Alben 2018

Ein weiteres Musikjahr geht zu Ende und wie jedes Jahr sitze ich da und überlege, welche Alben mich dieses Jahr begleitet haben. Da ich sonst zu sehr ausschweifen würde, habe ich mich auf eine Top 10 festgelegt und sie hier ganz fein und säuberlich für euch niedergetippt, sowie eine Playlist auf Spotify aller Alben dieser Top 10 erstellt.



Kat Frankie – Bad Behaviour 

Bad Behaviour hat sich schon beim ersten hören in meinem Herzen verankert. Das wohl energetischste Album das die Wahlberlinerin Kat Frankie veröffentlicht hat. Bekannt ist sie eher als melancholische Singer/Songwriterin und sprengt mit Bad Behaviour sämtliche Weichen ihrer musikalischen Schaffenskunst.


The Decemberists – Once in my life

Das aktuelle Album „I’ll be your girl“ von den Decemberists ist ein wirklich guter Lauschgenuss geworden. Die Indie-Folker beschenkten uns mit einem durchweg hörbaren Album. Die Band beherrscht ihr Handwerk und schafft es immer wieder melodischen Pop mit emotionalen Balladen, gekoppelt mit energiereichen Folk-Rock zu verbinden.


Florence & The Mashine – Big God

Florence & the Mashine haben es geschafft ein Gefühl für Kunst in den Mainstream zu bringen. Kraftvolle Melodien, gute Texte und das gekonnte Spiel zwischen laut und leise. Vier veröffentlichte Alben und Florence hat immer noch etwas zu erzählen. High As Hope umgibt eine Schleier der Schwermut und Melancholie, aber deshalb ist es nicht weniger hörenswert oder liebenswürdiger als die vergangenen Alben der rothaarigen, eigensinnigen Schönheit …


Tash Sultana – Salvation

Auf Flow State von Tash Sultana habe ich sehnsuchtsvoll gewartet und wurde nicht enttäuscht. Es lief in meiner Heavy Rotatioon, wie schon die EP Notion, rauf und runter. Die zweite Australierin (ebenso Kat Frankie), die sich spielend leicht in meine Top 10 an Alben 2018 gespielt hat. Eine begandete Multiinstrumentalistin in spe! Ihre Musik versetzt einen regelrecht in einen Trancezustand – ein musikalischer LSD Trip der Extraklasse.


HONIG – Golden Circle

Honig war früher mal solo unterwegs und wurde mittlerweile zu einem noch hörenswerteren Bandprojekt. The last Thing the World needs – das neue Album schließt nun endlich den Kreis. Man hört eine Band mit jedem Song. Honig höre ich gern im Frühling und im Herbst, denn die kraftvollen Songs klingen für mich lebensbejahend und machen Lust auf was neues und die langsamen, gefühlvollen, melancholischen Schmankerl hören sich wunderbar im Herbst, aber wenn noch alle Blätter an den Bäumen sind und sich ihre Farbe verändert und die Sonnenstrahlen die Regenpfützen kitzeln, dann ist bei mir immer Honig-Time.


Fynn Kliemann schraubt und brettert eigentlich auf Youtube an allem möglichen herum. Umso interessanter wurde er für mich, nachdem er seinen ersten Song veröffentlicht hat und ein paar Monate später dann sein Album NIE. Echt, gefühlvoll, melodisch und die raue Stimme laden den Hörer ein, sich im musikalischen Kliemannsland (Kliemannsland gibts wirklich!) von Fynn umzuschauen, in seine Welt hinein zu fühlen und vor allem da zu bleiben…


Anna Calvi veröffentlichte dieses Jahr ihr neues Album HUNTER. Kennt man die bisherigen Alben der Virtuosin, wird man HUNTER lieben. Kraftvolle, emotionsgeladene Songs lassen dieses Werk strahlen. Hörenswert vom ersten bis zum letzten Ton. Männer mögen an einer Gitarre cool ausschauen, aber Anna Calvi strahlt vor Sexiness! Diese Dame emanzipiert die doch recht mit Männer übersäte Musiklandschaft!


Durand Jones & the Indications beleben den Soul der 60er zu neuem Leben. Die vergangenen Soul-Legenden haben sie gut studiert und können sich mit ihrer 2018er Version der Seelenmusik blicken lassen. Hier hört man keinen billigen Abklatsch, sondern wahre Könner. Ein Album, was ehesten Spaß macht auf Vinyl gehört zu werden. Ich möchte sofort meinen Plattenspieler aus dem Keller holen und mir eine vorzeigbare Vinyl-Sammlung zulegen!


The Gardener & the Tree sind der Exportschlager aus der Schweiz und haben Deutschland dieses Jahr so richtig für sich erobern können. Ihr Album 69591,Laxå lief immer und immer wieder, meine Kopfhörer glühten vor Sucht. Die Musikrichtung bewegt sich zwischen Folk und Folk-Rock. Leidenschaftlich und kraftvoll wird gesungen und hingebungsvoll wird den Instrumenten Leben eingehaucht.


Cat Power und ihr diesjähriges Wanderer Album bilden das Schlusslicht meiner diesjährigen Top 10. Ich bin sehr spät zu einer verlässlichen Hörerin dieser großartigen Künstlerin geworden. Der Song The Greatest packte mich und Cat gehörte von nun an zum festen Ensemble meiner kleinen Musikwelt. Wanderer verstreut mit jedem Ton Atmosphäre. Cat ist eine Meisterin der minimalistischen Töne. Egal ob Klavier oder Gitarre. Ihr verträumter Folk/Blues Sound findet leichtfüßig jeden Weg in die Gehörgänge derer, die ohne wenn und aber sich ihrer Musik und ihren textlichen Botschaften öffnen.


Playlist auf Spotify

Anbei die Playlist zu meiner Top 10 an Alben 2018. Ich bin gespannt was 2019 musikalisch so zu bieten hat. Wie schaut es bei euch aus? Was hat euch 2018 gefallen?

