach nicht! Weiter geht es mit dem Tagebuch schreiben. Unzählige Buchformvarianten türmen sich in der Buchhandlung. Jeden Tag ein Buch mit Anekdoten aus der Gedankenwelt füttern ist möglich und machbar, aber auch hier liegt das halt nicht jedem. Das ist vollkommen ok!

Die Abteilungen Lebenshilfe, Hobby, Ratgeber und Gesundheit beanspruchen mittlerweile einen großen Raum in der Buchhandlung für sich. Auch auf Amazon & Co findest du unzählige Achtsamkeitswerke und -Ausführungen. Auch auf Youtube gibt es zu den Themen unzählige Videos mit gut gemeinten Ratschlägen. Da könnte man meinen, dass der Mensch doch schon viel achtsamer mit sich selbst sein sollte. Eine weitere Fehleinschätzung.

Das Problem, bei der Umsetzung dieser Lebensphilosophien und Ratschlägen sind wir selbst, wir konsumieren und konsumieren. Uns fällt es immer schwerer zu genießen und bewusst zu konsumieren. Und dann die vielen Vorschläge achtsamer zu leben. Das führt kurz oder lang einfach nur zu selbstinszinierten Stress, obwohl wir doch achtsamer zu uns selbst sein wollten? Hier das Hygge-Buch und da ein Malbuch und obendrein noch täglich Tagebuch schreiben …. AAAAAAA! Halleluja! Gesegnet sei die Achtsamkeit.

Man kann das alles machen und noch viel mehr. Zu welcher Erkenntnis bin ich dabei gekommen? Mein Wohnraum ist so hyggelig wie noch nie, keiner kann sagen, dass es bei mir nicht gemütlich ist, aber wenn ich ehrlich bin, bei mir war es schon immer gemütlich. Gelegentlich male ich in Malbüchern und Tagebuch hab ich nie geschrieben. Ich hab es nie gebacken bekommen um mich hinzusetzen und meine vielen Gedanken in ein leeres Buch zu schreiben. Dafür ist mein Handy meistens lautlos und Streamingdienste à la Netflix und so versuche ich konsequent im konsumieren zu reduzieren. Ich bin täglich am üben, denn das bloggen ist mir wichtig, aber anscheinend war es dieses Jahr noch nicht wichtig genug um mir den einen oder anderen Serienmarathon zu klemmen um an meiner Routine des täglichen Schreibens zu arbeiten.

Von nichts kommt nichts! Hab ich gemerkt. Danke lieber, kleiner, innerer Schweinehund. Jetzt hast du mir es aber so richtig gegeben!!!

Ich stelle also fest, dass ich weiter schreiben möchte. Und was sonst noch – Mona? Ich hab das Jahr gut analysieren können, was bei mir schief lief und arbeite nun an einer gechillten Selbstoptimierung. Zwar möchte ich das nicht im Tempo eines Faultiers machen, aber sich gelegentlich wie ein Faultier zu bewegen tut gut!

Auch mein Umfeld hab ich unter die Lupe genommen. Mit meiner Wohnung und meinem Job habe ich begonnen. Ich hab einfach einige Möbelstücke umgestellt und die Wände neu bemalt. Habe in meiner alten Dienststelle gekündigt und woanders neu angefangen. Sehr gute Entscheidung. Auch wenn ich erst ein wenig stolpern musste – bei dieser Erkenntnis. Ja… Doch ich bin zufrieden. Weiter ging es mit den Menschen in meinem Umfeld. Das erste Mal in meinem Leben, habe ich meine bestehenden Freundschaften in Frage gestellt. Puh, das schreibt sich einfacher als es war, aber kennt ihr das, wenn manche Kontakte in eurem Umfeld seit Jahren bestehen, aber die Qualität dieser Verbindung nicht mehr gut ist? Ich habe mich getraut und gesagt was ich denke. Die Antworten haben mich überrascht. Tatsächlich hatte ich mehrere Jahre ein anderes Bild von der Intensität und Verbundenheit zu manchen Freundschaften. Und was habe ich getan? Die Konsequenz daraus gezogen!

