Die Liebe gleicht KEINEM Hollywoodstreifen

„Es ist nicht leicht, wirds nie sein, es wird schwer sein, wir werden jeden Tag hart daran arbeiten müssen, aber das will ich, weil ich dich will, ich will dich ganz und gar, für immer Dich und mich, an jedem Tag“

 – Noah, einer der Protagonisten aus dem Film

WIE EIN EINZIGER TAG nach einem Buch von Nicholas Sparks

Liebesfilme sind wie der in Sauerstoff getränkte Atemzug unserer Herzen. Sie erinnern uns an das schöne und liebenswerte einer Liebe oder dem bis ins Mark erschütternden Moment, wenn uns das Gefühl der Verliebtheit durchflutet.

Doch die Liebe ist in Berlin anders als in Hollywood. Hier steht nicht mitten in der Nacht Johnny Depp vor deiner Tür und hämmert mit seinen Fäusten die Restenergie des Tages aus sich heraus um dich unbedingt sehen und fühlen zu wollen. Nein, hier in der Berliner Realität passiert so etwas nicht. Hier wird die Liebe so schnell gelebt und beendet, wie ein Besäufnis in einer schäbigen Eckkneipe. Die Liebesbekenntnisse gleichen dem Wert eines 5 DM Stücks. Man ist schnell frustriert von dem Angebot der sich im realen und in der virtuellen Welt anbietet. Man muss Aschenputtel spielen – die guten ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen!

Wo sind die Romantiker geblieben? Man lernt ja nur noch liebeshungrige Sonderlinge kennen. Zeit hat keiner mehr. Verbale Kommunikation findet so lange statt bis man Bettlaken sieht und fühlt. Manche Männer gleichen einem Spritzkuchen – außen süß und unwiderstehlich und im inneren befindet sich nichts als Luft.

Wie schön wäre es, wenn tatsächlich mal jemand das kitschige Niveau eines Liebesfilms erreicht und dich im Regen leidenschaftlich küsst! Liebe gleicht so selten dem was wir hoffen und uns wünschen. Der Zufall beschert uns mal das Glück, dass meistens wie der Sand in einer Sanduhr durch unsere Finger gleitet und dann stehen wir da, auf einem Berg Sand und hinterlassen Fußstapfen der Enttäuschung. Doch was nährt unseren Mut? Die Hoffnung. Hoffnung ist wie ein Lebenselixier. Nehmen wir einen Schluck, werden wir so unerschrocken der Liebe gegenüber, dass wir immer weiter gehen. Selten zurück blicken. Wir beseitigen die Trümmer mit unserem Mut und unserem Vertrauen, dass es irgendwann mal klappt…

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Von sexuellen Missverständnissen und männlichen Fehlschlägen

Ich singel mich durchs Leben in einer Großstadt. Ob es mir in einer Kleinstadt anders ergangen wäre? Etwas, was ich nicht mehr erfahren werde. Da ich nicht wegen einem Studium (ich studiere ja nicht) woanders hinziehen werde, geschweige gewollt in eine Kleinstadt umziehen werde. Ich bleibe in Berlin. Meine Heimat und Herzensstadt.

Männer sind wie ein Glas Wasser. Man fängt an aus ihm zu trinken und fühlt sich erfrischend wohl und am Ende bleibt die Leere und der fade Geschmack! Ich bin keinesfalls liebesresistent, aber rückblickend frage ich mich manchmal, mit was für Exemplaren ich mich da verabredet habe. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Definitiv! Wenn da dieses aber nur nicht wäre …

Da gab es die beständigen Liebhaber, die eine Weile blieben und dann wieder einverständlich gingen, dann gab es die selbstbestimmten Liebhaber, die kamen und gingen wann sie wollten – Naja, von denen trennte ich mich ganz fix! Die unentschlossen Liebhaber ließen mich immer wie ein Fragezeichen stehen, weil bei ihnen immer ein Funken Hoffnung auf etwas festes im Raum stand. Zurück blieb ein zerfetztes Herz und ein wütendes Ich. Um die unentschlossenen mache ich mittlerweile einen großen Bogen. Sie gleichen einem Virus, der einen krank macht.