Werbeanzeigen

32! Wieder was gelernt!

Und wieder bin ich ein Jahr älter und ein Jahr weiser. Im Sommer habe ich einen Artikel veröffentlicht, der 31 Dinge beherbergt, die ich in 31 Jahren gelernt habe. So entsteht Stück für Stück … naja … man kann sagen, mein sogenannter Lebweiser.

Meine Denkweise hat sich dieses Jahr weiterentwickelt. Permanent begegneten mir dieses Jahr diverse Situationen oder Diskussionspunkte. Entweder regte ich mich über die altbewährten Ungerechtigkeiten dieser Welt auf, reagierte ein weiteres Jahr genervt über nicht vorhandene Prinzen und überzählige Rabauken (Warum eigentlich? Ich bin ja kein unglücklicher Single – ich bin ja nur dabei, mir einen Wegbegleiter anzuschaffen!) oder rollte mit den Augen, wenn mir Freundschaften von ihren First World Problems berichteten. Klar, die hat jeder und ich sowieso, Prinzen gibt´s nur im Märchen und ich allein werde keine Revolution anzetteln können und die Gesellschaft dazu bringen umzudenken, aber meine Antennen, waren dieses Jahr hierfür irgendwie empfindlicher als sonst. Alle sind irgendwie immer gestresst oder am laufenden Band beschäftigt! Das schlimmste kommt noch – ich wurde da irgendwie mit rein gezogen …

Jeden Tag betrinken wir uns mit dem Alltag. Leben wie ein Hamster. Wir essen, versuchen dabei krampfhaft unter der Woche alle gerade angesagten Nährstoffe und Superfoods zu uns zu nehmen, nur um am Wochenende dann wieder zu schlemmen – nicht jeder, aber einige von uns – oder? Wir bewegen uns zur Arbeit hin und wieder zurück nach Hause. Auf dem Heimweg werden Zwischenstopps wie Supermarkt, Fitnessstudio, Verabredungen mit Freunden oder was auch immer angelaufen und am Abend erfreuen wir uns über die vielen Schritte auf unserem Schrittzähler, der sich wie eine Armbanduhr tragen lässt. Am Wochende chillen wir dann doch wieder ganz cozy in unserem Onesie – die Woche war ja anstrengend genug. Wir schlafen nicht mehr so seelenruhig ein und durch – wie in der Kindheit – stattdessen befindet sich das Handy, Tablet bzw. oder Notebook in greifbarer Nähe, weil abends wird ja noch das Programm der hippen Streamingdienste runtergedudelt und im Kopf schwirrt schon die Terminübersicht für den morgigen Tag umher. Diese schöne, neue, digitale Welt erscheint mir doch irgendwie anstrengend, viel zu schnelllebig und ausgelutscht. Tag täglich bekommt unsere Umwelt ein Upgrade.  Muss das alles sein?

Das Entspannungsprogramm, wird neben der Hausarbeit, auf das Wochenende gelegt. Chai Latte in der einen Hand und den Staubsauger in der anderen Hand und es geht saugend zwischen Wäscheständer Richtung Couch – hach und jetzt entspannen – klingt wirklich sehr cozy! Zeitmanagement: 6! Setzen! Multitasking macht uns kaputt und treibt uns in die Arme von Tante Burnout!

Wie auf Knopfdruck, kommen die Skandinavier Hygge und Lagom um die Ecke – die Skandinavier scheinen die glücklichsten Menschen auf dieser Erde zu sein, die haben es voll drauf und Zimtschnecken können die auch backen. Das sind die zwei Vorzeigemodelle, wenn es um Achtsamkeit geht. Achtsamkeit wird 2018 in XXL Lettern geschrieben. Man schickt die Menschen am laufenden Band in die Buchhandlung oder sie verbrachten Stunden auf Amazon & Co. Wenn es nicht gerade Ratgeber sind, dann sind es Malbücher und Tagebücher – über das Comeback der Malbücher freue ich mich besonders, denn schon in der Schulzeit konnte sich mein pubertierendes Ich vollkommen entspannen und das funktioniert auch heute noch einwandfrei – doch nicht jeder Erwachsene kann mit dem ausmalen etwas anfangen. Die Malbücher können noch so gut auf individuelle Interessen (z.B. Harry Potter, Portraits oder florale Motive) abgestimmt sein, doch wenn man keine Entspannung beim ausmalen von kreativen Motiven findet, dann ist das so und das ist vollkommen in Ordnung. Du bist nicht merkwürdig oder unqualifiziert fürs ausmalen, dir liegt es halt einfach nicht! Weiter geht es mit dem Tagebuch schreiben. Unzählige Buchformvarianten türmen sich in der Buchhandlung. Jeden Tag ein Buch mit Anekdoten aus der Gedankenwelt füttern ist möglich und machbar, aber auch hier liegt das halt nicht jedem. Das ist vollkommen ok!

Die Abteilungen Lebenshilfe, Hobby, Ratgeber und Gesundheit beanspruchen mittlerweile einen großen Raum in der Buchhandlung für sich. Auch auf Amazon & Co findest du unzählige Achtsamkeitswerke und -Ausführungen. Auch auf Youtube gibt es zu den Themen unzählige Videos mit gut gemeinten Ratschlägen. Da könnte man meinen, dass der Mensch doch schon viel achtsamer mit sich selbst sein sollte. Eine weitere Fehleinschätzung.

Das Problem, bei der Umsetzung dieser Lebensphilosophien und Ratschlägen sind wir selbst, wir konsumieren und konsumieren. Uns fällt es immer schwerer zu genießen und bewusst zu konsumieren. Und dann die vielen Vorschläge achtsamer zu leben. Das führt kurz oder lang einfach nur zu selbstinszinierten Stress, obwohl wir doch achtsamer zu uns selbst sein wollten? Hier das Hygge-Buch und da ein Malbuch und obendrein noch täglich Tagebuch schreiben …. AAAAAAA! Halleluja! Gesegnet sei die Achtsamkeit.