Freunde zu haben ist für mich ein Luxusgut und ich habe Zeit und mein Herz in jede einzelne Verbindung investiert (ich weiß nicht, wie ich das sonst in Worte packen soll). Keine Ahnung, wie das rüberkommt, aber meine Freunde sind meine zusammen gesammelte Familie. Und wenn ich das Gefühl habe, das man sich nicht mehr traut ehrlich seine Meinung zu sagen, die Wertschätzung füreinander und das Interesse verloren gegangen sind … Ja … Ist es dann nicht besser diese Verbindung, nicht der gesammelten Jahre wegen bzw. der Gewohnheit wegen, weiterziehen zu lassen? Das habe ich getan. Denn was fange ich mit Telefonnummern an, die ich nicht mehr antippen werde? Ist ja nicht wie mit der Nummer meines Hausarztes. Die wähle ich ja wirklich mal an.

Ich weiß damit bin ich einen sehr radikalen Schritt gegangen und manch einer würde das mehr als fraglich finden, aber ich möchte gerne ich selbst sein und laut denken dürfen, wenn ich mich mit Menschen treffe und unterhalte, die ich als meine Freunde bezeichne. Punkt. Dem ist jetzt auch nichts mehr hinzufügen.

Möbel, Job & Menschen entrümpelt (klingt immer noch hart) nun kann es weitergehen – denn ich möchte weitergehen!

Und wie gehe ich jetzt weiter? Und was wird sich hier jetzt ändern?

Um meiner eigenen Selbstoptimierung näher zu kommen habe ich meinen eigenen Kalender mit Hilfe eines Bullet Journals erstellt und individuell auf meine Bedürfnisse gestaltet. Ich habe ihn doch recht minimalistisch gehalten. Er ähnelt meinem diesjährigen Kalender mit ein paar Extras. Was das genau ist und so weiter erfahrt ihr in der Verlinkung. Weiter geht es mit der Routine bezüglich meiner Kreativität. Hierfür muss ich mich einfach jeden Tag an den Notebook setzen oder die WordPress App auf meinen Handy anklicken und schreiben. Egal, ob ich gerade dafür in der Stimmung bin oder nicht. Was noch? Ein Contentplan. Check – der ist erledigt!

Ich habe mir tatsächlich einen Plan gemacht, Ideen gesammelt und Themenschwerpunkte festgelegt. Mich beschäftigt und interessiert viel und das möchte ich hier gerne alles mit einbringen.

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, hoffe ich auch weiterhin auf eure Unterstützung und Freude am Lesen meiner Beiträge. Danke. Amen.

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Ich möchte gern irgendwie mehr ich sein

Samstagabend. Ich komme aus dem Kino. Ich habe A STAR IS BORN gesehen. Einer der mitreißensten und passioniertesten Musikfilme, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Musik ist mal wieder der beste Beweis dafür, dass es möglich ist zu träumen. Träumen vom mehr sein als das was man vorgibt zu sein.

Wenn man aus dem tiefsten Inneren seiner selbst etwas machen möchte und sich irgendwie immer selbst im Weg steht, sollte man doch endlich mal ein Schritt zur Seite gehen und das was vorbei will endlich durchlassen.

Das Jahr ist fast vorbei und ich stehe immer noch da, wie zu Beginn des Jahres. Kleinlaut und unerhört im weitesten Sinne. Im Gepäck einen kleinen Blog und eine unberechenbare Schreibfeder. Sie lässt sich nicht steuern und noch weniger kontrollieren.

Bisher veröffentlichte Texte lesen sich wie ein Song in der Repeatfunktion eines CD Players. Immer und immer wieder das Gleiche. So schön die Melodie auch sein mag, aber bis zum erbrechen mag man ihn nicht hören, weil er zu schön ist um ihn kaputt zu spielen.

Ich sollte Stop drücken um das Schöne zu bewahren, damit er mir nicht aus den Ohren kommt.

