NEW MUSIC | 01/19

Es ist April und so langsam verschwindet die Kälte und die Tage werden immer wärmer und meine Gehörgänge sind wieder aufnahmefähiger für neue Musik. Ich versinke in einem regelrechten Musikrausch! Meine Ohren und mein Herz schreit förmlich immer zu nach MUSIK! Demnach möchte ich meine Entdeckungen mit euch teilen.

Lea Porcelain – I AM OK

Liebe auf den ersten Ton und der Refrain ist so kraftvoll und animiert mich immer wieder bei jedem Hören mitzusingen.

Jade Bird – I Get No Joy

Stimme, Musik und sowieso. Ich war beim ersten Hören so hin und weg, dass ich unbedingt ins Album reinhören musste und schwups hatte ich es auf Spotify runtergeladen!

Billie Eilish – bad guy

Ich glaube jeder kennt sie und irgendwie kennt jeder einen Song von ihr. Was früher Britney Spears für mich war ist heute Billie für die Teenie-Generation der 10er Jahre. Die Videos sind halbe Kunst, keine offenherzige Bekleidung zur Präsentation der weibliche Geschlechtsmerkmale. Alles save. Billie ist ein unikat und hat Erfolg damit – sei ihr mehr als gegönnt.

Fil Bo Riva – Go Rilla

Ich bin ein Fan-Girl von ihm seit mir KILLER QUEEN um die Ohren geflogen ist. Nun endlich ist im März sein Debütalbum erschienen. Eine gefühlte Ewigkeit habe ich auf das Album gewartet und im Mai seh ich ihn dann endlich Live. Hört rein und verliebt euch genauso wie ich in seine Musik!

Hozier – Movement

Hozier ist zurück! Den kennt ihr doch noch oder? Take me to the Churchwar ein Hit. Lief ständig im Radio. Lange war es still um ihn und nun meldet er sich mit einem neuen Album zurück. Klingt genauso gut und wird auch diesemal in den Playlisten der Radiosender rauf und runter laufen!

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Florence & the Mashine

Am Donnerstag war es soweit. Endlich mal Florence Welsh mit Band live sehen. Die bezaubernde, leichtfüßige Fee der Musikwelt gastierte an diesem Abend in der Mercedes Benz Arena.

Video by carlos doll/youtube

Ich bin kein Fan von großen Hallen. Ich mag es eher klein, gemütlich & etwas süffig. Doch Florence holte uns an diesem regnerischen Tag in Berlin zu einer mit Liebe erfüllten Konzertnacht ab. Diese zauberhafte Frau, die wie eine Fee über die Bühne schwebte und …

Doch erstmal zum Support Act. Afrikanische Trommeln gepaart mit Eurodance-Trash. Meine Freundin und ich kamen aus dem „Oh Gott oh Gott“- Gefühl nicht raus. Mit dem Gefühl waren wir nicht allein. Auf manch anderen wirkten die Young Fathers beeindruckend. Nun gut. Bis auf das Schlagzeug kam der Rest vom Band. Ich steh solchen Acts immer sehr zwiespältig entgegen. Das war definitiv nicht unsere Musik. Dann lieber Eiffel 65 – Sorry!

Die Umbaupause dauerte und dauerte. Das Bühnenbild strahlte vor Holz. Alles war aus Holz. Ein Vintage-Traum aus Holz. Die optische Erscheinung von Florence strahlt nur so vor 60/70er Jahre Flair. Wie konnte man glauben, dass die Bühnendeko anders ausschauen würde?

Und dann gings los. Die Musiker ihrer Band betraten nach und nach die Bühne. Nahmen ihre Plätze ein. Und dann schwebte Florence aus dem Schattenreich der Holzdeko ins Licht der Scheinwerfer. Sie trägt ein umwerfendes Kleid. Ihre graziöse Silhouette bringt das Kleid ganz bezaubernd zur Geltung. Ich bin verliebt in ein Kleid.

Barfuß bewegt sie sich tänzelnd zum ersten Song June. Ihre Stimme ist kraftvoll, sie trifft die Töne punktgenau. Die Bühne ist ihr Minenfeld. Ein Minenfeld des Staunens. Wie eine Ballerina tritt sie anmutig auf jede Mine und es wird eine musikalische Feenstaub-Explosion ausgelöst.

