Warum Langzeit-Singles die bessere Partie sind

Als Langzeit-Single wird man oft als gefrustet, wählerisch und des Versagens beschuldigt. Ich bin der festen Überzeugung, wer gut alleine leben kann, der schafft das auch mit dem Zweisam sein.

Ich kann alleine sein.

Ich glaube das klappt ganz gut. Ich muss nicht permanent Nachrichten verschicken. Bedürftigkeit macht ja auch nur abhängig. Und selbst meine Mama sagt immer: „Kind, mach dich nicht von einem Mann (oder Freunde) abhängig!“.Weiß mich gut mit mir selbst zu beschäftigen und kann auch gut alleine auf Konzerte, ins Kino usw. gehen. Ich würde sagen ich lebe in einer glücklichen Beziehung mit mir selbst.

Ich bin nicht sonderbar oder gar ein Mängelexemplar.

Auch das möchte man mir gerne erzählen. Du bist ja zu wählerisch. Hmm, ja … geht klar! Ich weiß halt was ich will! Und wenn ich mich nicht gut aufgehoben fühle, dann geh ich wieder. Und wenn ich mich nicht mal ansatzweise in der Nähe meines Gegenübers wohlfühle, suche ich eh das Weite! Wenn das Herz nicht zu 100% voll und ganz fühlt – was soll ich denn bei dem Menschen noch verweilen. Unglücklich sein, ist ja auch schlecht fürs Herz.

Ich weiß, wer ich bin und was ich kann.

Ich kann aus dem Stegreif meine guten und schlechten Eigenschaften aufzählen. Ich hatte die Möglichkeit mich damit auseinanderzusetzen. Hatte genug Zeit um mich zu finden und befinde mich jetzt im Ruhemodus. Einsatzbereit, aber dennoch wartend … auf irgendwas.

Zeit mich zu verwirklichen.

Die Zeit mag ich hierbei sehr. Wer kann schon sagen: Ich habe viel Zeit für mich und meine Träume. Insbesondere beim verwirklichen von Träumen? Na ich:) Macherin zu sein wirkt auch beim daten interessanter als sich nur der Mittelmäßigkeit hinzugeben.

Im überstürzen bin ich schlecht.

Ich hab Erfahrungen gesammelt, die mich mit Einsichten, Ansichten und Brandspuren bereichert haben. Hab einiges erlebt. Ich spiele nicht Bienchen auf einer Blumenparty. Ich bin die Hummel, die sich im Sonnenlicht der Mittagssonne wärmt und das bunte treiben der Bienchen beobachtet.

Ich bin vollständig.

Dabei fühle ich mich schon manchmal wie eine Diva. Laufe ich Treppen hoch oder runter, laufe ich meistens in der Mitte. Keine gute Idee, insbesondere als Bewohnerin einer Großstadt. Aber meistens wähle ich die goldene Mitte. Das Leben ist mein Laufsteg, die Bühne und meine Power-Point-Präsentation. Ich muss nicht ständig Selfies von mir machen. Meine Optik verändert sich ja auch nicht innerhalb von 24h. Ich fühle mich vollständig mit mir und meinem Leben. Wegbegleiter können sich gerne dazugesellen.

Also, ich die Langzeit-Single-Lady in spe habe keine Beziehungen, nur um nicht mehr allein zu sein. Ich weiß, das ich wertvoll bin, worauf ich verzichten kann, worauf nicht und wie ich dafür einstehen kann. Mit mir muss man nicht permanent Gassi gehen, ich lache auch über 08/15 Witze und brauche keinen Nachrichtenüberschuss via WhatsApp. Darum suche ich mir nur Menschen aus, die verstehen (wollen) und ähnlich ticken – kurz: die mir meine Zeit wert sind.

