#THIRTYSOMETHING |1

Gedanken über ein geschmerztes Herz das in Tränen planscht.

Wie viel Schmerz hält das Herz eigentlich aus?

Mein Herz wurde das erste Mal gebrochen, da war ich 14. Der den ich wollte, wollte mich nicht. Ich weinte Tränenmeere. Der zweite war mein erster Freund. Nach 8 Monaten wollte er mich nicht mehr. Ich weinte Meere, Wasserfälle und dann wieder Meere.

Danach weinte ich keine Meere mehr. Ich weinte Pfützen und gelegentlich Seen.

Das ist wie laufen lernen. Wir laufen, fallen hin, verharren in einem kurzen Schockmoment, die Tränen schießen uns aus den Augen. Wir stehen wieder auf, rücken alles zurecht, wischen uns die Tränen weg und laufen weiter.

Mit dem Versagen in der Liebe verhält es sich ähnlich. Permanent scheinen wir in Tränen zu versinken, lernen darin zu schwimmen und anschließend schöpfen wir mit einem Eimer alles wieder frei, um dann wieder von vorne in Tränen zu versinken.

Beim ständigen versinken und schwimmen frage ich mich: wie viel hält mein Herz eigentlich aus?

Anscheinend eine Menge, soviel das ich mich wieder frage: wie hoch ist mein Tränenkontingent für Männer?

Liebe ist ja auch irgendwie, wie Laufen lernen. Wenn man fällt kommt ein kurzer Moment des Schocks, dann schießen einem die Tränen in die Augen und du stehst wieder auf, rückst alles zurecht. Du wischst dir die Tränen weg und gehst weiter.

Ich würde lieber vor Freude weinen. Aber irgendwie scheint das Kontingent hierfür nicht hoch genug zu sein. Oder vielleicht gehöre ich zu den Menschen, die lieber weinen, wenn das Herz schmerzt?

Ich könnte bis ins unendliche hierüber philosophieren, aber eine Lösung würde sich nicht vor mir auftürmen.

Ich werde immer weinen können, weil ich weinen will, wenn mir danach ist. Und dann werde ich wieder lachen, weil etwas lustiges passiert ist oder mir jemand etwas lustiges erzählt hat.

Das Herz schmerzt regelmäßig, mal mehr mal weniger. Geschundene Herzen fühlen intensiver. Weil sie mehr aushalten als Herzen die in Glückseligkeit getränkt wurden. Sie in geschenkter Liebe baden dürfen.

Weinen forever!

Werbeanzeigen

Warum Langzeit-Singles die bessere Partie sind

Als Langzeit-Single wird man oft als gefrustet, wählerisch und des Versagens beschuldigt. Ich bin der festen Überzeugung, wer gut alleine leben kann, der schafft das auch mit dem Zweisam sein.

Ich kann alleine sein.

Ich glaube das klappt ganz gut. Ich muss nicht permanent Nachrichten verschicken. Bedürftigkeit macht ja auch nur abhängig. Und selbst meine Mama sagt immer: „Kind, mach dich nicht von einem Mann (oder Freunde) abhängig!“.Weiß mich gut mit mir selbst zu beschäftigen und kann auch gut alleine auf Konzerte, ins Kino usw. gehen. Ich würde sagen ich lebe in einer glücklichen Beziehung mit mir selbst.

Ich bin nicht sonderbar oder gar ein Mängelexemplar.

Auch das möchte man mir gerne erzählen. Du bist ja zu wählerisch. Hmm, ja … geht klar! Ich weiß halt was ich will! Und wenn ich mich nicht gut aufgehoben fühle, dann geh ich wieder. Und wenn ich mich nicht mal ansatzweise in der Nähe meines Gegenübers wohlfühle, suche ich eh das Weite! Wenn das Herz nicht zu 100% voll und ganz fühlt – was soll ich denn bei dem Menschen noch verweilen. Unglücklich sein, ist ja auch schlecht fürs Herz.

Ich weiß, wer ich bin und was ich kann.

Ich kann aus dem Stegreif meine guten und schlechten Eigenschaften aufzählen. Ich hatte die Möglichkeit mich damit auseinanderzusetzen. Hatte genug Zeit um mich zu finden und befinde mich jetzt im Ruhemodus. Einsatzbereit, aber dennoch wartend … auf irgendwas.

Zeit mich zu verwirklichen.

Die Zeit mag ich hierbei sehr. Wer kann schon sagen: Ich habe viel Zeit für mich und meine Träume. Insbesondere beim verwirklichen von Träumen? Na ich:) Macherin zu sein wirkt auch beim daten interessanter als sich nur der Mittelmäßigkeit hinzugeben.

Im überstürzen bin ich schlecht.

Ich hab Erfahrungen gesammelt, die mich mit Einsichten, Ansichten und Brandspuren bereichert haben. Hab einiges erlebt. Ich spiele nicht Bienchen auf einer Blumenparty. Ich bin die Hummel, die sich im Sonnenlicht der Mittagssonne wärmt und das bunte treiben der Bienchen beobachtet.

Ich bin vollständig.