Sie spielte viele bekannte Songs. Mir fehlten meine Lieblinge, aber man kann ja nicht alles vom erste Album spielen, wenn es noch mehr Alben gibt, die auch erwähnenswerte Songs beinhalten.

Irgendwann richtet sie ein paar Worte an die Besucher, an Berlin und zum Brexit. Sie bat um Liebe im Publikum. Um das wegstecken des Telefons und an dem heutigen Abend einen tollen Moment zu erschaffen.

Wir tanzten, sprangen und sangen. Hoben unsere Arme in die Höhe und kurz hatte ich das Gefühl, dass Florence da auf der Bühne, wie eine Anführerin einer Sekte wirkt. Aber eher liebenswürdig, mit Feenstaub und unendlichen Liebesbotschaften an die Menschheit. Man kann sie nur packen und lieb haben. Sie rannte ums Publikum herum, hielt die Hände der ersten Reihen, verströmte Liebe und bekam dankende Fans.

Mein Herz erwärmte bei der Ansprache zum Song Patricia, den sie Patti Smith widmete. Wieder eine Patti-liebende. Danke dafür!

Florence absolvierte eine ONE-WOMAN-Tanzshow. Sie ist ein Bühnenmensch. Sie bewegt sich gekonnt, feminin und anmutig zu ihrer Musik. Und immer wieder dieses Kleid. Ich fühlte mich wie das kleine Mädchen aus ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH, dass so verrückt nach Einhörnern ist. Jetzt suche ich nach einem Kleid, dass so ausschaut wie ihres.

Ein tolles Konzert. Ich könnte nur noch Florence & the Mashine hören!

Auch wenn sie, zum Leidwesen meiner Freundin, You’ve got the Love nicht spielte, kann ich absolut gar nichts an diesem Konzert kritisieren … na gut, vielleicht die Vorband …

Top 10 |Female Artists

Es gibt insgesamt eine handvoll Alben von weiblichen Künstlerinnen, die ich auch noch, aus dem FF, auf meinem Sterbebett aufzählen würde. Alle eine Perle für sich. Alle bedienen ein anderes Genre. Und jedes hat eine Bedeutung für mich.

Amy Winehouse – Back to Black (2006)

2006 wurde ich 20 und Back to Black bereicherte in diesem Jahr meine Plattensammlung. Ich begann in dem Jahr meine erste Ausbildung. Lernte viele neue Leute kennen und Amy schenkte mir irgendwie einen Soundtrack für mein bis dato noch schmerzendes Herz. Das sich nach der Trennung von meinem ersten Freund irgendwie nicht erholen wollte. Ein Album voll gepackt mit Schmerz, emotionalem Tiefgang und einer bewegenden Ehrlichkeit.

Dido – No Angel (1999)

Dieses Album habe ich mir erst knapp zwei Jahre nach dem eigentlichen erscheinen gekauft. Der Song HERE WITH ME kreiste knapp zwei Jahre in meinem Kopf umher. Als das Album erschien, liefen auf den Musiksendern der Nation überwiegend Videos von Britney & Co. Dido war da eine gesunde Abwechslung und ich verliebte mich promt in ihre Musik. Nicht all ihre Alben sind so gut wie NO ANGEL, aber hörenswert. Mein Gehör öffnete sich hierbei für TripHop und melancholischen Pop. Ich kannte ja nur Bubble Gum Pop. Ein ruhiges, poppiges, mit leichter Traurigkeit durchflutetes Album. Musik, die man an verregneten Sonntagen hört. Im Mai sehe ich sie endlich live und gespannt, ob die Magie der Alben auch live die gleiche Wirkung erzeugen.

Alanis Morissette – Jagged Little Pill (1995)

Das Video zu IRONIC suchtete ich 1996. Der Song, den auch heute noch jeder mitsingen kann. Zu den Song hab ich keine bestimmte Geschichte, aber ich kann sagen, dass der Song über die Jahre immer mehr an Bedeutung dazu gewonnen hat. Damals in den neunzigern verstand ich nicht worüber sie sang. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt auf die vierfach geklonte Alanis zu schauen. Ihr Album Jagged Little Pill kaufte ich mir gut 6 Jahre später. Mittlerweile ist es eins meiner Lieblingsalben. Es ist der Soundtrack, schon alleine wegen YOU OUGHTA KNOW, für den Zustand einer verlassenen Geliebten. Singer/Songwriter gepaart mit Alternative Rock und viel Mundharmonika.