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Februar 2019

Im Februar haute mich kein Album um. Von den Enttäuschungen, die meine Gehörgänge erreichte, mag ich gar nicht erst berichten. Aber im Januar erschien ein Cover-Album von Weezer und das ist richtig gut! Auch Teal Album genannt. Weezer haben es mit Farben, insbesondere Alben nach Farben zu benennen. Grün, blau, rot, weiß und im März folgt ein schwarzes Album! Ich warte schon auf lila und pink 🙂

Weezer – Take on me

Doch zurück zum Teal Album. Weezer covern hier diverse Smash Hits aus der Musikgeschichte. Africa, Sweet Dreams, No Scrubs, Take on me und sogar Mr. Blue Sky – auch bekannt aus Guardians of the Galaxy Vol. 2 zu dem Groot ganz groovy die Holzhüften schwingt.

Ich hab schon lange nicht mehr ein so gut gecovertes Album gehört. Es klingt modern und doch verlieren die Songs nichts von der Originalversion. Lohnt sich in jeglicher Hinsicht. Gut, richtig gut! Hab ich schon gesagt, aber wirklich! Unbedingt reinhören!

Wenn dein Leben zu einer Challenge wird!

Die letzten Jahre verbrachte ich mit gefühlter Sinnlosigkeit. Also, Sinnlosigkeit in Form von: ich konsumierte nur. Schaute Videos on demand, scrollte und tippte mich durch Social Media und lebte wie ein Hamster. Schlafen, essen und arbeiten. Irgendwie, wollte ich das nicht mehr.

Ich hab Lust auf eine Challenge!

Im Freundeskreis und auf Arbeit hatte ich genug Inspiration, wie man den eigenen Alltag ein wenig aufpeppen kann. Doch eigentlich hab ich ja was gesucht, was ich fest in mein Leben integrieren kann. Ich will nachhaltiger leben. Ich will mehr darauf achten, was ich mir da in den Mund schiebe. Weniger bis gar keine tierischen Produkte mehr und pflanzlicher sollte es werden, zudem will ich auch den Alkoholkonsum runter schrauben. Ist ja generell nicht viel, aber das bisschen kann man auch noch reduzieren.

Ja, das sind jetzt alles Dinge, die die Gesundheit wieder gut dastehen lassen. Aber was gibt es noch? Ich beschloss mehr zu lesen. Online fand ich die #50BOOKSIN2018 – Challenge. 50 Bücher? Das heißt, ich muss mindestens ein Buch pro Woche lesen. Und wirklich viele Seiten dürften es auch nicht haben. Ich startete also die #50BOOKSIN2019 – Challenge. In meinem Bücherregal tümmeln sich genügend ungelesene Bücher und in Buchhandlungen bin ich auch viel unterwegs. Sollte also funktionieren. Ich startete im Januar mit 5 Büchern und hänge im Februar hinterher mit bisher einem Buch! Ich bin weiterhin frohen Mutes und die Hoffnung, dass der März besser wird, soll mich leiten.

Und bloggen wollte ich auch …

Letztes Jahr startete ich mit diesem Blog und wollte natürlich weiter machen und auch mehr Beiträge veröffentlichen. Über mehr Themen schreiben und weniger jammern. Naja, das mit dem jammern konnte ich noch nicht zu 100% abschalten, aber Luft nach oben muss ja auch sein, ne? Das klappt also auch. Ich sitze fast täglich am Laptop und tippe was das Zeug hält. Promote über Instagram und Facebook und Twitter und Pinterest sollen noch folgen. Läuft!

Zwei Abos abschaffen, ein neues zulegen

Lesen und schreiben nimmt enorm viel Zeit im Alltag ein. Was mache ich also mit Netflix & Co? Hab ich vor kurzem gekündigt. Und da sich meine Kinobesuche häuften, habe ich mir wieder ein Kinoabo zugelegt. Einen Beitrag zahlen und so oft ins Kino gehen, wie ich mag. Erscheint mir derzeit sinnvoller als verloddert auf der Couch zu faulenzen und mich von Netflix & Co berieseln zu lassen. So bin ich an der frischen Luft, kann das mit einem Spaziergang verbinden und weil das Abo mehrere Kinos beherbergt, sehe ich mal wieder mehr von Berlin. Erhoffe ich mir zumindest!