Dabei fühle ich mich schon manchmal wie eine Diva. Laufe ich Treppen hoch oder runter, laufe ich meistens in der Mitte. Keine gute Idee, insbesondere als Bewohnerin einer Großstadt. Aber meistens wähle ich die goldene Mitte. Das Leben ist mein Laufsteg, die Bühne und meine Power-Point-Präsentation. Ich muss nicht ständig Selfies von mir machen. Meine Optik verändert sich ja auch nicht innerhalb von 24h. Ich fühle mich vollständig mit mir und meinem Leben. Wegbegleiter können sich gerne dazugesellen.

Also, ich die Langzeit-Single-Lady in spe habe keine Beziehungen, nur um nicht mehr allein zu sein. Ich weiß, das ich wertvoll bin, worauf ich verzichten kann, worauf nicht und wie ich dafür einstehen kann. Mit mir muss man nicht permanent Gassi gehen, ich lache auch über 08/15 Witze und brauche keinen Nachrichtenüberschuss via WhatsApp. Darum suche ich mir nur Menschen aus, die verstehen (wollen) und ähnlich ticken – kurz: die mir meine Zeit wert sind.

Genervt oder nicht genervt – das ist hier die Frage!

Ich habe Humor. Eine Menge Humor, aber gerade geht mir der Humor flöten. Das mit dem Blog ist ja bis zu einem bestimmten Punkt wie Tagebuch schreiben. Aber ab einer gewissen Stelle positioniert man sich und dann kommen sie, die Kommentare auf die man nicht gewartet hat.

Ich mache kein Hehl daraus, das ich Single bin. Liest man hier ja zu genüge. Es ist vollkommen normal mal frustriert zu sein und dann wieder nicht. Beziehungen sind ja auch nicht nur harmonisch, oder?

Die Kategorie HOW TO BE A SINGLE? hat mal damit angefangen, dass ich mich zum damaligen Zeitpunkt gefragt habe, warum es eigentlich so schwierig ist jemand passendes für sich zu finden. Jeder Single, egal ob Männlein oder Weiblein, kommt irgendwann an den Punkt: eingeschlichene, routinierte Verhaltensweisen zu analysieren. Basiert meistens auf Frust und dem Warum ich? Vom geknickten Selbstwertgefühl brauch ich gar nicht reden, wenn man mehr Fehlschläge hatte als Glückstreffer.

Aber sollten wir nicht eigentlich eher miteinander agieren? Als uns auch noch gegenseitig die frustigen Phasen unseres Singledasein um die Ohren zu werfen? Uns nicht eher ermutigen. Hoffnungen schenken? Uns in den anderen hinein fühlen? Mag sein, dass ich hier zuviel verlange, aber wer würde mir hierbei nicht zustimmen?

Meine Texte ähneln sich sehr, dass ist mir bewusst, aber auch nur, weil mir das alles im Kopf umherschwirrte und ich es mir von der Seele tippen wollte.

Ich glaube, es hat auch etwas mit Glück zu tun, dass manche relativ früh jemanden finden und andere länger brauchen. Dem einen fällt es leichter andere Menschen in sein Herz zu lassen und andere brauchen dafür halt etwas Zeit. Manch einer sammelt schlechte Erfahrungen, der andere Herzen.

Ich lebe in einer Großstadt und hier ist alles so schnelllebig. Keiner nimmt sich mehr so wirklich Zeit für den anderen. 24h reichen heutzutage nicht mehr aus. Auch fürs Kennenlernen nehmen sich nur noch wenige wirklich Zeit. Am besten ein Date zwischen Mittag und dem nächsten Meeting. Oder auf ein Date zum Feierabendbier. Online – Dating – auch wenn ich es nicht wirklich mag – ist heutzutage, die einfachste Art jemanden kennen zulernen. Und ja, da ist noch eine Flirt-App auf meinem Handy, die gelegentlich angeklickt wird. Sind wir nicht alle ein bisschen widersprüchlich? Bewusst mit offenen Augen zu suchen tue ich immer noch. Aber meint ihr nicht auch, dass wir mehr Zeit damit verbringen auf unser Handy zu schauen als auf das was sich um uns herum bewegt?

Wir müssen uns erst wieder dafür sensibilisieren, aufmerksamer gegenüber der Welt zu werden, die über das Handydisplay hinausgeht. In einem Freundeskreis, der aus Partnerschaften und Familien besteht, lebt es sich noch ein wenig schwerer. Liierte Freundinnen wünschen dir bei der Partnersuche Glück, gehen aber nicht mit dir zusammen auf die Pirsch. Meine Realität.

Zwischen dem ganzen Suchen und Finden der Liebe, lebe ich ein Leben, das mir meistens gefällt, mich dann und wann erfüllt und ja ich bin ehrlich – ich hätte gern einen Wegbegleiter! Aber einen Plan B muss ich auch haben.