Pink – Funhouse (2008)

FUNHOUSE von Pink hat sich hier irgendwie eingeschlichen, weil ich es nennenswert finde. Für mich ist es ihr bisher bestes Studioalbum. Nicht nur, weil ich sie mit diesem Album live sah. Jeder Song ist hörbar, nicht wie auf den anderen Alben. Da habe ich das Bedürfnis skip forward zu drücken. Thematisch geht es hier um die Trennung ihres Ehemanns, der ja mittlerweile wieder ihr Mann ist usw … Ob es am Trennungsschmerz lag, dass es so gut wurde? Vielleicht. Funhouse mag ich jedenfalls sehr und ich erinnere mich gern an das Konzert von 2009 zurück.

TLC – CrazySexyCool (1994)

WATERFALLS, ebenfalls ein Video, das ich rauf und runter schaute. Das HipHop Trio von Übersee machte mehr Schlagzeilen als Geld mit ihrer Musik. Jeder Erfolg rief einen Schatten hervor. Erst Jahre später führte ich mir dieses Album zu Gemüte. Es ist für mich eins der besten HipHop/RnB/ Soul Alben von Frauen aus den 90ern. Ich mag es sehr, höre es immer wieder Mal und realisiere, dass TLC eigentlich eine der ersten weiblichen Girlgroups waren.

Tori Amos – Little Earthquakes (1992)

Tori Amos gehört zu den weiblichen Solo-Künstlerinnen überhaupt. Über Alanis Morissette kam ich auch zu Tori Amos. Little Earthquakes, ihr Debütalbum, mochte ich hierbei besonders. Es erschien 1992 und entdeckte es erst über 10 Jahre später für mich . Leider gibt es kein wirklich brauchbares Video von GIRL meinem Lieblingssong auf der Platte. Daher das komplette Album. Immer wenn ich Tori Amos höre, will ich mit dem Klavierspielen anfangen. Und denke und schreibe dennoch nur davon. Ich finde ihren Sound einzigartig. Sie ist eine Singer/Songwriterin mit einem Klavier.

Janis Joplin – Pearl (1971)

Ich liebe Janis Joplin und mehr brauch ich gar nicht sagen. Naja, vielleicht doch ein bisschen. Die gute sah aus wie ein Hippie, war ein Beatnik im Herzen und lebte das Leben eines Rockstars. Sex, Drugs & R’n’R! Starb jung, weil sie exzessiv lebte. Ihre Musik unverwechselbar und einmalig. Blues, Rock, ein bisschen Folk – Janis bediente jede Musikrichtung. Pearl wurde zu ihren Lebzeiten nicht ganz fertig, weil die ihr überraschender Tod dem Release zuvor kam. Es wurde dennoch veröffentlicht und macht sie somit zur Legende. Janis ist für mich eine der wichtigsten Frauen in meinem Leben. Ich glaube es gibt keine Künstlerin von der ich mehr als 5 Biografien gelesen habe und keine mit der ich mich im Herzen so verbunden fühle wie sie.

Patti Smith – Horses (1975)

Auf Patti Smith wurde ich vor knapp 10 Jahren aufmerksam. Ich hörte Horses auf einer Homeparty und war hin und weg. Sie wird als Godmother of Punk betitelt, schreibt tolle Bücher – allen voran JUST KIDS, ihre Bio – hat live auch jetzt mit über 70 immer noch Präsenz und nicht an Glanz verloren. Horses wirkt wie ein Gedichtband einer jungen rebellischen Frau, den man sich auch ins Bücherregal stellen kann.