Geplante Vorhaben dürfen sich nicht vom Ballast des Alltags runterziehen lassen. Weitergehen heißt das Stichwort.

Gestern ist Vergangenheit, Morgen ist ein Geheimnis und Heute ein Geschenk…

Im Brummkreisel der Gedanken

Samstag, 25.08.2018

Eine Freundin sagte mal zu mir, ich soll einfach machen. Irgendwie machte ich dann auch irgendwas. Kein genauer Plan. Einfach vorwärts. Jetzt liege ich auf meinem Bett. Im Hintergrund grüßt die Nacht und deckt den Tag mit ihrer sternenbedeckten Decke zu. Meine Lieblingsplaylist strömt durch meine Gehörgänge und die Hitze, die momentan in Berlin zeltet, färbt mein Gemüt nicht fröhlich, sondern schon fast aggressiv!

Ich verfluche den Sommer! Ja, richtig gelesen, ich verfluche diesen Sommer mit seiner Sonne, seiner Hitze, den schweißverklebten Körpern, diesen überfröhlichen Sonnenanbetern …

Ich will endlich Herbst, dann weiß ich wieder was ich anziehen kann.

Der Herbst stimmt mich immer nachdenklich und glücklich zugleich. Ich kann dann mehr schreiben, weil mein Hirn dann wieder eine repräsentable Temperatur hat. Das Wetter ladet dann wieder dazu ein daheim zu bleiben, das Gedankenkonfetti aufzusammeln, zu sortieren und sorgfältig wie ein Puzzle zusammen zu legen.

Wie ein Brummkreisel drehen sich dieses Jahr meine Gedanken

Dieses einfach machen ist der beste Tipp, wenn man permanent hin und her überlegt, ob man jetzt nun das eine oder das andere machen soll… Planen verschafft Sicherheit, einfach machen Lebensfreude. Die vergangenen Jahre liefen planlos. Das einfach machen existierte nicht für mich. Wie ferngesteuert funktionierte ich. Nun bin ich an einen Punkt in meinem Leben angekommen, in dem ich die Segel in die Hand nehmen möchte. Einfach geplant machen. Mich an die Startlinie stellen und los laufen und dort ankommen, wo ich mich wohl fühle und bleibe will!

Montag, 27.08.2018

Der Kopf raucht. Kleine Gedankenpakete stapeln sich in meinem Hirn und wollen ausgeliefert werden. Stück für Stück liefere ich sie an die dazugehörigen Empfänger um den Kopf wieder frei zu bekommen. Der größte Teil der Lieferung ist bitte Mitte September ausgeliefert …. Danach folgen nur noch kleine Pakete.

Mir fehlt das Schreiben. So hat mich doch die Hitze daran gehindert. Machte mich müde und matt. Meine Schreibader versank in Lethargie. So langsam geht´s wieder voran.

Ich bleibe dran…

Die schönste Erfahrung im Leben ist das älter werden

Ich habe mal gehört, dass man mit 30 erwachsen ist und das jetzt alles komplizierter wird. Der Alltag bekommt durch einen Job einen Kompass, der uns durch den Tag führt. Irgendwann kommen im Normalfall, so wie es uns die Gesellschaft einredet, ein PartnerIn und ein Kind dazu. Doch nicht jedes Leben verläuft normal.

Ich habe einen Job. Ich habe viele Interessen. Ich habe Freunde. Ich habe die Freiheit alles tun zu können was ich will. Kein Partner. Kein Kind oder Haustier. Ich könnte die Welt bereisen und tue es nicht. Ich lebe in Berlin. Ich hab mir sagen lassen, das Berlin eine der coolsten Städte der Welt ist – warum verreisen? Naja, so denke ich nicht wirklich, aber ich war schon reisen und andere Städte sind schön und entdeckungswürdig, aber ich bin mittlerweile so IN LOVE mit Berlin, das ich mich auf jeden Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit ihr freue.