8 Orte an denen man Männer kennenlernt …

… nur ich irgendwie nicht. Ich verweilte überall und nirgendwo. Lächelte charmant, schaute mal verführerisch und manchmal glotzte ich wie ein Freak, dann blieb keiner stehen. Man(n) rannte eher vor mir weg, jedenfalls habe ich das so wahrgenommen. Doch wo kann man Männer kennen lernen? Eigentlich überall. Ich probierte 8 Orte aus und bin kläglich gescheitert.

Gemüsetheke im Supermarkt

Ich spazierte, schlenderte und schlängelte zwischen Tomaten, Kohlrabi und Spargel. Männer waren da auch unterwegs, doch viel zu sehr damit beschäftigt, sich zwischen einer Gurke mit oder ohne Plastikverpackung zu entscheiden. In der heutigen Zeit eine wichtige Frage. Nachhaltigkeit vs. Klimawandel. Auch allgemein beschäftigen Männer sich eher damit, ihren Einkaufszettel abzuarbeiten, den sie höchstwahrscheinlich von ihrer Partnerin in die Hand gedrückt bekommen haben. Und Männer, die nur Alkohol im Einkaufswagen transportieren, lächlte ich nicht mal an, den wollte ich lieber eine Telefonnummer der anonymen Alkoholiker in die Hand drücken.

Buchhandlung

Zwischen verstaubten und alten Werken der Weltliteratur hatte ich es auch mal probiert. Ich glaube, ich hatte immer die falsche Buchhandlung. Thalia & Co fallen gleich weg. Da trifft man zwar auf Männer, aber da ist es ähnlich wie in der Gemüsetheke. Nur diesmal stellen sie sich die Frage: dieses oder jenes Buch? Auch dreimal um den Aufsteller laufen hat nichts gebracht. In kleineren Buchläden war ich auch, aber da war ich irgendwie immer zur falschen Zeit, weil mich dort Männer jenseits der 50 anlächelten. Ich drehte dann meistens eine „ich bin hoch interessiert an den alten Werken“ – Runde, ehe ich wieder hinausspazierte.

Kino

Ich weiß gar nicht, wer mir mal den Tipp mit dem Kino gegeben hat. Das war so ernüchternd, wie eine Party ohne Rauschzustand. Meiner einer hat ja kein Problem allein ins Kino zu gehen, aber auch Männer, die allein ins Kino gehen grüßen schon fast die 60! Irgendwann dachte ich mir, ich gehe halt immer zur falschen Zeit ins Kino. Unter der Woche ist es nicht ganz so voll wie am Wochenende. Also stiefelte ich am Wochenende ins Kino. Tze, Pustekuchen, dass sind die Family-Days. Nix mit einsamer Penisträger-Seele. Herrje!

Konzerte

Ich gehe gerne und relativ viel auf Konzerte und man könnte meinen, bei dem Schlummellicht und der Musik könnte was gehen. Hallo! Es ist dunkel und jeder konzentriert sich auf die Musik! Mit dem charmanten Barkeeper, der einem das Astra reicht, kommt ein kurzer Flirt zustande, aber nur bis zum nächsten Gast. Die einzigen Menschen, die auf einem Konzert knutschen und rummachen sind Pärchen. Und wie hemmungslos die sein können. Hab schon mal überlegt zu fragen, ob ich mitmachen darf, aber meistens sagte mir von der Optik sie oder er nicht zu. Große Männer, die sich vor mich drängeln, würde ich am liebsten killen, mit den will ich dann eh nicht mehr flirten. Die strafe ich meistens mit meinem „ich kill dich, wenn du dich nicht sofort woanders hinstellst!“-Blick. Also eigentlich wird auf Konzerten nur mein Aggressionspotenzial geschult …

Park

Sobald es wärmer ist, geht es raus an die frische Luft. Ab in die Parks von Berlin. Wer glaubt hier potenzielle Single-Männer zu finden muss schon in die offensive gehen. Das Buch, das man lesen wollte, sollte nur als Tarnung verwendet werden. Blick immer in einem Radius von 100 Meter umherschweifen lassen. Fernglas wäre übertrieben. Sonnenbrille aufsetzen und so tun als ob reicht total. Am besten Nähe Eingang mit Decke platzieren. Und los geht die Observierung. Mann mit Hund – müsste man erst das Herz des Hundes gewinnen. Für Katzenliebhaberinnen wäre das ein Reinfall. Männerclique im Anmarsch – die wollen spielen oder grillen, sind aber in der Überzahl, kann man also knicken. Mann mit Frau im Anmarsch – next please! Ein Mann alleine nähert sich dem Eingang – potentieller Kandidat, wenn er nicht schon verabredet ist. Irgendwann bin ich doch zu sehr mit lesen beschäftigt. Wenn ich denn mal vom Buch hochschaue, sehe ich dann nur noch Pärchen. Ernüchternd, wie ich finde.

Bar

Mich in ein Herz zu saufen, ist mir zuwider. Ich hab es daher auch nicht wirklich praktiziert.

Club

Bekanntschaften aus dem Club bleiben meistens nur für eine Nacht oder im Höchstfall für zwei. Ernsthafte Such-Absichten findet man hier nicht zwischen Cuba Libre und Schweißperlen. Lächelnde Männer bedeuten hier nur eins: das Weite suchen! Frauen sind da bestimmt nicht anders. Bevor man die Pforten eines Clubs überquert, sollte man genau wissen, was man will und wen man mitnehmen will.