Man kann das alles machen und noch viel mehr. Zu welcher Erkenntnis bin ich dabei gekommen? Mein Wohnraum ist so hyggelig wie noch nie, keiner kann sagen, dass es bei mir nicht gemütlich ist, aber wenn ich ehrlich bin, bei mir war es schon immer gemütlich. Gelegentlich male ich in Malbüchern und Tagebuch hab ich nie geschrieben. Ich hab es nie gebacken bekommen um mich hinzusetzen und meine vielen Gedanken in ein leeres Buch zu schreiben. Dafür ist mein Handy meistens lautlos und Streamingdienste à la Netflix und so versuche ich konsequent im konsumieren zu reduzieren. Ich bin täglich am üben, denn das bloggen ist mir wichtig, aber anscheinend war es dieses Jahr noch nicht wichtig genug um mir den einen oder anderen Serienmarathon zu klemmen um an meiner Routine des täglichen Schreibens zu arbeiten.

Von nichts kommt nichts! Hab ich gemerkt. Danke lieber, kleiner, innerer Schweinehund. Jetzt hast du mir es aber so richtig gegeben!!!

Ich stelle also fest, dass ich weiter schreiben möchte. Und was sonst noch – Mona? Ich hab das Jahr gut analysieren können, was bei mir schief lief und arbeite nun an einer gechillten Selbstoptimierung. Zwar möchte ich das nicht im Tempo eines Faultiers machen, aber sich gelegentlich wie ein Faultier zu bewegen tut gut!

Auch mein Umfeld hab ich unter die Lupe genommen. Mit meiner Wohnung und meinem Job habe ich begonnen. Ich hab einfach einige Möbelstücke umgestellt und die Wände neu bemalt. Habe in meiner alten Dienststelle gekündigt und woanders neu angefangen. Sehr gute Entscheidung. Auch wenn ich erst ein wenig stolpern musste – bei dieser Erkenntnis. Ja… Doch ich bin zufrieden. Weiter ging es mit den Menschen in meinem Umfeld. Das erste Mal in meinem Leben, habe ich meine bestehenden Freundschaften in Frage gestellt. Puh, das schreibt sich einfacher als es war, aber kennt ihr das, wenn manche Kontakte in eurem Umfeld seit Jahren bestehen, aber die Qualität dieser Verbindung nicht mehr gut ist? Ich habe mich getraut und gesagt was ich denke. Die Antworten haben mich überrascht. Tatsächlich hatte ich mehrere Jahre ein anderes Bild von der Intensität und Verbundenheit zu manchen Freundschaften. Und was habe ich getan? Die Konsequenz daraus gezogen!

Freunde zu haben ist für mich ein Luxusgut und ich habe Zeit und mein Herz in jede einzelne Verbindung investiert (ich weiß nicht, wie ich das sonst in Worte packen soll). Keine Ahnung, wie das rüberkommt, aber meine Freunde sind meine zusammen gesammelte Familie. Und wenn ich das Gefühl habe, das man sich nicht mehr traut ehrlich seine Meinung zu sagen, die Wertschätzung füreinander und das Interesse verloren gegangen sind … Ja … Ist es dann nicht besser diese Verbindung, nicht der gesammelten Jahre wegen bzw. der Gewohnheit wegen, weiterziehen zu lassen? Das habe ich getan. Denn was fange ich mit Telefonnummern an, die ich nicht mehr antippen werde? Ist ja nicht wie mit der Nummer meines Hausarztes. Die wähle ich ja wirklich mal an.

Ich weiß damit bin ich einen sehr radikalen Schritt gegangen und manch einer würde das mehr als fraglich finden, aber ich möchte gerne ich selbst sein und laut denken dürfen, wenn ich mich mit Menschen treffe und unterhalte, die ich als meine Freunde bezeichne. Punkt. Dem ist jetzt auch nichts mehr hinzufügen.

Möbel, Job & Menschen entrümpelt (klingt immer noch hart) nun kann es weitergehen – denn ich möchte weitergehen!

Und wie gehe ich jetzt weiter? Und was wird sich hier jetzt ändern?

Um meiner eigenen Selbstoptimierung näher zu kommen habe ich meinen eigenen Kalender mit Hilfe eines Bullet Journals erstellt und individuell auf meine Bedürfnisse gestaltet. Ich habe ihn doch recht minimalistisch gehalten. Er ähnelt meinem diesjährigen Kalender mit ein paar Extras. Was das genau ist und so weiter erfahrt ihr in der Verlinkung. Weiter geht es mit der Routine bezüglich meiner Kreativität. Hierfür muss ich mich einfach jeden Tag an den Notebook setzen oder die WordPress App auf meinen Handy anklicken und schreiben. Egal, ob ich gerade dafür in der Stimmung bin oder nicht. Was noch? Ein Contentplan. Check – der ist erledigt!

Ich habe mir tatsächlich einen Plan gemacht, Ideen gesammelt und Themenschwerpunkte festgelegt. Mich beschäftigt und interessiert viel und das möchte ich hier gerne alles mit einbringen.

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, hoffe ich auch weiterhin auf eure Unterstützung und Freude am Lesen meiner Beiträge. Danke. Amen.

Musikfilme


Musikfilme gehören zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen, weil ein Genre ist es glaube ich nicht?! Ich meine aber keine Musical-Filme á la My fair Lady oder Hair. Eher die Filme, die Geschichten verstorbener KünstlerInnen erzählen oder sympathische Charaktere deren Lebensinhalt die Musik ist. Folgende Filme liegen mir besonders am Herzen.


