Mach’s dir selbst!

Wer das liest scheint ein offener Typ Mensch zu sein. Verspürte Neugier beim lesen des Titels oder fragte sich: Warum schreibt sie jetzt auch noch darüber? Alles ist möglich, denn alle drei Varianten entsprechen der Realität. Ich schreibe heute bestimmt nicht über das Tabu-Thema überhaupt, aber ich finde es erwähnenswürdig.

Ich sag mal Du. Hallo Du. Wie stehst du zum Thema Selbstbefriedigung? Machst du es dir selbst? Oder ist dir das Thema vielleicht zu unangenehm? Egal! Ich lade dich hiermit ganz herzlich ein, dir den folgenden Text durchzulesen. By the way – warum gibt es für uns Frauen keine wirklich gute Bezeichnung für das, was wir da mit uns machen …? Einen runter holen oder einen von der Palme wedeln trifft es ja nicht mal ansatzweise. Und auch die Verniedlichung der Sugababes mit ihrem Hit PUSH THE BUTTON machte die Suche nach einer passenden Bezeichnung nicht leichter.

Ja, es geht um Selbstbefriedigung! Irgendwie erscheint es mir 2019 immer noch wie ein Tabu-Thema aus der ersten Reihe. Es hat doch weder mit Religion, Herkunft, Geschlecht, Alter (ok, ab dem Teenageralter) … jedenfalls mit keinem dieser benannten Punkte hat es etwas zu tun. Es ist wie es ist, ein Akt der Selbstliebe. Die Akzeptanz zum eigenen Körper und der verspürten Lust nach Berührungen. Die Lust auf Fummel-Orgien.

Du und ich. Wir haben Sex. Nicht miteinander, aber mit anderen Menschen. Sprechen darüber. Ja, lästern sogar darüber. Gut, das ist jetzt fies, aber lästern tun wir auch nur, weil wir im richtigen Moment nicht den Mund aufkriegen und wie eine Marionette uns der Lust unseres Gegenübers ausliefern. Und irgendwie genervt sind, weil dabei  nicht das für uns herausgekommen ist, was wir uns erhofft haben. Beim Sex mit uns selbst und vor allem überhaupt darüber zu sprechen, da laufen wir meistens so rot an wie eine reife Erdbeere auf Karl’s Erdbeerhof.

Ich plädiere für mehr Offenheit. Vergesst Dr. Sommer & Co. – jetzt komme ich! Oder zumindest rate ich den Teenies von heute sich nicht an die Bravo zu halten. Die hat mich früher eher verstört als mir zu helfen. Zudem trägt sie zu einer Verzerrung der Darstellung der modernen Frau dar. Wendet euch lieber an Frau Henning! Die hat ein Buch und eine Fernsehsendung mit dem Titel Make Love auf die Welt los gelassen. Prädikat wertvoll, sag ich nur!

Ich übe mich selbst jedesmal im äußern von Bedürfnissen, Wünschen und Fantasien. Jedesmal der gleiche Drahtseilakt, den ich da bewältige.

Uns begegnen im Laufe der Zeit genügend Menschen. Ich bin immer froh, wenn mir jemand begegnet, der offen ist. Da fühlt sich mein loses Mundwerk gleich viel wohler. Unsicher werde ich eher, wenn ich merke, das mich mein Gegenüber mit großen Augen anschaut, wenn ich zu hemmungslos mit meinen Worten jongliere.

Jede Begegnung ist eine neue Herausforderung, die es gilt zu meistern!

Zurück zum selber machen. Bitte, gebt dem Mädchen endlich einen Namen! Ich drücke doch kein Knöpfe!

Egal, ob du in einer Beziehung bist oder Single, Mingle oder sonst irgendwas. Sich selbst zu befriedigen tut gut. Ein kleiner Hormonvulkan der dabei überschäumt. Dich glücklich macht, entspannt und das Selbstbewusstsein stärkt. Du lernst deinen Körper und deine Bedürfnisse dadurch besser kennen oder lernst etwas neues dazu, denn nur du weißt, was den kleinen Vulkan der Lust zum überkochen bringt. Auf die Finger fertig los! Oder Vibratoren, Satisfyer oder was auch immer… Hauptsache irgendein Studienlehrgang der Lustforschung anhand des eigenen Körpers und das rein praktisch!