Die Freiheit alles tun zu können tut gut und stimmt einen nachdenklich zugleich. Ich frage mich, ob sich dieser Zustand irgendwann mal ändern wird und ich irgendwann Kompromisse eingehe, die alles verändern werden und ob es dann auch noch gut ist bzw. wird und überhaupt und sowieso. Und dann stelle ich fest, ich bin zwar 31 und führe hauptberuflich ein geregeltes Leben, aber als Nebentätigkeit bin ich Vagabund. Ich streife durchs Leben und beobachte das Geschehen von außen. Ganz still und unauffällig. Ich lebe mit der Welt und doch für mich.

Je älter ich werde umso gelassener werde ich. Meine Sinnessuche nach dem warum ist noch lange nicht abgeschlossen. Ich jage nicht mehr so nach dem Warum wie noch vor 5 Jahren. Ich suche immer noch leichtfüßig,  aber entspannt, weil ich weiß, dass das Abhetzen nur anstrengt und das die Findungssuche nicht schneller voran geht, als man erst glauben mag.

Das ist das schöne am Älter werden, man denkt sich viel öfter „erstmal abwarten und Tee trinken“.

Es gibt immer mal Momente, da möchte ich rennen so schnell ich kann und dann würde ich stehen bleiben und mich selbst ermahnen, nicht schon wieder so zu hetzen. Ich weiß doch, dass das Abhetzen sinnlos ist, Es wird sowieso passieren, wenn nicht jetzt dann irgendwann.

31 Dinge, die ich mit 31 gelernt habe!

31 unnütze Fakten über mich und so …

  1. Wenn man ein Kind ist, ist das Leben einfacher: Keine Lebensphase ist so leicht und unbekümmert, wie die Kindheit. Alles was danach folgt gleicht einem Kampf mit dem Leben.
  2. Berlin ist eine Weltstadt: Klingt komisch, aber bis zu einem bestimmten Alter war mir das nicht bewusst, dass meine Heimatstadt eine Stadt von Welt ist – irgendwann fällt halt der Groschen.
  3. Vorbilder sind ein guter Lebweiser: Als Kind war es „Die kleine Hexe“ (Buch von Otfried Preußler), als Teenie „Buffy“ (Protagonistin aus der Serie Buffy- Im Bann der Dämonen), als Heranwachsende Janis Joplin (Musikerin, die die Hippie-Ära anführte und im Alter von 27 verstarb). Die kleine Hexe half mir mutiger zu werden. Buffy formte meinen Charakter und half mir ich selbst zu sein. Janis Joplin weckte die Lebenslust in mir und half mir eine Querdenkerin zu werden und nicht mit dem Strom zu schwimmen.
  4. Jungs sind gar nicht doof: In meinem Fall jetzt Männer sind, nun ja nicht doof, aber doch extrem unentschlossen und irgendwie unbeholfen, aber gut zu küssen und zu fühlen und so. Sie können tolle Gesprächspartner sein und ehrlich gesagt, die philosophischsten Abende hatte ich mit Männern.
  5. Die Teletubbies können sich fortpflanzen! Das lass ich mal so stehen.
  6. Als Kind noch stundenlang vorm Fernseher verbracht, frage ich mich jetzt manchmal, was ich mit dem Teil soll. TV schau ich schon ewig nicht mehr, aber Netflix & Co.
  7. Die alten, verstaubten Kinderbücher unbedingt aufheben und hegen und pflegen, man weiß nie welchem kleinen Erdenbürger man mal etwas vorlesen darf.
  8. Boxspringbetten sind der Himmel auf Erden.
  9. Alleine wohnen hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Du kannst tun und lassen was du willst. Nachteil: Du machst alles alleine. Vom einkaufen übers putzen bis zum alleine einschlafen.
  10. Die Musik der Band The Smiths kann wirklich deprimierend auf das eigene Gemüt wirken.
  11. Man kann Katzen und Hunde gleichermaßen mögen. Lange dachte ich, ich wäre ein Hundetyp. Nur um mit 31 festzustellen, das Katzen genauso knuffig sein können. Ich bin dann mal Tierbisexuell.
  12. Alles im Leben ist vergänglich. Von Dingen bis Menschen. Was kommt, geht auch wieder.
  13. Werte und Normen haben an und für sich etwas gutes. Vor allem, wenn man eigene aufstellt.
  14. Wespen sind hässlich, angsteinflößend und doof. Nicht umsonst ergreife ich die Flucht vor ihnen.
  15. Alleine Reisen kann schön und deprimierend zugleich sein.
  16. Eltern haben nicht immer recht.
  17. Fleisch ist ungesund. Vor allem tierisches Eiweiß! Der Cholesterinspiegel feiert Flatrate-Partys und zahlt irgendwann einen hohen Preis in Form von Herzerkrankungen – ich bin mittlerweile Hobby-Veganerin.
  18. MusikerInnen werden überbewertet.
  19. Kompromisse schränken die eigene Freiheit ein. Ein Kompromiss sollte daher sorgfältig überlegt werden.
  20. Jeder sollte das Buch „Der kleine Prinz“ besitzen.
  21. Musik ist wie ein Tagebuch. Man kann durch sie blättern und mit einem bestimmten Song, werden bestimmte Momente unseres Lebens wieder aufgerufen.
  22. Online-Dating ist der größte Mist auf Erden.
  23. Ein Bücherregal voller ungelesener Bücher, gibt einem das Gefühl in einer Bibliothek zu wohnen.
  24. Man muss im Leben keine Drogen probiert haben, angeblich ballern sie zu krass und am Ende könnte uns der Tod erwarten.
  25. Küssen, Streicheleinheiten & Sex sind die schönste Nebensache der Welt!
  26. Ein Baby im Arm zu halten, lässt dich vieles klarer sehen. Du verstehst, warum dir das Leben geschenkt wurde.
  27. Das erste Kuscheltier, das du geschenkt bekommen hast, solltest du aufheben. So lebt das Kind in dir weiter.
  28. Ein gutes Make up lässt dich in den schlechten Zeiten deines Lebens gut aussehen und in den guten Zeiten noch schöner erstrahlen.
  29. Spaziergänge entlasten das Labyrinth der Gedanken.
  30. Es gibt Menschen, die haben Glück in der Liebe und es gibt Menschen die haben Pech.
  31. Die Familie kann man sich nicht aussuchen, jedoch seine Freunde und bei dieser Auswahl sollte man sehr sorgfältig sein.