Tinder & Co

Sind wir mal ehrlich, wir alle kennen die Geschichten ums Online-Dating. Sie stimmen alle. Ich zitiere hier gerne aus meinem Text „Adieu Online-Dating

WER LIEBE SUCHT, FINDET UNTERLEIBSSPIELE FÜR DIE SINNLOSIGKEIT. EINEN DIGITALEN GANGBANG OHNE KÖRPERFLÜSSIGKEITEN. SEELENFICKER, UNENTSCHLOSSENE ENTTÄUSCHTE UND UNBEFRIEDIGTE NARZISSTEN! EIN HOCH AUF DIE VIRTUELLE WELT. HIER BEKOMMEN SIE ZU HAUF DIE RESTPOSTEN DER REALITÄT! FEIN, SÄUBERLICH GESAMMELT IN EINEM SCHLECHT DESIGNTEN KATALOG.

Schreibt mir doch, wo man noch hingehen könnte. Kommt mir aber bitte nicht mit Dorffest!

Nachtrag vom 20.02.2019: Ich spreche hier nicht für alle Frauen, das sind meine Erfahrungen! Ist ja auch ein persönlicher Blog. Mir ist es so ergangen. Meine Singledasein mag ich mal mehr mal weniger. Singles lesen gern von Singles. Ich muss mich nicht als genervte Pute bezeichnen lassen:) Wem der Inhalt des Blogs nicht gefällt, sollte doch besser weiterklicken. Ich werde jetzt und in Zukunft nicht auf solche Kommentare eingehen, geschweige denn, sie genehmigen.

21 Things I Want in a LOVER

Ich hab schon oft zu hören bekommen, dass ich nicht weiß was ich von der Liebe will. Das ich Männern keine Chance gebe. Ich doch nach einem Date nicht weiß, was mir da für ein Mensch gegenüber sitzt und zu vorschnell wieder leb wohl sage. Ich mich zu sehr an kleinen Dingen aufhänge und sowieso und überhaupt. Innerlich muss ich dann immer Lächeln und denke mir: doch, ich weiß was ich will! Eigenschaften, die ich nicht zwingend notwendig finde, ich aber gerne bevorzuge und das ergibt einen Mann, der mir einfach noch nicht  begegnet ist.

Den größten Teil meiner 20er verbrachte ich mit dem daten von Männern. Ich ging los, unterhielt mich, trank Bier oder Wein, billig oder teuer, fragte und dachte nach, manchmal küsste ich und manchmal schlief ich mit ihnen. Die Intension war immer die gleiche: einen wohlgesonnenen Wegbegleiter zu finden. Einen Wegbegleiter, dem das Pferde stehlen nicht zu anstrengend ist, der auch niveauvoll Witze machen kann, einer der auch träumen kann, einer der Musik genauso vergöttert wie ich, einer der zu Büchern eine innige Freundschaft pflegt, einer der sich in Filmen und Serien genauso verliert wie ich … gut, zumindest eins davon wäre schön … einer der das Kind in sich hegt und pflegt und niemals zu Grabe trägt. Halt jemand, der mir die goldene Kugel vom Grund des tiefsten Brunnens zurückholt… Kein Prinz oder König, aber Manns genug um mit mir ein realistisches Märchen der wahrhaftigen Liebe zu führen.

Nur … begegnete mir so jemand nicht.

Twentysomethings können scheiße arrogant sein. Sie überschätzen sich. Sie sind überheblich und denken, die Welt liegt ihnen zu Füßen. Beitragsfrei, klappt das aber nicht. Sie brüsten sich mit beruflichen Erfolgen und bewegen sich im Tempo eines Raodrunners. Miiieeep, miiieeep. Jedesmal kotzte ich gedanklich in einen imaginären Mülleimer und musste auf dem Heimweg belustigt den Kopf schütteln.

Seit dem 08.12.2016 bin ich offiziell ein Thirtysomething. Und was soll ich sagen? Männer in den dreißigern haben auch nicht mehr alle Latten am Zaun. Männer in diesem Alter glauben doch tatsächlich, dass wir Frauen uns über die ganzen angesammelten Sicherheiten ihrer Existenz erfreuen. Das wir feucht werden, nur weil sie Chef in einer oder ihren eigenen Firma spielen dürfen. Schön, dass ihr ein kleines Königreich regieren dürft. Applaus, Applaus. Ein toller Meilenstein im Berufsleben, bringt privat in einer Beziehung aber nicht viel. Höchstens eine altmodische Rollenverteilung, wenn wir es zulassen.

Wie verhält es sich eigentlich mit Männern in den 40ern oder 50ern? Genießen die ihren Erfolg oder Misserfolg stillschweigend?