Single vs. Beziehung

Ich nehme mich als Single. Ich bin große Befürworterin der Selbstbefriedigung. Das kann schnell und leichtfertig genau deshalb abgestempelt werden, weil du oder ich Single bist/bin. Weil du nur dich zur Stimulierung deines Lustzentrums hast. Meine Lieben, da bewegt ihr euch auf dünnem Eis. Was du magst und was du willst, basiert auf der eigenen Entdeckungsreise. Deinem jetzigen oder zukünftigen Partner*in zu sagen, wo du angefasst werden möchtest oder auf was du stehst, basiert selten auf wahllose Fummelvariationen durchgeführt von jemand anderem. Du bist der Hauptschalter. Du bist die Hauptzentrale deiner Bedürfnisse und Empfindungen, nicht dein Sexualpartner*in.

Auch wenn das Bett halb gefüllt ist, habe ich meine Lust nicht beim letzten Matratzensport mit einem männlichen Wesen verloren. Sie ist allgegenwärtig. Bei mir bedarf es nicht viel Fantasie. Es ist für mich eine Art Entspannungstherapie. Während andere zum entspannen ins Tropical Island fahren, steige ich in meine Badewanne, gelegentlich platziere ich ein Glas Wein auf dem Wannenrand und versinke im Tal der Entspannung. Mein Körper, die Fernbedienung, wo keine Taste ungedrückt im Staub versinkt. Ob Toy oder die eigene Hand. Die Stimmung bestimmt die spezielle Zutat. Ob bei Sonnenaufgang zusammen mit dem Hahn, der mit seinem morgendlichen Kikeriki den Tag anschreit (Ach nee, ist mir schon klar, dass man sowas in Berlin nicht hat – Fantasie sag ich nur!) oder bei Kerzenschein im Mondenschein. Natürlich, endet nicht jede Planschrunde in der Wanne damit, denn viel zu oft geh ich ja meiner Bibliophilie nach.

Lust und Verlangen haben keine vorprogrammierte Tageszeit. Zudem hat Selbstbefriedigung einen positiven Effekt auf meine bzw. allgemein auf die Gesundheit. Nach einem angespannten, stressigen Tag kann Selbstbefriedigung mich wieder runter holen. Mein Ausflug ins Tropical Island. Ich schlafe dadurch viel entspannter. To Do Listen wirbeln nicht mehr im meinem Kopf umher. Eine Abstinenz vom tristen, unkontrollierten Konsumalltag. Klingt wie ein tiefgründiger Selbstfindungstrip. Jetzt muss ich lachen.

Bei einer spontanen Frage/Antwort Runde im Freundeskreis – der zu 90% liiert ist – bekam ich interessante bzw. vorausschauende Antworten.

Ich stupste ein paar Transmitter an. Die Frage nach der noch vorhandenen Praktizierung der Selbstbefriedigung, brachte die Gedankengänge in Bewegung.

Abschweifende Blicke. Versunken in der Thematik, konnte ich die Antwort erahnen. Das Bett ist ja mit zwei Liebenden gefüllt. Die uneingeschränkte Verfügbarkeit von einem Spielgefährten, der nie endende Alltagstrott, Job ggf. Schichtdienst, eine Familie die Zeit und Nerven kostet und die ehrliche Ansage „zu wenig Zeit für sich selbst zu haben“ verfrachteten die Hands-to-myself-Sessions in die hinterste Ecke der Lustzentrale bzw. ist oder war kein wirkliches Interesse hierfür vorhanden. Toys sind eher Nebensache oder gar nicht im Schubfach des Nachtschranks vorfindbar.

Ehrlich, offen & die pure Realität des Beziehungsalltags.