Nostalgische Erinnerungen eines entwachsenden Twentysomethings

Ich liebe Musik. Vor allem Konzerte und die Menschen die Musik zum Leben erwecken. Die Künstler, die ihr Herz in einen Song stecken und ihn mit Gesang und instrumentaler Begleitung dekorieren, fand ich schon immer bewundernswert. Die Köpfe, die hinter all den märchenhaften Melodien und bewegenden Texten stehen.

Schon von klein auf begleitet mich die Musik. Sie ist mein Lebweiser. Der rote Faden in meinem Leben. Meine Therapie und der Anker im Alltag. Meine Genre übergreifende Sammlung von verschiedenen Tonträgern war Jahre lang mein ganzer Stolz. Bis ich sie gekillt habe. Was bleibt sind die Erinnerungen an die Zeiten, in denen ich vor dem Media Markt, in meiner damaligen Wohngegend, wartend da stand, bis die Pforten sich öffneten. Ein neue Platte in den Händen zu halten, sie an der Kasse zu bezahlen und zuhause im heimischen Player anzuhören, erinnert mich immer wieder an die unbeschwerten Jahre meiner Jugend (was für ein Kitsch).

In meinen beginnenden Zwanzigern hab ich sogar mal was mit Musik gemacht. Ich habe Konzerte organisiert. Kleine, feine Konzerte in den kleinsten, abgeranzten Locations von Berlin. Ich war Bookerin für eine Band. Doch irgendwann verlief sich alles im Sand. Mit Musik hab ich nur noch soviel am Hut, dass ich auf Konzerte gehe und meinen Spotify Account täglich mit meinen Musikwünschen belästige. Rückblickend – gut 7 Jahre später – stelle ich fest, dass das die schönste Zeit in meinem bisherigen Leben war. Ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück.