Wieviele Stunden ich schon in der Gemüseabteilung verbracht habe, in der Hoffnung, nach dem Apfel greift auch der Eine. Im Baumarkt hab ich es auch mal probiert, aber da halten sich in der Regel Herren jenseits der 35 auf. Wer schnell und unkompliziert mal eben kurzfristig Langeweile bekämpfen will, der gehe in eine Bar oder Club. Für mehr dienen diese Venues nicht. Selbst Konzerte gleichen einem Gral der Frustration. Dunkelheit und schubsende Zeitgenossen die nach alkoholischen Getränken gieren – als wäre die Bar ihr Messias. Der Parkaufenhalt, sobald die Temperaturen auf dem Thermometer wieder steigen, ist auch nicht zwingend die beste Option. Die Wiesen bestehen aus Pärchen, die den Platz wie Blumen einnehmen und die dazu passenden Kinder sind die Blütenstaub sammelnden Bienen. Die einzelnen Single Exemplare, vergraben sich einem dicken Wälzer und wirken nichtssuchend.

Dating-Apps hingegen sind praktisch, aber gleichen qualitativ einem Labyrinth vollgepackt mit Niveaulosigkeit und Primitivität, dass erst nach Stunden des Umherirrens etwas abwirft. Ob der Gewinn vielversprechend ist, zeigt sich in der Regel nach den ersten Sätzen.

Was ist mir dann beim daten aufgefallen? Meistens geht man dann abends etwas trinken oder essen. Vom abendlichen trinken gehen, kann ich nur abraten. Zu oft findet man sich dann in einer Situation wieder, die man so nicht geplant hat. Meistens in einem fremden Bett mit einer Erfahrung auf die man auch gern verzichtet hätte. Oder beflügelt mit neuem Selbstbewusstsein. Da bestehen keine Grenzen. Essen gehen kann ich nur empfehlen. Man lernt die kulinarischen Vorlieben und die Tischmanieren kennen. Aber am Ende stellt sich die Frage – wer zahlt? Als moderne Frau der Neuzeit, hab ich kein Problem damit selbst zu zahlen. Die Herren hingegen lassen sich in vier Typen des Bezahlens einordnen.

  • Typ 1: er zahlt aus Höflichkeit, weil er es von Haus aus so kennt. Achtung! Hier lässt sich schlecht einschätzen, ob es ein zweites Treffen geben wird. Da er immer höflich bleibt und kein Anschein von Desinteresse vermittelt.
  • Typ 2: er zahlt, weil er ein Ziel verfolgt. Nämlich dich noch am gleichen Abend ins Bett zu kriegen. Diese Herren der Schöpfung sind leicht zu durchschauen. Finger weg!
  • Typ 3: er zahlt, weil er dich wirklich sympathisch findet! Jackpot Baby! Knutschen zum Abschied erlaubt, aber nur in einer kleinen Dosis! Date Nummer 2 ist in der Regel garantiert.
  • Typ 4: ihr zahlt beide getrennt, er ist vielleicht unentschlossen oder du zu schnell mit der Geldbörse am Start. Dieser Typ Mann begegnete mir zu selten um ein abschließendes Urteil abzugeben.

Dann gibt es noch die Rubrik sexuelle Missverständnisse. Berauscht vom Date und gegenseitiger Sympathie passiert dann doch mal der eine oder andere One Night Stand. Hierbei muss vorher unbedingt geklärt werden, ob wirklich nur eine Nacht angedacht ist. Meine Erfahrungen der frühen zwanziger, waren da sehr lehrreich. Klar, man weiß ja in den seltensten Fällen wohin die Reise gehen soll, aber eine kurze Klärung ist hilfreich. Die Frage, ob man dann zum Frühstück bleibt erschließt sich von selbst – Nein!

Klar, es gibt des öfteren männliche Fehlschläge, aber selbst die haben ihre Daseinsberechtigung… Irgendwie. Wie soll man sonst heraus finden, was einem gefällt und was man eigentlich vom anderen Geschlecht erwartet.

Nostalgische Erinnerungen eines entwachsenden Twentysomethings

Ich liebe Musik. Vor allem Konzerte und die Menschen die Musik zum Leben erwecken. Die Künstler, die ihr Herz in einen Song stecken und ihn mit Gesang und instrumentaler Begleitung dekorieren, fand ich schon immer bewundernswert. Die Köpfe, die hinter all den märchenhaften Melodien und bewegenden Texten stehen.

Schon von klein auf begleitet mich die Musik. Sie ist mein Lebweiser. Der rote Faden in meinem Leben. Meine Therapie und der Anker im Alltag. Meine Genre übergreifende Sammlung von verschiedenen Tonträgern war Jahre lang mein ganzer Stolz. Bis ich sie gekillt habe. Was bleibt sind die Erinnerungen an die Zeiten, in denen ich vor dem Media Markt, in meiner damaligen Wohngegend, wartend da stand, bis die Pforten sich öffneten. Ein neue Platte in den Händen zu halten, sie an der Kasse zu bezahlen und zuhause im heimischen Player anzuhören, erinnert mich immer wieder an die unbeschwerten Jahre meiner Jugend (was für ein Kitsch).