Ich denke lange nach über die Worte, die in mein Gedankenkarussell einsteigen. Verständnis und Skepsis machen sich breit. Wenn ich bedenke, dass man Selbstbefriedigung ins Liebesspiel mit dem Partner einbauen kann und eine weitere selbstgeschaffene Grenze für die partnerschaftliche Sexualität öffnet… Gut, das hatte ich nicht erfragt, ist aber meine gedankliche Weiterführung des Themas. Das ist warscheinlich auch wieder etwas, was sich von Beziehung zu Beziehung unterscheidet. Manche stimulieren sich, in dem gegenseitig die Lustknöpfe auf der korpusähnlichen Fernbedienung gedrückt werden und andere zeigen es ihrem Partner*in anhand einer Selbstinszenierung á la Kim Basinger (Meine Stiefmutter ist ein Alien – witziger Film in dem Kim Basinger Dan Aykroyd so richtig einheizt).

Letztendlich steht die Zufriedenheit, Akzeptanz und Selbstliebe zum eigenen Körper im Vordergrund. Bedürfnisse erforschen und stillen anhand von Selbstbefriedigung ist vollkommen normal. Es ist egal, ob du es praktizierst und das 7x am Tag oder auch einfach gar nicht. Keiner sollte für oder gegen die Praktizierung verurteilt werden.

Auch wenn die Selbstbefriedigung immer noch einen Platz auf der Ersatzbank der Selbstliebe einnimmt, schafft es die jüngere Generation der Frauen, die Thematik etwas zu lockern. Mittlerweile gibt es Plattformen für die weibliche Lust. Beispielsweise FEMTASY. Hier finden Frauen Audioaufnahmen, natürlich im zahlungspflichtigen Abo, um sich inspirieren zu lassen. Durch hören zum Höhepunkt. Viele Wege führen nach Rom. In der Podcast-Landschaft findet man zuhauf an Sex-Podcasts.

Es wird geredet und philosophiert, aber in Form von Nischen-Kommunikation. Wie die meisten Tabu-Themen ist auch die Selbstbefriedigung eine Thema, dass hinter geschlossenen Türen oder hinter vor gehaltener Hand Beachtung findet.

2019 sollte es anders laufen. Wollen wir ernsthaft rot anlaufen, wenn unsere Kinder uns mit diesem Thema konfrontieren? Schlimm genug das wir im Kiosk nach Frauenzeitschriften greifen. Die Zeitschriften unterstützen auch nur den glauben daran, dass wir Männern gefallen müssen. Das wir bestimmte Sachen machen, damit sie Freude und Befriedigung erhalten.

Letztendlich finde ich, wir sollten in der Kommunikation diesbezüglich offener werden. Mehr Empathie entwickeln. Allein oder in einer Partnerschaft, es macht keinen Unterschied, ob man Selbstbefriedigung praktiziert oder nicht, es hat etwas mit einem selbst zu tun und bedient sich nicht einer Co-Abhängigkeit, sprich wir brauchen einen anderen Menschen um etwas spüren zu können. Das körperlicher Austausch zu zweit, dritt oder viert oder oder … mehr Spaß und Lust bereitet ist klar, aber ich finde es ungerechtfertigt, wenn man die Praktizierung der Selbstbefriedigung ad acta legt, nur weil man einen Partner hat …

Das soll nicht gegen Partnerschaften gehen, denn auch in Partnerschaften wird Hand angelegt.

Ich wünsche freudige Fingerspiele!

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Gen Y oder wir die Millenials

Wir sind eine Genration des Hinterfragens. Wir wurden in den achtzigern und neunzigern geboren. Wir sind die Generation der first world problems. Eine Generation die weiß, dass sie von der Altersarmut betroffen sein wird. Nichts dagegen ausrichten kann und das politische System, so wie es Jahre lang hingenommen wurde, nicht mehr hinnehmbar findet. Wir sind die Gegenwart und möchten für die Zukunft etwas ändern.

Wir wirken auf die Generation von gestern meistens planlos, unentschlossen, besserwisserisch und konsumgeil. Woher mag das kommen? Das wir so wirken, liegt nicht an uns. Wir leben in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Wir wirken unentschlossen, weil es für uns so viele Möglichkeiten und Wege gibt. Besserwisserisch wirken wir, weil wir aus der Vergangenheit mit ihrer Vielzahl von Fehlern gelernt haben. Und das wir konsumgeil sind liegt daran, dass ihr die „alten“ es uns in die Wiege gelegt habt. Ihr wart ja selbst nicht besser.