Jeder der Musik liebt und sie als einen essentiellen Teil des eigenen Lebens betrachtet, wird Almost Famous von Cameron Crowe lieben! Almost Famous beherbergt alles was Musik ausmacht: vom Musiker über Musik Magazine bis hin zum Groupie. Cameron Crowe erzählt hier eine rührende Geschichte basierend auf seinem eigenen Leben. Er hat das natürlich für die große Leinwand aufgehübscht. Die Story handelt von dem jungen William Miller (gespielt von Parick Fugit), bekam von seiner Schwester (gespielt von Zoey Deschanel), die sich mit der Mutter (Frances McDormand) nur noch gestritten hat und dann auszog um Stewardess zu werden, die komplette Musiksammlung. William entdeckte, eine für ihn unvorstellbare neue Welt – die Musik! Er fängt an in seiner Freizeit Musikartikel zu schreiben. Die Artikel landen irgendwann beim berühmten Rolling Stone Magazine. Auf einem Konzert der Band Black Sabbath lernt er Backstage die auftrebende Band Stillwater kennen. Auch wenn seine Mutter davon nicht begeistert ist, lässt sie ihn mit Stillwater auf Tour gehen. Für William beginnt eine aufregende Zeit bestehend aus Bekanntschaften mit Groupies, die keine Groupies zu sein scheinen, Drogen, Kehrseiten des Ruhms & neue Freundschaften. Toller Soundtrack! Toller Cast! Seit diesem Film bin ich Fan von Philip Seymour Hoffman. Zurecht hat der Film einen Oscar für das beste Drehbuch erhalten.


1969 fand das bis dahin größte Musikfestival der Musikgeschichte statt: das Woodstock Festival! Taking Woodstock erzählt die Geschichte des legendären Festivals. Elliot Teichberg (hier gespielt von Demetri Martin) erfährt zufällig das Michael Lang (hier gespielt von Jonathan Groff ) eine Örtlichkeit für sein geplantes Festival sucht. Seine Eltern besitzen ein Stück Land auf dem ein familienbetriebenes Motel ist. Das Land der Eltern plus dem Land des Nachbarn bietet Lang die Möglichkeit das geplante Festival statt finden zu lassen. Das Motel wird das Organisationsbüro und Elliot’s Eltern wittern einen finanziellen Clou, da das Motel ja kurz vor dem aus steht. Das Festival rückt näher und die Reservierungen der Zimmer im Motel werden nicht weniger. Normale 1-Bett-Zimmer werden dann mal zu 3-Bett-Zimmern. Keiner ahnt welches Ausmaß das Festival schließlich nehmen wird. Das Festival zieht unzählige Menschen und wahnwitzige Charaktere an. Elliot erlebt, neben berauschenden Drogenexperimenten, wohl den schönsten Sommer seines Lebens und Janis Joplin & Co liefern den Soundtrack.


Love & Mercy erzählt die Geschichte von Brian Wilson (gespielt von John Cusack, alt), dem kreativen Kopf der The Beach Boys. Paul Dano spielt Brain Wilson in den Anfängen und ruhmreichen Jahren der Band. Dano ist hier der Star des Films. Brain Wilson wird von Panikattacken heimgesucht und geht daher mit der Band nicht auf Tour, sondern zieht sich ins Studio zurück um am Album PET SOUNDS zu arbeiten. Vermehrt hört er Stimmen und verliert immer mehr den Bezug zur Wirklichkeit. Der Film springt zwischen Vergangenheit und Realität hin und her. Wir sehen Brian Wilson dann als älteren gezeichneten Mann der von seinem Therapeuten auf Schritt und Tritt begleitet wird – ich will jetzt hier nicht weiter Spoilern, nur soviel sei gesagt: Dieser Film ist wirklich einer der besten Musikfilme, den ich gesehen habe. Gefühlvoll, emotional und tiefgründig erzählt. Ich bin kein Fan der Beach Boys, aber gelegentlich ertappe ich mich beim hören des einen oder anderen Songs der Band.


Mitte der 60er Jahre erlebte der Rock´n´Roll seinen Höhepunkt in Großbritannien und die Radio Sender spielten davon nur sehr wenig. Wie gut das es Radio Rock gibt. Ein Piratensender auf hoher See, gejagt von der britischen Regierung. Die Vorlage für Radio Rock Revolution, bietet der damalige Piratensender Radio Caroline. Der Sender wird von verschobenen, charismatischen DJs geführt und erfreut sich einer großen Beliebtheit bei der Hörerschaft auf dem Festland. Beiläufige Liebesgeschichten und ein unsagbar guter Cast holen musikverliebte Zuschauer ab und schippern mit ihnen auf den Wellen der Sixties.


Neben Almost Famous gehört High Fidelity zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Nick Hornby. Rob, ein sympathischer Plattenladenbesitzer und leiden-schaftlicher Musikliebhaber in spe, wird hier von John Cusack gespielt, er erlebt zu Beginn der Geschichte die Trennung von seiner Freundin Laura (gespielt von Iben Hjejle). Er fängt an seine in die Brüche gegangen Beziehungen zu anlysieren. Nach und nach sucht er jede einzelne auf, mit der Erkenntnis… – die ich hier nicht spoilern werde! Neben Beziehungs-analysen schlägt sich Rob mit seinem Alltag im Plattenladen herum. Seine Freunde Barry und Dick schlagen Tag für Tag im Laden auf und zusammen diskutieren sie klugscheißerisch, meistens lautstark und herablassend, über Musik und erstellen eine Top 5 nach der anderen. Der Film ist Schuld daran, dass ich selbst Top 5 und Top 10 Listen von allem möglichen erstelle. Das Ergebnis könnt ihr ja gerade lesen. Charmant, witzig & begleitet von einem hörenswerten Soundtrack, kann ich euch diesen Film wirklich nur empfehlen! Wie ist eure Top 5 an Songs, die ihr an einem Sonntag morgen hören würdet?