Mit knapp 33 Jahren komme ich mir manchmal noch wie eine 20jährige vor. Männer daten, gleicht immer noch einem Spiel. In meinem Fall dem Spiel Labyrinth. Ich schiebe mich von A nach B, von Ost nach West, von Arschloch zu Nerd. Das Schieben nimmt kein Ende. Schiebe ich mich Richtung Ausgang, rennt hinter mir schon der Drache und spuckt Feuer. Von links kommt dann noch das flatternde Gespenst daher und dann ist da noch die hübsche Fee, die mir so gar keinen Wunsch erfüllen mag. Ich bin gefangen auf dem Schlachtfeld der Unbarmherzigkeit. Halleluja! Das Flennen geht weiter …

Ich weiß, wo ich hin will, aber das Leben spielt mir einen Streich nach dem anderen und lässt mich zappeln. Zappeln am Haken der Hoffnung. Es lässt mich nicht los. In meinen Träumen flüstert mir jemand zu: ich solle weiterhin mutig und hoffnungsvoll bleiben. Ich solle nicht verzagen. Ich sei doch Optimistin! Optimistisch genug um nicht ans Aufgeben zu denken! Irgendwer wird mich suchen und finden. Zynisch gratuliere ich der Utopie.

Zu den 21 Dingen, die ich mir an einem Mann wünsche, bin ich aber immer noch nicht gekommen! Ja, was will ich denn nun für 21 Dinge von einem Penisträger?

  1. Meine Halsmuskeln brauchen Bewegung. Er darf also größer sein.
  2. Wenn ich einen Mann umarme, möchte ich nicht mich umarmen. Erklärt sich von selbst, was ich damit meine.
  3. Seine Lieblingshose sollte nicht die Jogginghose sein. Zumindest nicht dann, wenn er das traute Heim verlässt. Geschmack in Sachen Bekleidung setze ich voraus. Ein Karohemd zu einer Karohose, fällt schon mal durch. Genauso, eine Wollmütze als Kopfbedeckung im Sommer.
  4. Bartträger. Hipster-Bärte! Wer möchte schon von einem Staubwedel geleckt werden? Gegen Drei-Tage-Bärte ist nichts einzuwenden, die können sich ja schließlich die Reste der vergangenen Nacht mit einer Handbewegung wegwischen.
  5. Brillenträger. Ja, ich habe einen Fetisch für Brillenträger. Ja, aber nicht die 80er Jahre Brillen-Nerds oder die Professor Doktor Doktors. Eher der Rivers Cuomo-Style. Die Brille sollte den Charakter unterstreichen und nicht verunstalten.
  6. Wenn ich schon das Wort Fetisch in den Raum werfe, kann ich getrost den nächsten geistvollen Beitrag dazu abliefern: die Hände. Weder zu feminin noch zu maskulin. Ein gesundes Mittelmaß. Beispiel gefällig? Keanu Reeves. Der hat schöne Hände. Und jetzt googelt bestimmt jeder die Hände von Keanu Reeves:)
  7. Augen sind auch nicht zu unterschätzen. Nicht riesig, aber auch nicht winzig. In Kombination mit einem charmanten Lächeln, sollten meiner Meinung nach Augen freundlich und ein bisschen verträumt ihre Umwelt betrachten. Der angst-einflößende Blick von Klaus Kinski verschreckt nun wirklich alles und jeden.
  8. Intelligenz! Köpfchen gepaart mit Interesse. Männer mit einem gutem Allgemeinwissen und respektvoller Diskussionsfreudigkeit nehme ich nach einem Date gerne mit nach Hause.
  9. Andere Frauen können sich gern von Feuerwehrmännern retten oder vom Onkel Doc am ganzen Körper abtasten lassen, sich für einen Hausmeister oder einen Sachbearbeiter entscheiden. Ich nehme den kreativen Kopf! Kreativ tätig sein bringt meine Augen zum Leuchten, mein Herz zum Schmelzen und mein Unterleib zum beben.
  10. Politisch interessiert kann nicht schaden. Kann man heutzutage gut gebrauchen. Nur bitte nichts was sich jenseits von links befindet und die goldene Mitte verfehlt hat.
  11. Empfindest du Liebe als Freiheit? Schön! Komm gerne näher.
  12. Hast du Humor? Gern in schwarz und mit nem großen Löffel Sarkasmus abgeschmeckt? Wir kommen der Sache näher.
  13. Bist du ein bisschen spirituell? Du musst nicht Horoskope lesen oder eine Wahrsagerin um Rat fragen, aber gelegentlich mal „was wäre wenn“ – Fragen zu lassen.
  14. Riskierst du gerne mal Kopf und Kragen?
  15. Blühst du beruflich auf? Hast du Freude an dem was du machst? Hello!
  16. Kannst du auch mal ein Wochenende im Bett bleiben? Es gäbe Pancake-Frühstück und frisch gemahlenen Kaffee.
  17. Bist du experimentierfreudig? Leidenschaftlich? Mehr als 3x die Woche?
  18. Hast du nichts gegen knutschen an Bushaltestellen? Im strömenden Regen bei Gewitter? Im unbeleuchteten Hausflur? Unter Straßenlaternen? Im vollen Club?…
  19. Hast du eine Leidenschaft? Brennst du dafür? Komm noch ein Stückchen näher!
  20. Verlässlichkeit! Ehrlichkeit! Großzügigkeit! Steh zu deinem Wort und ich backe dir jedes Wochenende einen Schokokuchen:)
  21. Ich würde mich gern im Scheinwerferlicht deiner Aufmerksamkeit sonnen und wenn ich mich verbrenne, versorgst du mich mit Schutz-Lotion.