Wir sind die Generation, die am meisten von Burnout betroffen ist. Wir durchleben seit Anbeginn unserer Zeit nur Krisen. Wir waren Zuschauer von 9/11. Still haben wir Klima-, Afghanistan-, Irak-, Euro-, Wirtschaft-, Finanzen- und Bildungskrise mit angeschaut … eine Vielzahl von Krisen. Und bei allen waren wir Beobachtende. Wir schauten mit großen Augen. Nicht immer registrierten wir bewusst, was da passierte. Es passierte viel. Viel zuviel.

Seit ein paar Jahren können wir aber nicht mehr zuschauen. Wir haben angefangen auf die Straße zu gehen. Unsere Stimme zu erheben. Wir fingen an zu demonstrieren. Erst der Klimawandel. Dann gegen Rassismus, weil wieder ein idiotischer Rechtsruck durchs Land fegt. Für eine angemessene Flüchtlingspolitik. Wir demonstrieren für Gleichberechtigung. Werden zu bekennenden Feministen*innen. Aktuell für die Netzfreiheit und gegen Artikel 13! Wir lassen uns nicht mehr vorwerfen, eine Generation zu sein, die planlos ist und nicht weiß was sie will.

Wir wollen nachhaltiger werden, weil wir es müssen. Wir wollen gesünder leben, weil wir die Lebensmittelindustrie durchschaut haben. Wir wollen das Internet so, wie wir es kennen und lieben gelernt haben. Wir wollen uns selbst verwirklichen, weil wir einen Sinn brauchen für das was wir tun. Wir haben aus den vergangenen Genrationen gelernt und möchten unser Leben nicht komplett der Arbeit widmen. Wir haben Köpfchen, scheuen keine Herausforderung. Familiengründung und Freizeit ist uns genauso wichtig, wie der berufliche Aufstieg. Wir können genauso ackern wie unsere Eltern. Nur behalten wir unsere Gesundheit im Blick. Sicherheit ist für uns nur ein Wort, weil wir nur Krisen kennen. Daher sind wir mutiger, weil wir wissen das wir nach dem Fallen auch wieder aufstehen können.

Der Politik sind wir ein Dorn im Auge.

Die Politik regiert auch 2019 immer noch konservativ. Selbst eine weibliche Regierungsspitze hat da nicht viel geändert. Klar, wir leben in einem Land in dem es uns gut geht. Woanders lebt es sich nicht so herrlich. Aber es kommen in der Zukunft Probleme auf uns zu, die man jetzt anpacken muss.

Im Grunde müssten wir alle politisch noch aktiver werden. Am besten gleich in die Politik gehen. Nicht zwingend muss dafür eine neue Partei gegründet werden. Man kann auch bei den etablierten Parteien mitmischen und die Würfel selbst in die Hand nehmen. Wenn man uns lässt! Bis dato habe ich das Gefühl, dass wir immer noch belächelt werden. Überall wünscht man sich mehr junge Leute, aber unsere Ideen fürchtet man dennoch. Letztendlich werden sie zerredet und mit Spott überschüttet.

Wir die Generation …

… Why

… What

… Krise

… Chips

… Maybe

… Me

und wie ihr uns noch gerne betiteln möchtet, wissen was los ist. Also gibt uns bitte eine Chance etwas zu ändern. Wir haben Krisen miterlebt, sind offen für neues und können nach dem Fallen wieder aufstehen und weiter machen!

#THIRTYSOMETHING |1

Gedanken über ein geschmerztes Herz das in Tränen planscht.

Wie viel Schmerz hält das Herz eigentlich aus?

Mein Herz wurde das erste Mal gebrochen, da war ich 14. Der den ich wollte, wollte mich nicht. Ich weinte Tränenmeere. Der zweite war mein erster Freund. Nach 8 Monaten wollte er mich nicht mehr. Ich weinte Meere, Wasserfälle und dann wieder Meere.

Danach weinte ich keine Meere mehr. Ich weinte Pfützen und gelegentlich Seen.