Alles irgendwie bewusster erleben und nicht nur so nebenbei konsumieren.

Und dennoch hab ich ein leicht gestresstes Gefühl dabei. Jede Woche ein Buch, dann mehr bloggen und dazu Kinobesuche. Klingt eigentlich nach einer schönen Sache. Ist es auch, wenn ich nicht immer soviel grübeln würde und mir das manchmal wie Selbstoptimierung vorkommt und ich ja eigentlich achtsamer mit mir selbst umgehen will. Übertreibe ich? Oder stimmt es? Bin ich jetzt eine fleischgewordene Challenge geworden?

Das Schreiben hat ja einen Zweck und vor allem ein Ziel. Über Filme und Bücher möchte ich schreiben. Die Abos der Streamingdienste zu kündigen, war sinnvoll, um mich mehr aufs Schreiben zu konzentrieren.

Klappt auch gut und dennoch hab ich wieder viel zu viele Münzen fürs Gedankenkarussell ausgegeben … Hält mal bitte einer das Karussell an!

Von optischen Täuschungen und der Entscheidung, sich so zu kleiden wie man will!

Als Kind machte ich mir wenig Gedanken darüber, was ich da eigentlich für Mode trug. Teilweise kleidete mich meine Mutter ein. Ich mochte mein Mädchendasein. Ich trug gerne Lackschuhe und schmückte mich mit Plastikschmuck – später wurde daraus Modeschmuck. Mittlerweile, dank meiner Mutter, habe ich auch ein paar echte Stücke in meinem Schmuckkästchen. Ich trug bis zur Einschulung gerne Kleider. Danach nicht mehr. Ich ging in die Breite und fühlte mich mit Kleidern und Röcken wie ein modischer Fauxpas. Ich fing auch an andere Mädchen zu bewerten und wollte so aussehen wie sie. Ich orientierte mich nicht an Models aus Modemagazinen. Es gab ja genug Mädchen in meinem Umfeld, die ich schön und optimal fand.

Frauen beschäftigen sich mit ihrem Äußeren, auch wenn sie sich nicht schminken und auch nicht die aktuellen Modetrends zelebrieren. Frauen haben schon seit Jahrhunderten dieses Problem mit der optischen Täuschung und das man bestimmte Kleidung nicht tragen sollte, wenn man zu dick oder zu dünn ist.

Heute versucht man Kinder nicht geschlechtsspezifisch eine farbliche Orientierung zu verpassen

Die Erwachsenen zeigen uns schon von klein auf, dass Mädchen sich von Jungen unterscheiden. Mädchen tragen meistens rosa und die Jungen blau. Heutzutage lockert sich das ein wenig. Heute versucht man Kinder nicht geschlechtsspezifisch eine farbliche Orientierung zu verpassen, sondern so neutral wie möglich einzukleiden. Oft muss dafür die Farbe beige in hellen oder dunklen Nuancen herhalten oder man verpackt die Kleinen mit Mustern, wie Streifen oder Punkten. Zumindest hat das Farb-Fauxpas bei den Eltern nachgelassen.

Kleider machen Leute

Eine feminin gekleidete Frau bekommt in der Regel mehr Aufmerksamkeit und Beachtung in der Gesellschaft als eine Frau, die einen Messy Bun (unordentlicher Dutt) und viel zu weite Kleidung trägt. Kleider machen Leute. Den Spruch kennt jeder. Dabei ist es vollkommen Banane was wir tragen. In Berlin sowieso. Dennoch verbringen wir sehr viel Zeit damit, weil es uns halt nicht egal ist. Wir machen uns sehr wohl darüber Gedanken. Aber machen wir uns über unsere Verpackung Gedanken, weil wir bei der Begutachtung (außerhalb unseres Spiegelbildes) durchfallen könnten, weil wir für die Kleidung, die wir tragen, nicht die „richtigen“ Maße haben? Wir sollten nicht alles glauben, was wir denken!