Und jetzt soll mir nochmal jemand sagen, ich wäre anspruchsvoll …

Problemzone Mann

Ich mag Männer. Ehrlich! Ich mag sie sogar mehr als Frauen. Sie sind viel gelassener im Umgang mit dem Alltag – liegt aber auch daran, weil wir uns Frauen für alles verantwortlich fühlen. Was freundschaftlich sehr gut funktioniert, verhielt sich in der Liebe wie ein Wettrennen zwischen kommen und gehen.

Ich dachte immer mein Übergewicht wäre meine Problemzone, doch im Laufe der Jahre entpuppte sich, in meiner heterosexuellen, doch recht modernen Lebensweise, die Spezies Mann zu meiner eigentlichen Problemzone. Sie waren irgendwie immer da und dann wieder nicht. Zwischen erster Liebe und Gelegenheitsdingsbums und es könnte Prinz Charming sein. Schwebte ich wie Tinkerbell hin und her.

Ich bin weder krass altmodisch oder noch unglaublich modern. Aber ich halte ehrlich gesagt nichts von der typischen Rollenverteilung zwischen Frau und Mann. Ich finde, wenn man sich zu einem gemeinsamen Essen verabredet, kann man auch getrennt zahlen. Macht man ja mit den Freundschaften auch so, warum muss das bei einem Date mit einem Mann anders sein? Ich nehme es weder persönlich oder habe das Anliegen so gut es geht mein Geld zu sparen. Ich erlebte es ein paar Mal, dass auch eine Einladung nichts zu bedeuten hat. Kann auch anders laufen, aber muss nicht.

Genauso verhält es sich mit in den Mantel helfen oder die Tür aufhalten. Ja, ich mag den klassischen Gentleman, aber auf der Suche nach einem Mann, ist das kein Kriterium. Wenn ein Mann das von sich aus immer macht, kann er das auch gerne weiter machen. Tut er das hingegen um einer Frau zu imponieren und legt beim zweiten Date ein anderes Verhalten wie beim ersten zu oder betreibt das in einer Beziehung überhaupt nicht mehr, soll er es doch bitte lassen. Das Rollenspiel der Täuschung des tatsächlichen Verhaltens, wirkt dann nur noch lächerlich. Kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen. Beim ersten Date hielt ein Mann mir noch die Tür auf, beim zweiten Date eilte er voraus und ich stand da vor einer ungeöffneten Tür und meinen Mantel zog ich dann auch wieder allein an. Der erste Eindruck war also nicht der Beste.

Ganz schlimm erschienen mir auch immer die Exemplare, die die Einstellung vertraten, das Frauen sich doch in der Regel mit dem Haushalt beschäftigen sollten. Hallo 50er, kann ich da nur sagen. Die anfallenden Aufgaben des Alltags werden geteilt. Beide gehen in der Regel arbeiten und wie viel Sinn macht es bitte, wenn immer nur einer von beiden kocht oder den Haushalt dazu noch managt? Keinen. Es mag Frauen geben, die gern Heim und Herd an sich reißen, wie es Brain (aus Pinky und der Brain) mit der Weltherrschaft tat, aber auf Dauer werden sie genervt sein und fangen an zu meckern, das Mann nichts macht. Und wenn er was macht, wird er schlichtweg nur kritisiert und schmeißt das Handtuch, weil Frau der Meinung ist, er macht es nicht richtig, dass aber jeder eine eigene Herangehensweise und Vorstellung der Durchführung hat, bedenken die genervten Frauen selten. Typisch für die Generation unserer Eltern und Großeltern und eigentlich sollten wir daraus lernen und es anders machen. Muss ja nicht so sein, aber mir ist es in meinen 32 Jahren schon begegnet. Ich ertappte mich auch schon dabei.

Das Thema Verhütung ist ein wichtiges Thema und wird bei Männern gänzlich vergessen oder nur phasenweise praktiziert. Um Himmelswillen, ich will das nicht verallgemeinern, aber ich erzähle aus meinen Erfahrungen und den meiner Freundinnen! Und die Feststellung war die Gleiche: Verhütung ist ein unbeliebtes Thema bei Männern. Sie verlassen sich da meistens auf uns, denn Männer haben ja nur das Kondom als Verhütungsvariante und Frauen können auf viele Weisen verhüten. Wir, als Vulvainhaberinnen können uns Pillen einschmeißen, Verhütungsringe oder Spiralen einsetzen, können uns Hormonspritzen oder Hormonstäbchen verpassen lassen oder nehmen un-idealerweise gar nichts. Sobald wir gar nichts nehmen, bricht für Männer eine Welt zusammen. Wie du nimmst nichts? Ja, ich nehme nichts! Wir müssen Kondome verwenden. Als wenn Pille und Co vor Geschlechtskrankheiten schützen! Hallo! Es hakt doch gewaltig bei euch! Als wenn Penisträger vor Reinheit strotzen würden und nur wir Frauen die Höhle des Schreckens bewirten. Es gibt nicht nur Aids. Schon mal von HPV, Chlamydien und dergleichen gehört? Das bekommt Frau nicht vom Vibrator! Also wenn ihr wirklich imponieren wollt, dann doch gerne mit griffbereiten Kondomen. Ich glaube kaum, das Frau heutzutage noch glaubt, das ihr nur auf das eine aus seid – Nein, das man auf seine Gesundheit achtet, imponiert mehr als eine offen gehaltene Tür!