In meinen beginnenden Zwanzigern hab ich sogar mal was mit Musik gemacht. Ich habe Konzerte organisiert. Kleine, feine Konzerte in den kleinsten, abgeranzten Locations von Berlin. Ich war Bookerin für eine Band. Doch irgendwann verlief sich alles im Sand. Mit Musik hab ich nur noch soviel am Hut, dass ich auf Konzerte gehe und meinen Spotify Account täglich mit meinen Musikwünschen belästige. Rückblickend – gut 7 Jahre später – stelle ich fest, dass das die schönste Zeit in meinem bisherigen Leben war. Ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück.

On the road mit drei sympathischen emotional poprocket Musikern!

Erst jetzt wird mir bewusst, dass ich schon damals meinen eigenen Weg gegangen bin und jetzt gut 10 Jahre später weiß ich, dass man mit Mut zur Veränderung, diesen Weg weiter gehen kann, wenn nicht in die gleiche Richtung, aber jede Ausfahrt bringt eine neue Möglichkeit!

Adieu Pille & Co.

Ich habe die Pille genommen. Dann habe ich sie ein paar Jahre nicht mehr genommen, dann habe ich wieder damit angefangen und dann zu guter letzt hatte ich den Verhütungsring. Jetzt nehme ich schon seit gut 5 Monaten nichts mehr. Der Hormonhaushalt pendelt sich nach ca. 6 Monaten wieder ein – laut Gynäkologin! Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich mich nach 5 Monaten noch nicht eingependelt fühle.  

Alles fing damit an, dass ich mir die Frage gestellt habe: Warum nehme ich den Ring bzw. davor die Pille noch? Keine feste Partnerschaft hin oder her. So entstand auch ein unnötiger Kostenfaktor einmal im Quartal, der nicht mehr sein musste. Ich konnte die Uhr danach stellen, wann ich Migräne bekam. Einen Tag vor der Blutung! Da ich nicht die einzige in meinem Freundeskreis war, die anfing sich über die Nebenwirkungen der Pille Gedanken zu machen, weil auch da Symptomatiken auftraten, die in mir argwöhnische Denkprozesse auslösten. Ich hatte zuerst überlegt, von Ring auf Pille zurück zu wechseln, habe mich aber dann doch dazu entschlossen nichts mehr zu nehmen. Die meisten Verhütungsmittel sind verschreibungspflichtig und daher ist hier immer ein/e  GynäkologeIn zu konsultieren. Beim absetzen eines solchen Präparates auch. Ich hab es nicht gemacht. Das ist jetzt auch kein Verbrechen, wenn man es nicht macht, aber man sollte schon vorher mit dem Arzt darüber sprechen.

Seit Anfang Oktober 2017 bin ich also Ring-frei und die erste Zeit war die Hölle. Ich bin erst Ende November auf den Trichter gekommen, dass meine starken Stimmungsschwanken – die dafür verantwortlich waren, dass ich eine Urlaubsreise nach Rom cancelte – von dem Absetzen des Rings kamen und wahrscheinlich auch der Freifahrtschein für Burni waren. Alles nur Vermutungen, aber durchaus Möglichkeiten, die wenn man eins und eins zusammenzählt, wie die Faust aufs Auge passen.

Nach knapp 4 Monaten hatte ich das Gefühl, dass der Hormonschleier von mir fiel. Ich habe mich selbst wieder wahr genommen. Ich habe angefangen wieder auf meine innere Stimme zu hören. Ich wurde entspannter und gereizt bin ich nur noch selten. Trotz Stimmungsschwankungen in der ersten Zeit, kann ich nach 5 Monaten sagen das meine Stimmung sich weitestgehend eingependelt hat. Die Migräneattacken minimierten sich und viele Begleiterscheinungen, wie Muskelschmerzen, allgemeine Müdigkeit usw. entschwinden so langsam …

Es ist erschreckend, wie leichtfertig jungen Mädchen einfach so die Pille verschrieben wird. Im Wachstum. Der Körper hat seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen und ich glaube, wenn man vorzeitig in diesen Prozess eingreift sind Spätfolgen vorprogrammierbar.

Ob nach einem halben Jahr (theoretisch ab Mai) alles wieder komplett normal ist, werde ich ja sehen, aber auch wenn dem nicht so … irgendwann kommt schon die Normalität in mir zurück.

Vom Singledasein und entscheidungsUNfreudigen Halunken!