Hätte ich damals Jack Black als Musiklehrer gehabt, dann wäre ich jetzt wahrscheinlich Rockstar. School of Rock ist der Film für die vielen Erwachsenen, die einen fürchterlichen Musikunterricht in der Schule über sich ergehen lassen mussten – meiner war nicht schlecht, aber die Unterrichtsstunden in School of Rock sind halt besser! Jack Black schlüpft hier in die Rolle eines Vertretungslehrers. Weder qualifiziert noch sonderlich ambitioniert ein vorzeigbarer Lehrer zu sein, nutzt er das musikalische Können der Kids für eigene Zwecke. Kurz vorm Finale von Battle of the Bands, wird er von seiner Band rausgeschmissen. Überrascht von den Kids, schmiedet er einen Racheplan gegen seine ehemaligen Bandkollegen mit den Kids beim Battle of the Bands aufzutreten. Er kreiert ein neues Fach: Rockmusik! Die Erzeugerfraktion, sowie die gesamte Lehrerschaft der Kinder darf davon natürlich nichts mitbekommen. Jeder Schüler erhält eine bestimmte Funktion. Black ist zudem schockiert von den rock-geschichtlichen Kenntnissen der Kids, so dass er ihnen zusätzlich alles über Rockmusik lehrt. Willkommen in der School of Rock, die Schule die ihren Kindern lehrt ein rebellischer Rockmusiker zu werden!


Warum Cadillac Records hierzulande keine große Beachtung fand, kann ich auch heute immer noch nicht nachvollziehen. Der Film strahlt mit einem großartigen Cast! Das reale Label Chess Records, war DAS Blues-Label, dass afroamerikanische Musiker unter Vertrag genommen hat. Der Film erzählt die Entstehungsgeschichte des Labels und den Aufstieg vieler uns bekannter Künstler wie z.B. Muddy Waters, Etta James und Chuck Berry. Leonard Chess gespielt von Adrian Brody bandelt irgendwann mit Beyonce an, die Etta James spielt und somit bekommt der Film auch eine komplizierte Wendung einer hoffnungslosen Liebe. Holt die Plattenspieler raus und genießt den unvergleichbaren Sound der 50er!


Walk the Line darf natürlich nicht fehlen! Joaquin Phoenix als Johnny Cash und Reese Witherspoon als June Carter Cash spielen sich mit ihrer herausragenden Leistung in die Herzen der Zuschauer und Kritiker. Der Film basiert auf dem Leben von Johnny und June. Johnny’s musikalischer Werdegang polarisiert die Geschichte. Liebe, Drogen, Musik gepaart mit liebenswürdigen, eigensinnigen Persönlichkeiten versetzen uns in eine Zeit, in der Tonträger noch einen Wert hatten…


Ray Charles ist auch heute noch der King of Soul. Er kombinierte Rhythm und Blues mit Gospel – der Soul entstand! Bei Ray handelt es sich erneut um ein BioPic. Ich bereue es bis heute zutiefst mir diesen Juwel, unter meinen ganzen Lieblingen in der Kategorie Musikfilm, nicht im Kino angeschaut zu haben. Kurz vor Ende der Dreharbeiten verstarb Ray Charles (gespielt von Jamie Fox und konnte die Lobeshymnen, die der Film einheimste, nie miterleben. Der Film erzählt Ray’s Geschichte auf dem Weg zur Soul Legende und die dramatischen Tiefpunkte bis in die 70er Jahre. Wir erfahren, dass er als Kind an einem Glaukom erkrankt ist, sowie er anhand eines einfachen Tricks, trotz seiner Blindheit erkennt, ob eine Frau (für seinen Geschmack) hübsch oder nicht hübsch ist. Ich sag nur hit the road Jack!


A Star Is Born lief erst dieses Jahr im Kino, hat sich aber sofort einen Platz in meinem Herzen gesichert. Die Story ist schon sehr alt, fiktiv und wurde schon mehrmals verfilmt. Die Story : Eine junge Frau mit einem unglaublichen Gesngstalent trifft auf einen Mann (der wiederum mit Selbstzweifel vollgepackt ist), der ein erfahrener Dude im Showbusiness ist und wie so oft den Drogen verfallen ist. Keine unbekannte Story. Lady Gaga und Bradley Cooper spielen hier mit viel Leidenschaft, Tiefe und Hingabe. Es hat sich ausgezahlt, das Lady Gaga darum gebeten hat, dass Musik und Gesang von den Darstellern selbst performt werden soll. Ein ergreifender Soundtrack gepaart mit einen erstklassigen Schauspiel, katapultiert sich der Film zu einem der beste Filme des Jahres 2018.


Liebesfilme

Liebesfilme schaut man, wenn man als Single seiner Singlesituation neutral gegenüber steht. Man sollte sie meiden, wenn man frustriert ist, neidisch auf Paare ist oder so nah am Wasser gebaut ist, weil einem die eigene Einsamkeit mal wieder wie das Ende der Welt erscheint. Aber dazwischen, wenn alles gut ist, können wir Singles uns in diesen Filmen fallen lassen. Mitfühlen und mitfiebern und wieder hoffen. Hoffen auf etwas, dass man umgangssprachlich Liebe nennt.


Beginnen wir mit einem Film, der dem Zuschauer als ein Nicht-Liebesfilm verkauft wird, aber sowas von Liebesfilm ist. 500 Days of Summer brilliert nicht nur durch einen sehr guten Soundtrack – The Smiths Songs erfüllen die melancholischen Momente mit einer Tiefe, dass man den Schmerz von Tom (männlicher Protagonist, wird gespielt von  Joseph Gordon-Levitt) nur zu gut mitfühlen kann. Tom verliebt sich in Summer (weibliche Protagonistin, gespielt von  Zooey Deschanel). Tom glaubt an die Liebe. Summer sieht die Liebe als ein Produkt der Fantasie. Hier sind die Sichtweisen verdreht. Tom will eine Beziehung mit Summer. Summer findet Tom interessant und wäre gern mit Tom befreundet … Wir erleben 500 Tage einer Liebe, die für den Zuschauer zweiseitig erscheint, aber nur einseitig geliebt wird. Die Zeiten switchen hin und her. In der einen Szene sieht man den Moment der ersten Begegnung, dann sieht man Tom der seiner Kummer an seinem Inventar in der Wohnung auslässt bis hin zu dem Moment als Tom und Summer Duschvorhänge shoppen. Der Film ist geprägt von hin und hers zwischen den schönen und traurigen Momente einer Liebe. So wundervoll realistisch und so unglaublich echt mitzufühlen. Ich bin verliebt in diesen Liebesfilm, der ja eigentlich kein Liebesfilm ist.