Cat Power – Wanderer (2018)

Neben THE GREATEST mag ich WANDERER von Cat Power. Ein Album das gehört werden sollte, weil es ein musikalisches, zeitgenössisches, feministisches Manifest ist. Musikalisch findet man Cat zwischen Alternative Country, Folk, Pop, Rock und begleitet wird die Musik von ihrer unvergleichlichen Stimme. Der Hit des Albums ist ganz klar Woman mit Lana Del Ray im Backround. Ein Soundtrack für uns junge Frauen …

Lady Gaga – Joanne (2016)

Lady Gaga, manch einer mag sie, manch einer hasst sie. Ich mag sie. Sie ist wohl unter den ganzen jüngeren Künstlerinnen meiner Generation die einzige die an einen vergleichbaren Status wie Madonna rankommt. Mit ihrem 2016er Album hat sie es geschafft, dass ich mir das Album angehört und immer wieder anhören könnte. Eine handgemachte Platte. Nicht ganz soviel gefühlter Eurodance Trash wie auf den Vorgängern. Eine Frau mit einer kraftvollen Stimme. Eine Künstlerin der Neuzeit. Eine Ikone, die auch auf der Leinwand – A Star Is Born – eine umwerfende Performance abliefert. Preise mit Shallow – dem Titelsong des Filmsoundtracks – einheimste und doch irgendwie in jedem von uns Sympathie weckt.

Band | #1: WHAT IF I DIE

Die Musik ist meine Heimat. Jedes Mal, wenn mir eine musikalische Entdeckung über den Weg läuft, erfreuen sich meine Gehörgänge und mein Herz. Ende Februar ereilte mich eine kleine Neuigkeit über ein neues Bandprojekt. Diese Band möchte ich euch ans Herz legen.

Hören. Fühlen. Ins Herz schließen.

WHAT IF I DIE ist ein Berliner Zweimann Emo/Trambient Projekt. Bestehend aus zwei musikalischen Köpfen, die sonst in der Hardcore/EMO Szene beheimatet sind. Die beiden Herren streckten ihre Fühler weiter aus. Blickten über den Tellerrand hinaus. Verließen ihre herkömmliche Musik-Komfortzone. Sie schufen eine feine Musikperle, vollgepackt mit emotionalen und persönlichen Songs. Umhüllt von einem sanften Gitarren- und Synthesizer-Sound. Fast schwebend, kommt einem die Musik entgegen. Man darf gespannt sein auf das was da noch kommt und vor allem wie es Live dann umgesetzt wird …

I coughed Blood in the riverbed
After I saved myself
From from the floods that you pushed me in

aus dem Song Riverbed by WHAT IF I DIE

Die Band findet ihr bisher auf Instagram und Youtube.

Februar 2019

Im Februar haute mich kein Album um. Von den Enttäuschungen, die meine Gehörgänge erreichte, mag ich gar nicht erst berichten. Aber im Januar erschien ein Cover-Album von Weezer und das ist richtig gut! Auch Teal Album genannt. Weezer haben es mit Farben, insbesondere Alben nach Farben zu benennen. Grün, blau, rot, weiß und im März folgt ein schwarzes Album! Ich warte schon auf lila und pink 🙂

Weezer – Take on me

Doch zurück zum Teal Album. Weezer covern hier diverse Smash Hits aus der Musikgeschichte. Africa, Sweet Dreams, No Scrubs, Take on me und sogar Mr. Blue Sky – auch bekannt aus Guardians of the Galaxy Vol. 2 zu dem Groot ganz groovy die Holzhüften schwingt.

Ich hab schon lange nicht mehr ein so gut gecovertes Album gehört. Es klingt modern und doch verlieren die Songs nichts von der Originalversion. Lohnt sich in jeglicher Hinsicht. Gut, richtig gut! Hab ich schon gesagt, aber wirklich! Unbedingt reinhören!

The Magician’s Daughter von Mama Kin

Mama Kin – Rescue

Auf Spotify gibt es eine Playlist, die ich unglaublich gerne höre. Der Song Rescue von Mama Kin hat es mir besonders angetan. Ich lauschte also mal in das dazugehörige Album rein und verliebte mich augenblicklich.

Mama Kin ist eine australische Singer/Songwriterin, die folklastige und melodische Musik macht. Sie benannte sich nach einem Song der Band Aerosmith. Das kann man überall im Netz lesen, wenn man sie googelt. Bisher hat sie nur zwei Alben veröffentlicht. 2010 erschien Beat and Holler und 2013 eben The Magican’s Daughter.