On the road mit drei sympathischen emotional poprocket Musikern!

Erst jetzt wird mir bewusst, dass ich schon damals meinen eigenen Weg gegangen bin und jetzt gut 10 Jahre später weiß ich, dass man mit Mut zur Veränderung, diesen Weg weiter gehen kann, wenn nicht in die gleiche Richtung, aber jede Ausfahrt bringt eine neue Möglichkeit!

Adieu Pille & Co.

Ich habe die Pille genommen. Dann habe ich sie ein paar Jahre nicht mehr genommen, dann habe ich wieder damit angefangen und dann zu guter letzt hatte ich den Verhütungsring. Jetzt nehme ich schon seit gut 5 Monaten nichts mehr. Der Hormonhaushalt pendelt sich nach ca. 6 Monaten wieder ein – laut Gynäkologin! Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich mich nach 5 Monaten noch nicht eingependelt fühle.  

Alles fing damit an, dass ich mir die Frage gestellt habe: Warum nehme ich den Ring bzw. davor die Pille noch? Keine feste Partnerschaft hin oder her. So entstand auch ein unnötiger Kostenfaktor einmal im Quartal, der nicht mehr sein musste. Ich konnte die Uhr danach stellen, wann ich Migräne bekam. Einen Tag vor der Blutung! Da ich nicht die einzige in meinem Freundeskreis war, die anfing sich über die Nebenwirkungen der Pille Gedanken zu machen, weil auch da Symptomatiken auftraten, die in mir argwöhnische Denkprozesse auslösten. Ich hatte zuerst überlegt, von Ring auf Pille zurück zu wechseln, habe mich aber dann doch dazu entschlossen nichts mehr zu nehmen. Die meisten Verhütungsmittel sind verschreibungspflichtig und daher ist hier immer ein/e  GynäkologeIn zu konsultieren. Beim absetzen eines solchen Präparates auch. Ich hab es nicht gemacht. Das ist jetzt auch kein Verbrechen, wenn man es nicht macht, aber man sollte schon vorher mit dem Arzt darüber sprechen.

Seit Anfang Oktober 2017 bin ich also Ring-frei und die erste Zeit war die Hölle. Ich bin erst Ende November auf den Trichter gekommen, dass meine starken Stimmungsschwanken – die dafür verantwortlich waren, dass ich eine Urlaubsreise nach Rom cancelte – von dem Absetzen des Rings kamen und wahrscheinlich auch der Freifahrtschein für Burni waren. Alles nur Vermutungen, aber durchaus Möglichkeiten, die wenn man eins und eins zusammenzählt, wie die Faust aufs Auge passen.

Nach knapp 4 Monaten hatte ich das Gefühl, dass der Hormonschleier von mir fiel. Ich habe mich selbst wieder wahr genommen. Ich habe angefangen wieder auf meine innere Stimme zu hören. Ich wurde entspannter und gereizt bin ich nur noch selten. Trotz Stimmungsschwankungen in der ersten Zeit, kann ich nach 5 Monaten sagen das meine Stimmung sich weitestgehend eingependelt hat. Die Migräneattacken minimierten sich und viele Begleiterscheinungen, wie Muskelschmerzen, allgemeine Müdigkeit usw. entschwinden so langsam …

Es ist erschreckend, wie leichtfertig jungen Mädchen einfach so die Pille verschrieben wird. Im Wachstum. Der Körper hat seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen und ich glaube, wenn man vorzeitig in diesen Prozess eingreift sind Spätfolgen vorprogrammierbar.

Ob nach einem halben Jahr (theoretisch ab Mai) alles wieder komplett normal ist, werde ich ja sehen, aber auch wenn dem nicht so … irgendwann kommt schon die Normalität in mir zurück.