Dirty Dancing ist ein Klassiker. Die einen lieben ihn – wie ich – und andere hassen ihn abgrundtief. Warum eigentlich? Wer träumt nicht von einer Sommerliebe an einem tristen Ferienort, den man mit seiner Familie verbringen muss. Und wieder ein Film mit einem unglaublich-guten Soundtrack. Einem zeitlosen Titelsong, der in jeder Love-Playlist auftaucht. Man singt ihn automatisch mit, weil dieses „I had the time of my life“ so wahr und ehrlich ist. Der Song TIME OF MY LIFE beschreibt die erste Liebe, wie kein anderer. Baby (weibliche Protagonistin, gespielt von Jennifer Grey ) und Johnny (männlicher Protagonist, gespielt von Patrick Swayze) verlieben sich eher unverhofft. Sie, macht Ferien mit ihren Eltern und ihrer Schwester und er arbeitet als Tanzlehrer auf der Hotelanlage wo sie Urlaub macht. Zwei unterschiedliche Welten prallen aufeinander. Eine Liebe, die nicht sein darf. Dennoch lehrt sie uns etwas. Liebe kennt keine Grenzen, denn Liebe ist ein Gefühl, unabhängig von Werten und Normen, die uns die Gesellschaft zu vermitteln versucht. Es ist egal, ob du dich in den Kassierer an der Kinokasse verliebst oder in den Millionär aus der weißen Villa am Ende der Straße …


Dann gibt es da diesen einen Liebesfilm, den ich immer wieder schaue, wenn mich dieses Gefühl überkommt, das mich die Liebe irgendwann erreichen wird und das sowas nicht nur anderen passiert. Nicholas Sparks war bestimmt nicht bewusst, das sein Roman THE NOTEBOOK – Wie ein einziger Tag und die dazugehörige Verfilmung mich so sehr verzaubern würden, dass es die Hoffnung nach der wahren Liebe nie und nimmer in mir sterben wird. Ryan Gosling und Rachel McAdams spielen hier ein sehr leidenschaftliches Spiel zweier Liebenden, die sich in der Form der ersten Liebe begegnen, sich nicht vergessen können, später als sie sich einander nicht mehr haben und durch ein Zufall wieder begegnen und merken, das sie einander nie aufgehört haben zu lieben. Dieser Film hat wohl das schönste Ende, dass man sich für das Ende einer irdischen, wahrhaftigen Liebe nur zu  wünschen vermag.


Nicholas Sparks ist für mich der moderne Autor der Liebe. Jahre lang verehrte ich Shakespeare. Eine Freundin von mir vergöttert Jane Austen. Und irgendwie spielt Thomas Hardy auch eine Rolle in meiner ICH-TRÄUME-VON-DER-WAHREN-LIEBE Welt. Mr. Sparks hat eine weitere große Liebesgeschichte in mein Herz katapultiert. The Lucky One – Für immer der deine. Zac Efron (Protagonist Logan) und Taylor Schilling (Protagonistin Beth) verzaubern hierbei den Zuschauer leichtfüßig. Zaghaft und vorsichtig entsteht zwischen dem Marine 
Sergeant Logan und der Alleinerziehenden Beth eine hinreißende Leidenschaft zweier Herzen. Er findet während eines Einsatzes ein Foto von Beth, dass ihr Bruder dort verloren hat (der auch am Einsatzort war und sein Leben lassen musste) und nach dem Ende des Einsatzes, den er aufgrund des Fotos, das er von da an immer bei sich trägt, glimpflich überlebt hat, auf den Weg macht sie zu finden und sich dafür zu bedanken. Ehe die Beiden endlich zu einander finden, stolpern sie über diverse Steine, die sich ihnen in den Weg stellen…


Jeder hat so einen Film, den er ganz traditionell und Jahr für Jahr zur gleichen Zeit aus der Filmsammlung entführt und ihn einsatzbereit neben den DVD-Player platziert. Bei mir wäre das Tatsächlich … Liebe! Dieser Film beherbergt nicht nur einen teuflisch guten Cast, er umgarnt den Zuschauer mit liebevollen Liebesgeschichten, die alle irgendwie miteinander verstricken und zueinander finden. In der Weihnachtszeit hilft uns dieses Werk der Liebe, nicht alles aus dem Blickwinkel eines Grinchs zu betrachten. Ja, ich weiß, Weihnachten als Single kann verflucht deprimierend sein, aber ganz ehrlich ich verspreche euch mit diesem Film, neben der Sammelbox von Kevin – Allein zu Haus und Eine schöne Bescherung, wird für euch Weihnachten erträglicher und spätestens am 25.12. werdet ihr zufrieden euer Spiegelbild anlächeln. Single sein ist schließlich nur ein Bruchteil eures fabelhaften Ichs:)


Man nehme einen leidenschaftlichen Straßenmusiker und ein doch eher unscheinbares, weibliches Wesen und verhexe damit die Herzen der Zuschauer. Genau das tut ONCE. Der wohl tiefgründigste Liebesfilm ever. Er hat keinen typischen Verlauf und vor allem nicht das typische Happy End, aber er lehrt uns etwas ganz wichtiges. Liebe ist allgegenwärtig. Sie ist überall vorhanden. Mögen es Worte oder Taten sein, aber vor allem die kleinen Gesten der Menschlichkeit! Glen Hansard und Markéta Irglová führen uns durch eine Geschichte, die allein darauf beruht, dass zu schätzen was man hat und dafür zu kämpfen was man will – nicht mehr und nicht weniger. 