Beth Ditto gehört zu den Frauen, die mit ihren Maßen durch das gesellschaftliche Raster hindurch fällt, dennoch polarisierte sie, modisch und gesanglich, vor ein paar Jahren die Musik- und Modeszene und somit schaffte sie es, dass sich die Welt für uns dicke Mädchen und Frauen, ein wenig öffnete. Selbst Karl Lagerfeld, der Dicke für unansehnlich fand, stand auf Beth. Lies sie sogar auf Modenschauen laufen und ihre Speckröllchen umher stolzieren. Beth genoss sichtlich diesen Moment, aber ich schaute nur in die Röhre und dachte: Herrje, alles schön und gut, aber eigentlich hatte ich gehofft, liebe Beth, das du diese oberflächliche Welt änderst. Letztendlich bist du auch nur eine Frau, die die Objektifizierung von Frauen unterstützt! Ich mag dich dennoch und versuche dieses Lebensereignis von dir zu ignorieren.

Gesundheitsfanatiker meldeten sich dann auch noch zu Wort. Man würde ja jetzt etwas für gut heißen, was ja eigentlich ungesund ist. Dick ist ja auch nicht wirklich gesund, aber müssen wir uns unser ganzes Leben immer wie Außenseiter fühlen? Uns schlecht fühlen, weil wir nicht der Norm einer – mal präzise formuliert – Gesellschaft entsprechen, die permanent versucht alles und jeden ein Idealgewicht – metaphorisch gesagt – zu verpassen?

Als Teenager nahm zwar die Akzeptanz zu meinem Gewicht nicht zu, aber ich scherte mich nicht darum, ob meinem Umfeld passt, was ich da trage. Es war mir durch und durch egal und das hab ich mir bis heute beibehalten. Das hab ich einer Frau zu verdanken, die leider nicht mehr unter uns weilt: Janis Joplin! Sie hatte selbst immer mit sich und ihrer Optik zu kämpfen. War keine wirkliche Schönheit, aber Charisma hatte die Frau. Das nahm ich mir schon mit 15 zu Herzen.

Meine Mutter meinte sogar irgendwann zu mir: „So gehe ich nicht mit dir vor die Tür!“ letztendlich ging sie doch mit mir – so wie ich gekleidet war – vor die Tür in die Öffentlichkeit. Und was verschreckte sie so? Ich trug ein schwarzes T-Shirt, darunter ein Shirtkleid mit Blumenmuster, das man nicht mal als Gardine verwenden würde, über eine Jeans und als i-Tüpfelchen einen Nietengürtel. Schwarz lackierte Fingernägel und Chucks. Fertig war mein Ich. Ich fand mich toll!

Gelegentlich mal Objekt spielen ist OK!

Es spricht ja nichts dagegen, gelegentlich Objekt der Begierde zu spielen. Sich mit Komplimenten überschütten zu lassen. Verführerisch mit den Wimpern zu klimpern. Die Brüste mal zur schau zur stellen. Aber halt alles in Maßen, weil wir ja sonst nur als ein Objekt gesehen werden. Und wir sind ja mehr und wir wollen ja auch mehr sein. Wir wollen ja nicht nur mit Männern flirten. Nein, wir wollen auch mit ihnen philosophieren. Ohne Hintergedanken.

Die Medien sind Schuld! Hollywood ist Schuld! Wir alle sind Schuld! Wir gehen herrlich dressiert wie Äffchen durch die Welt. Stopfen uns voll mit Komplexen und verarschen unser Spiegelbild mit Filtern, PhotoShop und gut trainierten Posen! Und als krönenden Abschluss besaufen wir uns mit dem permanenten Vergleich mit anderen!

In den 20ern angekommen fing ich an mich mit Mode zu beschäftigen. Danke Carrie Bradshaw! Warum? Auch ich kam nicht an Carrie vorbei! Ich bin ja auch nur ein kleines, dressiertes Äffchen. Ich beschäftigte mich mit Farben. Welche sich miteinander kombinieren lassen. Oberteile und Unterteile. Wenn ich oben weit trage, sollte ich unten nicht weit tragen. Ich optimierte mein, wie meine Mutter immer sagte, desaströses Erscheinungsbild mit modischen Trends – bis heute! Ich bin keine Fashionista, aber irgendwann schlich sich ein Bewusstsein für Mode in mein Leben und ich finde das toll! Nicht jeder Trend lohnt sich, aber manches Mal kann ich mich auch nicht zurückhalten und renne durch die Läden, als würde ich für die Vogue shoppen (ich bestell meistens online, aber wenn ich mal im Laden unterwegs bin, dann wie eine Vogue- Mitarbeiterin).