Also, Pseudo-Gentleman-Verhalten, veraltete Ansichten in punkto Rollenverteilung und Verhütungsansichten ruften bei mir meistens wieder ein Fluchtverhalten aus. Und da gab es noch mehr …

Kommen wir zum Klugscheißer & Sprücheklopfer. Der Klugscheißer glaubt er hätte das Wissen mit Löffeln gefressen, gibt es auch unter Frauen, kenne ich auch genug Beispiele. Der Sprücheklopfer bemerkt vor lauter Sprüchen nicht, wie dumm sein Verhalten ist und wie schnell ihm die Frauen wieder weglaufen. Den Klugscheißer interessiert die Meinung der Frau nicht wirklich, er überlegt sich insgeheim, sie wieder in die Stille zu labern. Anstatt zu hinterfragen, kontert er nur. So wurde ich meistens gekonnt wieder vergrault. Da hat man keine Freude am Diskutieren, da möchte man nur Kopfhörer aufsetzen und Musik hören. Einen Sprücheklopfer der besonderen Sorte begegnete mir im Herbst des vergangenen Jahres. Beim ersten Date dachte ich noch: gut der ist aufgeregt, da labert man halt ein wenig Müll. Doch Date Nummer 2 beendete ich schon nach gut 45 min. Mehr blöde Sprüche, permanentes beurteilen von Menschen um uns herum, sodass mir nichts anderes übrig blieb als ihm meine Meinung zu sagen und dann einfach nur noch das Weite zu suchen.

Wenn man das liest, könnte man sich fragen: Was date ich da immer? Da gab es genug normale. Ich begegnete ihnen nur meistens zum falschen Zeitpunkt, sodass nix daraus oder zumindest nix festes daraus wurde.

Ich bin gespannt was mir noch so über den Weg läuft …

Real Single Life

Mit dem Single-Leben ist es wie mit einem Soloalbum in der Musik. Um dich herum die ganzen Bandalben, Compilations und Best of’s und dann bist da du – das Soloalbum!

Als Single bist du entweder erfolgreich dabei oder erfolgreich daneben. Soll bedeuten: Du singelst dich erfolgreich durch dein Leben, wenn du immer mal wieder was am Laufen hast, auch sonst ganz zufrieden mit deinem Leben bist und auf dein Umfeld zufrieden wirkst. Jackpot! Du weißt wer du bist und was du willst, aber so wie es läuft ist es auch ok, sollte sich mal was festes und vielleicht auch etwas, das bis zum Ende deiner Tage hält ergeben, dann wäre das ok. Bist du jedoch Single und hast das Gefühl nicht vollständig zu sein? Dann wird diese Phase deines Lebens, in der du auf dich allein gestellt bist erstmal eine der schwierigsten Phasen deines Lebens werden. Denn du musst zusehen wie du im Leben zurecht kommst. Denn davor wurden Entscheidungen im WIR getroffen. Alles wurde in einem WIR entschieden, wirklich alles! Am Anfang hast du einen Scherbenhaufen voller Entscheidungen für dich selbst zu treffen. Angefangen vom Lebensmitteleinkauf bis zur Urlaubsplanung. Du planst ab sofort, aber auch nur „erstmal“ für dich allein. Zumindest erscheint es irgendwie erstmal so …. Kann natürlich auch anders laufen!

Sich mit einem anderen Menschen vollständig zu fühlen, empfinde ich als eine orientierungslose Merkwürdigkeit des Menschen an sich. Ich hab mich nie vollständig mit einem zusätzlichen Menschen an der Hand gefühlt. Ich bin bisher auch mehr Single als liiert gewesen, aber selbst da hatte ich ja jemanden an meiner Seite, der mich unterhielt, zum Teil ähnlich dachte, ein paar Gemeinsamkeiten mit mir teilte und mit mir schlief. Ich war aber immer noch ich – ein Individuum! Ich würde auch sagen, die Misere mit dem einsam oder dem vollständig sein fühlen, begann damit als wir das erste Mal Sex hatten. Oder? Ohne ihn lief alles normal. Als wir anfingen miteinander Sex zu haben entglitt uns alles.