Immer wenn ich ein Stimmungstief habe schaue ich einen ganz bestimmten Film, der sich zufällig als ein zauberhafter Liebesfilm entpuppt. Die fabelhafte Welt der Amélie. Ich glaube, jeder sollte sich eine Amélie Poulain zulegen. Ein märchenhaftes Wesen, dass die kleinen Dinge und vor allem das unscheinbare im Leben zu schätzen weiß. Sie erfreut sich an den störenden Geräuschen im Kino und ist amüsiert über die Alltagskomik. Sie betrachtet alles und jeden aus einer ganzen besonderen und unverblümten Sichtweise. So auch die Liebe, die ihr ganz zufällig begegnet. So geht sie ihr dann auch entgegen. Vorsichtig und besonders.


Man stelle sich vor, die eigene Mutter ist verstorben und hinterlässt dir eine herzzerreißende Liebesgeschichte aus ihrem eigenen Leben. Eine Liebesgeschichte, die eine Woche hielt und deine Mutter seelentief erschütterte. Die Buchverfilmung zu Die Brücken am Fluss beherbergt eine Story, die nicht nur in der Traumfabrik Hollywood geschieht. Ich glaube, die eine oder andere langjährige Ehe hat eine solche Liebesgeschichte in den Katakomben der Vergangenheit beider Liebenden. Meryl Streep und Clint Eastwood spielen die Protagonisten dieser geheimen Liebschaft. Wenn die Verzehrung nach Leidenschaft und Hingabe eine Film wäre, dann Die Brücken am Fluss


Es gibt eine Liebesgeschichte, die der Realität so nah ist und dennoch möchte ich sie persönlich nie erleben. Und wieder eine Romanverfilmung, mir scheint, die besten Lovestories basieren auf dem geschriebenen Wort. Der Autor des Romans und des Drehbuchs sind ein und derselbe – David Nicholls. Als Film könnte ich mir Zwei an einem Tag immer und immer wieder anschauen. Es ist eher eine Seltenheit, dass aus einem ONS eine Beziehung entsteht, geschweige denn eine Freundschaft. In der Regel trennen sich die Wege an der nächsten Kreuzung, gleich da vorne bei der Ampel, wenn sie auf grün umschaltet. Doch Dexter (Protagonist, gespielt von Jim Sturgess) und Emma (Protagonistin, gespielt von Anne Hathaway) bleiben Freunde und geben sich jedes Jahr an ihrem Jahrestag eine Schulter zum weinen und trösten. Erst nach Jahren bekennen sie sich ihrer Liebe zueinander, bevor ein tragischer Wendepunkt das Leben der beiden verändern wird. Könnte die Botschaft lauten, dass man sich nach Einsicht der Bekenntnis einfach trauen sollte?


P.S. Ich liebe Dich schließt die Top 10 (keine bestimmte Reihenfolge). Holly (gespielt von Hillary Swank) verliert ihren Mann an einem fiesen Hirntumor. Sie versinkt in einer Depression und weiß nichts mehr mit sich anzufangen. Der Sinn des Lebens scheint ihr abhanden gekommen zu sein. An ihrem 30. Geburtstag erhält sie einen Brief von ihrem verstorbenen Mann Gerry (gespielt von Gerard Butler). Es folgen weitere Briefe, die ihr auf die unterschiedlichsten Arten zugestellt werden. Vollgepackt mit Aufgaben, die sie zu bewältigen hat. So nach und nach findet sie wieder ins Leben zurück … Ich würde Spoilern würde ich hier jetzt mehr über die Story erzählen. Es handelt sich hierbei wieder um eine Romanverfilmung. Man kann nur im Ansatz fühlen was Holly durchmacht und welchen Gefühlslawinen sie ausgesetzt ist, aber sie zeigt auch, dass es immer weiter geht, egal welche schweren Steine sich auf ihren Lebensweg verrollt haben.

Ich möchte gern irgendwie mehr ich sein

Samstagabend. Ich komme aus dem Kino. Ich habe A STAR IS BORN gesehen. Einer der mitreißensten und passioniertesten Musikfilme, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Musik ist mal wieder der beste Beweis dafür, dass es möglich ist zu träumen. Träumen vom mehr sein als das was man vorgibt zu sein.

Wenn man aus dem tiefsten Inneren seiner selbst etwas machen möchte und sich irgendwie immer selbst im Weg steht, sollte man doch endlich mal ein Schritt zur Seite gehen und das was vorbei will endlich durchlassen.

Das Jahr ist fast vorbei und ich stehe immer noch da, wie zu Beginn des Jahres. Kleinlaut und unerhört im weitesten Sinne. Im Gepäck einen kleinen Blog und eine unberechenbare Schreibfeder. Sie lässt sich nicht steuern und noch weniger kontrollieren.

Bisher veröffentlichte Texte lesen sich wie ein Song in der Repeatfunktion eines CD Players. Immer und immer wieder das Gleiche. So schön die Melodie auch sein mag, aber bis zum erbrechen mag man ihn nicht hören, weil er zu schön ist um ihn kaputt zu spielen.

Ich sollte Stop drücken um das Schöne zu bewahren, damit er mir nicht aus den Ohren kommt.

Geplante Vorhaben dürfen sich nicht vom Ballast des Alltags runterziehen lassen. Weitergehen heißt das Stichwort.

Gestern ist Vergangenheit, Morgen ist ein Geheimnis und Heute ein Geschenk…

Die Liebe oder das immer gleiche Date-Verhalten in Frage stellen

Vor kurzem war ich auf einer Hochzeit von einem befreundeten Paar, dass sich nach über 10 Jahren Beziehung das Ja – Wort gegeben haben. Ich war die Trauzeugin der Braut. Ich war alleine da, aber um mich soll es in diesem Text nicht gehen. Vielmehr um die Liebe.