Das ist wie laufen lernen. Wir laufen, fallen hin, verharren in einem kurzen Schockmoment, die Tränen schießen uns aus den Augen. Wir stehen wieder auf, rücken alles zurecht, wischen uns die Tränen weg und laufen weiter.

Mit dem Versagen in der Liebe verhält es sich ähnlich. Permanent scheinen wir in Tränen zu versinken, lernen darin zu schwimmen und anschließend schöpfen wir mit einem Eimer alles wieder frei, um dann wieder von vorne in Tränen zu versinken.

Beim ständigen versinken und schwimmen frage ich mich: wie viel hält mein Herz eigentlich aus?

Anscheinend eine Menge, soviel das ich mich wieder frage: wie hoch ist mein Tränenkontingent für Männer?

Liebe ist ja auch irgendwie, wie Laufen lernen. Wenn man fällt kommt ein kurzer Moment des Schocks, dann schießen einem die Tränen in die Augen und du stehst wieder auf, rückst alles zurecht. Du wischst dir die Tränen weg und gehst weiter.

Ich würde lieber vor Freude weinen. Aber irgendwie scheint das Kontingent hierfür nicht hoch genug zu sein. Oder vielleicht gehöre ich zu den Menschen, die lieber weinen, wenn das Herz schmerzt?

Ich könnte bis ins unendliche hierüber philosophieren, aber eine Lösung würde sich nicht vor mir auftürmen.

Ich werde immer weinen können, weil ich weinen will, wenn mir danach ist. Und dann werde ich wieder lachen, weil etwas lustiges passiert ist oder mir jemand etwas lustiges erzählt hat.

Das Herz schmerzt regelmäßig, mal mehr mal weniger. Geschundene Herzen fühlen intensiver. Weil sie mehr aushalten als Herzen die in Glückseligkeit getränkt wurden. Sie in geschenkter Liebe baden dürfen.

Weinen forever!

Band | #1: WHAT IF I DIE

Die Musik ist meine Heimat. Jedes Mal, wenn mir eine musikalische Entdeckung über den Weg läuft, erfreuen sich meine Gehörgänge und mein Herz. Ende Februar ereilte mich eine kleine Neuigkeit über ein neues Bandprojekt. Diese Band möchte ich euch ans Herz legen.

Hören. Fühlen. Ins Herz schließen.

WHAT IF I DIE ist ein Berliner Zweimann Emo/Trambient Projekt. Bestehend aus zwei musikalischen Köpfen, die sonst in der Hardcore/EMO Szene beheimatet sind. Die beiden Herren streckten ihre Fühler weiter aus. Blickten über den Tellerrand hinaus. Verließen ihre herkömmliche Musik-Komfortzone. Sie schufen eine feine Musikperle, vollgepackt mit emotionalen und persönlichen Songs. Umhüllt von einem sanften Gitarren- und Synthesizer-Sound. Fast schwebend, kommt einem die Musik entgegen. Man darf gespannt sein auf das was da noch kommt und vor allem wie es Live dann umgesetzt wird …

I coughed Blood in the riverbed
After I saved myself
From from the floods that you pushed me in

aus dem Song Riverbed by WHAT IF I DIE

Die Band findet ihr bisher auf Instagram und Youtube.

In der Trägheit versinken

Wer kennt das nicht, du hast Feierabend und freust dich nach einem anstrengenden Arbeitstag auf deine Couch! So schön kuschlig und bequem! Davor noch in die Schlabberklamotten und der gemütliche Teil des Tages kann beginnen. Doch was macht das mit einem, wenn man das jeden Tag so macht?

Die Trägheit aus meinem Leben zu verbannen, war ein Teil der Selbstoptimierung und der neu gewonnen Achtsamkeit mir gegenüber. Ich praktizierte es eine halbe Ewigkeit. Erst arbeiten und dann erschöpft auf der Couch landen. Vom Fernsehprogramm berieseln lassen und entspannen. Nicht selten schlief ich ein und wachte im dunkeln auf. Orientierungslos erwachte ich und dachte: Mist, wieder nichts vom Nachmittag gehabt.

Wer kennt das nicht?