Es war für uns alle ein ganz besonderes Lebensereignis. In unserem jungen Dasein katapultierte sich dieses Ereignis zur Nummer eins aller bisher erlebten Dinge! Wir knutschten, liebten und hatten auf einmal eine Sehnsucht nach einem anderen Menschen, der das alles mit uns praktizierte. Irgendwann entstand aus Sehnsucht, und nachdem wir verlassen wurden oder verlassen haben, der Liebeskummer. Wir fühlten uns auf einmal einsam und auch auf eine absurde Art unvollständig. Dieses Gefühl – jedenfalls bin ich der Meinung – hat sich die Erinnerungsabteilung unseres Gehirns blöderweise gemerkt. Seit dem wirken wir, wenn wir allein irgendwo erscheinen, auf andere Menschen unvollständig. Sollten euch Menschen begegnen, die Single sind und zufrieden wirken, dann gehören die zu der ersten Gruppe, die ich weiter oben beschrieben habe. Die anderen, die untröstlich sind mit ihrer Situation, die kriegen irgendwie nichts so recht gebacken in ihrem Leben. Für sie ist das Allein sein eine Herausforderung an sich, der sie sich ungern stellen, denn dann müssten sie sich ja mit sich selbst beschäftigen – HOLY SHIT!

Ich übertreibe nicht, aber wie oft wurde ich privat oder beruflich gefragt, was ich eigentlich immer alles so mache, es kann ja nicht viel sein, weil ich ja Single bin! Ich kann mich sehr gut mit mir alleine beschäftigen, empfinde mein Singledasein nicht als einsam. Ich interessiere mich für eine Vielzahl von Dingen und Themen und ich gehe ja auch arbeiten!

Einsamkeit heißt doch, sich mit niemanden verbunden zu fühlen und niemanden zu haben. Wäre es nicht beleidigend, wenn ich meine Familie und Freunde hier ausschließen würde? Die würden sich doch fragen, warum ich mich dann überhaupt noch mit ihnen abgebe?

Einsamkeit und Allein sein, sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Wie High Heels und Turnschuhe. Wir verbinden beides oftmals mit den Menschen, die Single sind. Single sein ist eine andere Herausforderung als liiert zu sein. Die Liierten müssen mit noch einem Individuum in ihrer Nähe klar kommen. Mir kann keiner erzählen, dass sie nicht einen Teil von sich in den Hintergrund stellen um Platz für einen anderen Teil eines anderen Menschen zu schaffen. Man möge mich kreuzigen, wenn dies nicht stimmen mag. Dagegen spricht nichts, denn wie möge das Konstrukt Partnerschaft auch funktionieren, wenn man nicht den einen oder anderen Kompromiss eingeht. Das wäre wie, wenn wir gegen Wände laufen würden und nie checken: Da ist ne Wand und da geht es halt nicht durch.

Singles wird oft fehlende Kompromissbereitschaft unterstellt. Ich liebe Kompromisse, wenn sie sinnvoll sind. Wenn sie sich positiv auf das miteinander auswirken. Eine Beziehung, die nur auf Kompromisse beruht, sollte schnellstmöglich aufgelöst werden. Das ist wie auf heiße Herdplatten fassen und immer wieder vergessen, dass man sich im Umkehrschluss verbrennt. Ernsthaft, ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit Kompromissen, die erst ein wir ergeben, glücklich wird. Vor allem, wenn nur einer Kompromisse eingeht und der andere einen permanenten Nutzen daraus zieht. Was hat das noch mit Partnerschaft zu tun? Da will wohl eine/einer nicht allein sein!

Der Kompromissberg wird ja im Laufe einer Partnerschaft immer größer. Zusammenziehen und neue Erdenbürger produzieren. Ich frage mich, ob Paare bevor sie anfangen mehr von sich zu produzieren vorher mal über Erziehung & Co. nachgedacht bzw. gesprochen haben? Denn nicht wenige Paare gehen danach wieder getrennte Wege. Erstmal herauspressen und dann schauen wir weiter – wirkt auf mich, wie Hauptsache haben, weil das ja so ist in einer Partnerschaft. Irgendwann fängt man an zu produzieren. Das macht man ja so in unserer Gesellschaft. Zwiespältig finde ich auch die Aussage „erst ein Kind hat uns vollkommen gemacht“. Achso, verstehe. Die waren vorher zu zweit also auch unvollständig. Auf den kleinen Erdenbürger kommt ne Menge zu. Hörst du, du machst deine Eltern vollkommen! Wehe, du tust etwas, dass das Eltern-Kartenhaus zum einstürzen bringt …

Ich bin weder für das Single sein, aber auch nicht gegen die Partnerschaft. Ich wünsche mir einfach mehr Respekt für die individuelle Sichtweise und Lebensweise eines jeden Menschen. Bemitleidet weder die einen noch die anderen. Und vor allem schaut euch die Menschen in der Schublade Single oder Liiert an! Nur weil jemand Single ist, heißt es nicht, dass er/sie unglücklich ist und weil er/sie in einer Partnerschaft ist, heißt es nicht das er/sie glücklich ist. Mehr Respekt und Akzeptanz. Nicht das offensichtliche sollte das Urteil über einen Menschen bestimmen, vielmehr das Dahinter.