Ich vergleiche uns Menschen gern mit Geschenken. Unser Charakter, also unser Inneres halt ist das Geschenk und unsere optische Erscheinung das Geschenkpapier. Wenn wir nicht gerade Kleidung á la Einheitsbrei aus den bekannten Modegeschäften tragen, versuchen wir aus der Reihe zu tanzen. Mit einem Kopfschütteln betrachten wir menschliche Wesen, die einen subkulturellen Kleidungsstil mit einem modischen Trend kombinieren. Skandal und Verrat an der Subkultur! Ich finde das innovativ! Heißt es nicht Regeln sind da um sie zu brechen oder Grenzen sind da um sie zu überschreiten? Und wie steht es um die Frauen die Leggings tragen? Sind wir mal ehrlich: es sind keine Hosen! Aber eine anerkannte – wenn doch eher hineingeschmuggelte – Bekleidungsvariante für den unteren Bereich des Körpers.

Mehr dicke Mädchen in Leggings!

Zitat: Margarete Stockowski, Mai 2017

Margarete Stokowski veröffentlichte im Oktober 2018 ein Samelsorium von Kolumnen und Essays. Folgende Kolumne trifft es auf den Punkt genau: Mehr dicke Mädchen in Leggings!

Sie zählt ein paar Punkte auf, die ich für wichtige erachte!

  1. Für mehr dicke Mädchen in Leggings! – Kleidung ist ja für Menschen da und eine Leggings zu tragen ist laut ihren Worten „eine Demo für mehr Vielfalt“
  2. Wer starrt verliert. – Frauen könnten auch ohne BH rumlaufen, wenn die Gesellschaft nicht wäre. Männer sind anscheinend abgelenkt, wenn sie weibliche Brustwarzen durchs T-Shirt sehen. Ist längst hinfällig und Mann solle sich doch auf den Straßenverlauf konzentrieren.
  3. Apropos Männer: die auch. – Männer haben ja auch Brustprobleme. Auch sie müssen sie nicht verstecken. Genauso, ob sie kurze Hosen und Flip Flops tragen sollten: Na klar!
  4. Haare am Körper: normal. – Die Frage, ob man sich rasieren sollte oder nicht, also ob Haare am Körper erlaubt sind oder nicht, beantwortet sie schlicht mit einem: scheißegal! Unfeministisch wäre es, sich über den Körper einer anderen Frau zu beschweren.
  5. Alter ist Erfahrung. Lachen über Alter ist Dummheit. – sprich altern tun wir so oder so. Alles hängt irgendwann, das ist so gedacht und ist halt so.
  6. FKK, Neuversion: das Fasten von Körper-Kommentaren. – Menschen, die über andere Menschen – des Körpers wegen – schlecht reden, sind für den Arsch. Sie sind – nur dann – geltend vom medizinischen Fachpersonal oder wenn man eins aufs Maul haben möchte!
  7. Keinen Hass kaufen. – zudem zitiert sie die Autrorin Laurie Penny: „wenn wir uns alle wohlfühlen würden, so wie wir sind, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammen brechen.“ Es wäre normal beim Frausein im Kapitalismus, konsumierbaren Scheiß angeboten zu kriegen, um den Körper zu optimieren. Obwohl wir gut genug sind. Magazine zum Beispiel, die Frauen ihre Fehler aufweisen und Tipps, wie sie sie wieder loswerden und gleichzeitig Backkünste zu verfeinern und dem Partner die bestmögliche Verwirklichung sexueller Fantasien ermöglichen. Laut Maragrete sollte man den Kauf solcher Magazine gleich komplett bleiben lassen.