Beim dauerhaften Praktizieren stellt sich irgendwann eine Trägheit ein, die man so eigentlich gar nicht haben wollte. Bevor man sie sich eingesteht, kommt erstmal das Abwehrverhalten mit Worten wie: man entspanne doch nur, was stört dich daran und so weiter und so fort.

Verabredungen mit Freundschaften unterbrechen diesen Prozess der Trägheit nur kurzweilig. Ich hab hierzu die Woche einen interessanten Artikel gelesen und wurde mal wieder inspiriert mich zu reflektieren und es hier niederzutippen.

Der Artikel beschreibt genau dieses Szenario der Trägheit, was wir alle kennen. Das es besser wäre, nach der Arbeit weiterhin aktiv zu bleiben. Sei es ein Hobby oder dergleichen. Wenn wir länger im Aktivmodus verweilen, werden wir im Job leistungsfähiger, sind motivierter und vor allem schlafen wir nachts besser.

Ich nehme dann mal mich als Beispiel und kann das zu 100% bestätigen. Seitdem meine Couch nicht mehr mein erster Anlaufpunkt nach Arbeit ist, sprudel ich nur so vor Kreativität und Motivation und geh tatsächlich etwas beflügelter durchs Leben. Wie ein Honigkuchenpferd auf LSD.

Das Wetter bewusster zu genießen, vor allem die Sonne! Zum Ziel zu spazieren als zu fahren ist jedes Mal eine gute Entscheidung. Ich lass die Trägheit, dann immer doof stehen und geh einfach los. Studiere lieber das Kinoprogramm und den Veranstaltungskalender der Clublandschaft als die Neuerscheinungen der Streamingdienste (geht jetzt eh nicht mehr:).

Der erste Schritt raus aus der Comfortzone ist nicht schwer, erfordert nur ein wenig Mut. Mutig sein kann man lernen. Man sollte nie aufhören zu lernen. Neue Erkenntnisse sind nichts anderes als die Bekenntnis zum mutig sein!

Vice – Der zweite Mann

GENRE: BIOPIC; SPIELFILM
REGIE: ADAM MCKAY
DARSTELLER: CHRISTIAN BALE, AMY ADAMS, SAM ROCKWELL U.A.
DREHBUCH: ADAM MCKAY

KINOSTART: 21.02.2019
FSK: 12


Diesen Film mit Christian Bale als Dick Cheney möchte ich euch ans Herz legen. Eine filmische Biografie über einen Mann, der politisch als Schatten von George W. Bush soviel veranstaltet hat und ich mich beim Gang aus dem Kino gefragt habe. Wie konnte das passieren? Wie konnte Bush gewählt werden, aber das fragen wir uns ja auch beim jetzigen Präsidenten Donald Trump.

Ich kannte nur den Trailer und wusste – ehrlich gesagt – nicht, wer Dick Cheney war. Noch während ich den Film im Kino schaute, ärgerte ich mich, dass nicht mitbekommen zu haben. Dieser Mann hat tatsächlich den Lauf der Geschichte beeinflusst. In eine Richtung, die Barak Obama leider nicht ändern konnte, weil es zu spät war. In der Bush-Ära ist etwas in einem Ausmaß passiert das man nicht mehr richten konnte.

Der Film erzählt das Leben von Dick Cheney. Cheney wird von Christian Bale gespielt. Der Mann ist ein Chamäleon. Auf Kosten seiner Gesundheit nahm Bale im Laufe seiner Filmkarriere regelmäßig zu und ab für Filmrollen. Nominierungen für unterschiedliche Awards danken es ihm. Für die Rolle als Cheney legt er ordentlich zu und man erkennt ihn kaum. Der politische Aufstieg zeiht sich wie ein roter Faden durch den Film. Das Bekenntnis zur Homosexualität seiner Tochter Mary, wirkt wie ein kurzer Knick. Integriert sich aber unscheinbar in seine Karriere. Ich spoilere mal: das ändert sich zum Ende hin als seine ältere Tochter Liz in der politischen Welt aufsteigt. Da bleibt der Knick ein Knick.