Ich bin Single! Ich bekomme meistens das Gefühl vermittelt, ich sollte mich deswegen schlecht fühlen. Wenn um dich herum alle in einer Beziehung sind, heiraten, den Planeten mit neuen Erdlingen bereichern und du als Zuschauer daneben stehst, mag das zwar nicht der beste Blickwinkel mit Anfang 30 sein, aber es kann auch durchaus Vorteile mit sich bringen!

Berlin ist schließlich kein Märchenwald – gefüllt mit ehrbaren Prinzen –  sondern eine Großstadt mit entscheidungsUNfreudigen Halunken!

„Du findest schon noch deinen Deckel!“, „Irgendwann kommt der Richtige!“, „So hübsch und Single?“ – die Kette der Kommentare die mich regelmäßig erreichen, könnte ewig so weiter gehen.  Vermehrt darf man sich auch anhören „man sei doch nicht so anspruchsvoll“! Klar! Mal ernsthaft, würde ich mit 31 immer noch die Männer daten die ich mit 21 gedatet habe, dann würde ich gar keine Verabredung mehr annehmen wollen. Durch jahrelanges daten, lernt man das männliche Geschlecht gut kennen. Und ich hab hierbei einiges gelernt: 1.) man muss viele Frösche küssen, denn 2.) Berlin ist eine Großstadt und kein Märchenwald – Männer kommen nicht auf einem weißen Schimmel angeritten, sondern mit der Tram und 3.) Männer sind entscheidungsUNfreudige Halunken! Männer wissen mit Anfang 20 genauso wenig, wie mit Anfang 30. Ich hab ja Verständnis, wenn man beruflich erstmal Fuß fassen möchte und nur eine nebenbei Geschichte haben möchte – aber ernstlich Männer mit spätestens 35 sollte doch allmählich mal mit dem Nebenbeigebumse Schluss sein, oder?

Wenn wir Frauen nicht wissen was wir wollen, dann wissen Männer ehrlich gesagt gar nichts!

Ich frag mich dann immer in welchem Männerkatalog meine Freundinnen geblättert haben. Ein paar Dates und dann fanden sie sich in einer neuen Beziehung wieder! Mein Männerkatalog war beim durchblättern bisher eher enttäuschend. Wenn ich einen Mann gesucht habe, der sich eine Zukunft mit einer Frau aufbauen möchte, begegneten mir Exemplare wie „ich lass es auf mich zukommen“ oder „ich weiß nicht, ich hab mich da noch nicht festgelegt“ oder „ich hab gerade eine langjährige Beziehung hinter mir und will erstmal keine Beziehung, aber wenn sich was ergibt auch gut“ – ich frage mich, warum man uns Frauen hinterher sagt wir wüssten nicht was wir wollen? Wenn wir Frauen nicht wissen was wir wollen, dann wissen Männer ehrlich gesagt gar nichts!

Ich bin auch nicht mehr frustriert wie mit 28. Mit 31 kann ich nur noch so denken, entweder er kommt oder  er kommt nicht mehr. Ich date trotzdem fleißig weiter und erfreue mich an der Gesellschaft von abenteuerlustigen Sexgefährten, Schmusis* und philosophischen Weltverbesserern. Die Hoffnung noch einmal die Liebe zu finden, habe ich nicht aufgegeben, aber das Jagen danach reizt mich nicht mehr. Wie gesagt entweder er kommt oder er kommt nicht!

Das Singleleben hat durchaus Vorteile:

  • kontinuierliche Weiterentwicklung der Persönlichkeit
  • man hat das Bett für sich alleine
  • Rasieren ist kein muss
  • Knutschen wen man will
  • man gibt sich Mühe beim Sex
  • keine Schwiegereltern
  • keine Pärchenabende
  • keine Trennungen – als Single bleibt einem das halt erspart
  • keine Kompromisse beim TV schauen
  • den Ansporn was aus mir zu machen
  • Kochkreationen müssen nicht aufgegessen werden
  • kein Musikkonflikt

Singlesein sein heißt nicht gleich Einsamkeit! Viele Menschen glauben, nur zu zweit ist man vollständig, erfüllt und glücklich – Bullshit! Wer glaubt nur mit Partner als vollständig zu gelten, scheint von sich selbst nicht sehr viel zu halten und sollte dringend mal alleine sein für einige Zeit. Eine Partnerschaft ist wie ein Unternehmen mit zwei Chefs. Beide leisten und verdienen gleich. Ein für- und miteinander. Eine Partnerschaft macht ja auch keinen Sinn, wenn der Eine gibt und der Andere nicht. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er sein Leben gestalten will – man sollte seine Lebensauffassung nur nicht anderen aufdrücken wollen.


*Schmusis = Männer, die einem Teddybär ähneln