Ich sitze mit der Braut beim Friseur. Wie lassen uns für den Tag gerechte Frisuren verpassen. Die Braut schminkt sich normalerweise nicht, aber für den Tag der Hochzeit macht sie eine Ausnahme. Ich bin schon geschminkt. Ich war schon eher wach und habe mein Gesicht schon mit passenden Farben verziert. Wie sie da so sitzt auf dem Stuhl mit ihrer Frisur und ihrem einmaligen, schönen Make Up… Sie scheint so glücklich wie noch nie. Dieses Strahlen in ihren Augen und diese bodenständige Zufriedenheit …

Was ist das nur mit der Liebe? Klar, der Mensch ist zum allein sein nicht bestimmt, aber was ist wenn die Liebe auf sich warten lässt? Nicht jede Begegnung endet im Happy End. Happy Ends sind realativ. Das Leben ist kein Disney Film, sondern eine Doku und wir führen die Regie. Wir selbst sind ja für unser Glück verantwortlich – sagt uns alles und jeder. Da gehe ich voll und ganz mit – aber nicht jeder Glücksbote der unseren Weg kreuzt bringt auch Glück. Wir fallen, verletzen, reißen uns zusammen und stehen wieder auf, rücken unseren Stolz zurecht und gehen weiter. Mit der Hoffnung, beim nächsten Mal wird es besser. Aber was ist, wenn neben den absurden Glücksboten, das eigene Verhalten zum Fehlverhalten mutiert und du dich in einem Strudel der Endlosigkeit wiederfindest? Jedes Date hat den gleichen Ablauf, die gleichen Fragen, die gleiche Vorgehensweise… Da gibt es nicht wirklich Raum für die Liebe. Liebe ist leise. Ganz unscheinbar ist sie immer da, nur wir realisieren sie nicht, wenn sie uns schon auf die Füße tritt und schreit: „Hier bin ich!“

Ich versuche mich daran zu erinnern, wann ich diesen Tritt in den letzten Jahren mal verpasst bekommen habe. Blackout? Demenz? Ich tippe auf blinde Ignoranz. Ich glaube, wenn du einem bestimmten Verhaltensmuster folgst, wird die Sicht auf das Wesentliche getrübt. Ein Film in Endlosschleife. Eine Platte die auf Repeat läuft.

Wir halten uns mit Oberflächlichkeiten auf. Wenn es nicht gerade der fürchterliche Musikgeschmack ist, ist es der unkontrolliert, zusammengestellte Kleidungsstil. Wir suchen absichtlich nach offensichtlichen uns erscheinbaren Fehlern. Sind letztendlich nur frustriert und grübeln wieder mit einer bedingungslosen Leidenschaft warum das jetzt wieder nix war?!

… Hand in Hand verlassen die Beiden das Standesamt. Nun sind sie Eheleute, Mann und Frau, Herr und Frau. Ich erblicke Zufriedenheit. Wohlgesonnene Gesichter. Glückseligkeit.

Aber wie durchbricht man diesen Kreis? Außergewöhnliche Unternehmungen? Andere Fragen? Von den eigentlichen Typ-Vorlieben abweichen und mal jemanden daten, den man sonst nicht daten würde? Gibt es denn überhaupt einen Lösungsweg aus dieser Misere? Mehr Leichtigkeit würde für den Anfang schon helfen – denke ich …

Im Brummkreisel der Gedanken

Samstag, 25.08.2018

Eine Freundin sagte mal zu mir, ich soll einfach machen. Irgendwie machte ich dann auch irgendwas. Kein genauer Plan. Einfach vorwärts. Jetzt liege ich auf meinem Bett. Im Hintergrund grüßt die Nacht und deckt den Tag mit ihrer sternenbedeckten Decke zu. Meine Lieblingsplaylist strömt durch meine Gehörgänge und die Hitze, die momentan in Berlin zeltet, färbt mein Gemüt nicht fröhlich, sondern schon fast aggressiv!

Ich verfluche den Sommer! Ja, richtig gelesen, ich verfluche diesen Sommer mit seiner Sonne, seiner Hitze, den schweißverklebten Körpern, diesen überfröhlichen Sonnenanbetern …

Ich will endlich Herbst, dann weiß ich wieder was ich anziehen kann.

Der Herbst stimmt mich immer nachdenklich und glücklich zugleich. Ich kann dann mehr schreiben, weil mein Hirn dann wieder eine repräsentable Temperatur hat. Das Wetter ladet dann wieder dazu ein daheim zu bleiben, das Gedankenkonfetti aufzusammeln, zu sortieren und sorgfältig wie ein Puzzle zusammen zu legen.

Wie ein Brummkreisel drehen sich dieses Jahr meine Gedanken

Dieses einfach machen ist der beste Tipp, wenn man permanent hin und her überlegt, ob man jetzt nun das eine oder das andere machen soll… Planen verschafft Sicherheit, einfach machen Lebensfreude. Die vergangenen Jahre liefen planlos. Das einfach machen existierte nicht für mich. Wie ferngesteuert funktionierte ich. Nun bin ich an einen Punkt in meinem Leben angekommen, in dem ich die Segel in die Hand nehmen möchte. Einfach geplant machen. Mich an die Startlinie stellen und los laufen und dort ankommen, wo ich mich wohl fühle und bleibe will!

Montag, 27.08.2018

Der Kopf raucht. Kleine Gedankenpakete stapeln sich in meinem Hirn und wollen ausgeliefert werden. Stück für Stück liefere ich sie an die dazugehörigen Empfänger um den Kopf wieder frei zu bekommen. Der größte Teil der Lieferung ist bitte Mitte September ausgeliefert …. Danach folgen nur noch kleine Pakete.

Mir fehlt das Schreiben. So hat mich doch die Hitze daran gehindert. Machte mich müde und matt. Meine Schreibader versank in Lethargie. So langsam geht´s wieder voran.

Ich bleibe dran…