Man sieht Szenen während des 11. Septembers 2001. Wie sich die Regierung von Bush aufstellt, was alles schief läuft und die unzähligen Herzinfarkte von Cheney bis hin zur Herztransplantation.

Seine Ehefrau Lynne Cheney wird von Amy Adams gespielt. Sie brilliert und polarisiert. Steve Carell spielt Donald Rumsfeld. Eine Rolle die ihm liegt und die man ihm abkauft. Und dann wäre da noch Sam Rockwell als George W. Bush. Hier fällt es mir schwer darüber zu urteilen. Wie sehr stimmt die Darbietung von Rockwell mit Bush überein? Wenn Bush wirklich so war, dann mag ich Rockwell loben.

Wichtiger Film. Sehr gut gespielt. Unbedingt anschauen.

Nimm mich #2

Rückblick:
Zärtlich küsst und liebkost du meinen Hals. Ich genieße deine Wärme und deine Lippen auf mir. Sanft, aber bestimmend drehst du mich zu dir um. Ich wehre mich nicht, schaue in deine Augen, unsere Blicke wollen das Gleiche. Wir küssen uns leidenschaftlich und innig. Deine Hände wandern über meinen ganzen Körper. Ich setze mich auf’s Fensterbrett. Schlinge meine Beine um dich und ziehe dich so fest an mich, dass ich dich augenblicklich spüren will. Küsse und Berührungen werden intensiver . . .


. . . wie es weiter geht . . .

Nach und nach erlischt eine Kerze nach der anderen. Die Straßenlaternen erhellen den Raum. Weitere Lampen würden die Stimmung kippen. Wir, die verspielten Schatten der Nacht. Wir, die Liebenden der Großstadt.

Unsere Zungen spielen miteinander. Dein Körper strahlt glühende Wärme aus. Mir friert es dennoch. Hier auf dem Fensterbrett, bedeckt mit leichtem Stoff. Ich lasse langsam ab von dir und frage flüsternd, ob du mit mir ins Warme willst. Du schenkst mir ein Lächeln, hilfst mir vom Fensterbrett. ich drehe mich, schließe das Fenster und ziehe die Vorhänge zu.

Deine Hände lassen nicht ab von mir. Das Bett ist nah und dennoch hältst du mich hier am Fenster fest. Ziehst mich an dich. Deine Hände berühren mich sanft, sind überall. Du streichst mir die Haare aus dem Nacken, küsst ihn sanft. Deine Zunge wandert bis zu meinen Ohren. Du knabberst an ihnen. Mich überkommt Gänsehaut und Hunger. Hunger nach dir.

Ich will dich – flüstere ich dir ins Ohr.

Ich drehe mich um. Eine Hand greift nach deinem Nacken, die andere wandert an deinem Rücken abwärts. Die Musik läuft immer noch und ich küsse dich leidenschaftlich. Unsere Zungen spielen wieder ein unendliches Spiel der Gier. Wir bewegen uns zum Takt der Musik. Richtung Couch. Flüsternd frage ich, was du mit mir machen willst. Ein Blick, keine Worte.

Du setzt dich hin. Nimmst meine Hand und bittest mich, mich auf dich zu setzen. Ich lächle. Komme näher. Setze mich auf dich. Tiefe Blicke die Funken schlagen. Unkontrollierte Küsse. Heiß und innig. Wir bewegen uns im Takt der Lust.

Du packst mich an den Hüften, versuchst mich zu lenken. Doch ich bestimme heute das Tempo. Ich will dich – flüstere ich dir ins Ohr. Lehn dich zurück Geliebter. Genieße die Berührungen. Mich auf dich.

Auf der Straße rauschen die Autos nur so an uns vorbei. Ihr Echo verstummt. Die letzte Kerze erlischt. Die Straßenlaternen schimmern hell durchs Fenster. Unsere Umrisse zeichnen Schatten . Schatten die miteinander an den Wänden im Hintergrund spielen. Ein Liebesspiel.

Die Leidenschaft hat Besitz von uns ergriffen. Bewegungen werden intensiver. Unsere Körper brennen vor nicht endender Wärme. Wir bedecken uns mit Küsse. Immerwährende Zungenspiele …

Fortsetzung folgt…