The Magican’s Daughter ist das Album, dass man gerne morgens nebenbei laufen lässt um in den Tag zu kommen. Es beginnt ganz smoothy mit Rescue. One Too Many wirkt belebender und die Müdigkeit schwebt zurück ins Traumland. Man möchte mitsingen und mittanzen. Mit Red Wood River verläuft es ähnlich. Lebendig und schwingend, wippt man im Takt. Bosom Of Our Bed holt einen dann wieder auf den Boden des Alltags und man bekommt kurzzeitig das Gefühl, sich wieder ins Bett zu legen, bevor Was It Worth It einen zur Kaffeemaschine treibt und die Sehnsucht nach Schlaf ins Nirgendwo katapultiert. Give Me A Reason groovt gut und man tänzelnd damit gut zur Haustür und auf geht’s in den Großstadtdschungel. Der Asphalt dient als Catwalk des Lebens und The Fire ist hierfür der beste Soundtrack. Kopf hoch, Brust raus und ein Fuß vor den anderen. The River As She Runs holt einen wieder runter, wenn man in der Tram oder ähnliches Platz nimmt. Ein Blick aus dem Fenster, die Straßen an einem vorbei rauschen und Gedanken in Seifenblasen stecken. Cherokee Boy unterstützt die Nachdenklichkeit und man dreht unaufhörlich Runden im Gedankenarussell bis I’ll Be Ready einen da wieder rausholt und man das Gefährt verlässt und in den Tag verschwindet.

Gisbert zu Knyphausen

Noch viel Spaß mit deiner Zukunft
Ich will sehen, wie du an ihr zerbrichst
Ein herzloses Gedankenspiel
Ich weiß. Ich weiß. So nicht

Ich habe gehört, was du gesagt hast
Ich suche nur noch nach dem Weg zurück
Er muss hier irgendwo zu finden sein
Mein Los, mein Ziel, mein Glück

Bereust du deine Sehnsucht?
Du stehst blind in einer offenen Tür
Ich habe mein Herz ausgekugelt für dich
Wofür? Wofür? Wofür?

Die Pistolen sind im Anschlag
Denn eine bessere Waffe finde ich nicht
Lasst den Krieg in meinem Kopf beginnen
Hurra! Hurra! So nicht
So nicht, so nicht, so nicht

Bitte bleib hier
Bitte bleib hier
Bitte bleib hier
Sonst bist du weg

Bitte bleib hier
Bitte bleib hier
Bitte bleib hier
Sonst bist du weg

(Songtext: Hurra, Hurra ! So nicht vom Album Hurra, Hurra! So nicht)

Der hessische Musiker Gisbert zu Knyphausen, gastierte am 10.02.19 mit seiner Band im Berliner Kesselhaus. Gut 8 Jahre habe ich gebraucht um endlich mal ein Ticket zu kaufen…

Als Vorband spielten pünktlich ab 20 Uhr für 30 min die Yippie Yeahs, sie begleiteten Gisbert und seine Live-Band die ganze Tour über. Doch recht melancholische Texte, schmusig-poppig verpackt und irgendwie sehr provozierend dem Bandnamen gegenüber.

Gegen 21 Uhr betritt Gisbert mit Band die Bühne. Wer die Texte von ihm kennt, weiß meistens sind sie tiefgründig und versinken in Melancholie. Der leise, aber präsente Gitarrensound, der sonst alleine auskam, wird nun von weiteren Instrumenten unterstützt und kann sich in Form eines Bandkollektivs durchaus sehen und vor allem hören lassen. Ein bunter Mix aus alt und neu. Song anderer Bandprojekte von Gisbert erfreuen ebenso das Publikum. Wenn ruhige Nummern gespielt wurden, verstummte sogar das Barpersonal und man hörte keine klirrenden Gläser. Keine ausschweifenden Gespräche im Publikum. Jeder schaute und lauschte nach Gisbert und seiner Musik. Das Kesselhaus erinnerte an diesem Abend an einen Besuch auf einer Ausstellung. Schweigend, beobachtend und die Kunst auf sich wirken lassen … Schön. Gerne wieder.