Ich unterstütze diese Ansichten und ertappe mich auch oft genug, wie egal mir das manchmal nicht ist und doch endlich werden sollte.

In den dreißigern angekommen, stelle ich fest: auch ich bin von der Gesellschaft gut dressiert worden. Füge mich hier und da immer mal wieder, den unsinnigen Normen, aber weiß das man nicht alles glauben muss, was man denkt. Ich weiß das Social Media auch krank machen kann, aber mit den Füßen auf dem Boden zur gleichen Erkenntnis führt: es dient einzig und allein zur Verbreitung von Informationen und dem Werben von alles und jeden. Ich benutze es ja schließlich auch so! Man kann sich mit allem bekleiden und sowieso kommt es ja auf unser können an und das sollten wir demonstrativ auf Plakate schreiben und jeden Tag mit einem gezückten Mittelfinger repräsentieren. Wie Lady Gaga!

Sonst ändert sich ja nie was.

Genervt oder nicht genervt – das ist hier die Frage!

Ich habe Humor. Eine Menge Humor, aber gerade geht mir der Humor flöten. Das mit dem Blog ist ja bis zu einem bestimmten Punkt wie Tagebuch schreiben. Aber ab einer gewissen Stelle positioniert man sich und dann kommen sie, die Kommentare auf die man nicht gewartet hat.

Ich mache kein Hehl daraus, das ich Single bin. Liest man hier ja zu genüge. Es ist vollkommen normal mal frustriert zu sein und dann wieder nicht. Beziehungen sind ja auch nicht nur harmonisch, oder?

Die Kategorie HOW TO BE A SINGLE? hat mal damit angefangen, dass ich mich zum damaligen Zeitpunkt gefragt habe, warum es eigentlich so schwierig ist jemand passendes für sich zu finden. Jeder Single, egal ob Männlein oder Weiblein, kommt irgendwann an den Punkt: eingeschlichene, routinierte Verhaltensweisen zu analysieren. Basiert meistens auf Frust und dem Warum ich? Vom geknickten Selbstwertgefühl brauch ich gar nicht reden, wenn man mehr Fehlschläge hatte als Glückstreffer.

Aber sollten wir nicht eigentlich eher miteinander agieren? Als uns auch noch gegenseitig die frustigen Phasen unseres Singledasein um die Ohren zu werfen? Uns nicht eher ermutigen. Hoffnungen schenken? Uns in den anderen hinein fühlen? Mag sein, dass ich hier zuviel verlange, aber wer würde mir hierbei nicht zustimmen?

Meine Texte ähneln sich sehr, dass ist mir bewusst, aber auch nur, weil mir das alles im Kopf umherschwirrte und ich es mir von der Seele tippen wollte.

Ich glaube, es hat auch etwas mit Glück zu tun, dass manche relativ früh jemanden finden und andere länger brauchen. Dem einen fällt es leichter andere Menschen in sein Herz zu lassen und andere brauchen dafür halt etwas Zeit. Manch einer sammelt schlechte Erfahrungen, der andere Herzen.

Ich lebe in einer Großstadt und hier ist alles so schnelllebig. Keiner nimmt sich mehr so wirklich Zeit für den anderen. 24h reichen heutzutage nicht mehr aus. Auch fürs Kennenlernen nehmen sich nur noch wenige wirklich Zeit. Am besten ein Date zwischen Mittag und dem nächsten Meeting. Oder auf ein Date zum Feierabendbier. Online – Dating – auch wenn ich es nicht wirklich mag – ist heutzutage, die einfachste Art jemanden kennen zulernen. Und ja, da ist noch eine Flirt-App auf meinem Handy, die gelegentlich angeklickt wird. Sind wir nicht alle ein bisschen widersprüchlich? Bewusst mit offenen Augen zu suchen tue ich immer noch. Aber meint ihr nicht auch, dass wir mehr Zeit damit verbringen auf unser Handy zu schauen als auf das was sich um uns herum bewegt?

Wir müssen uns erst wieder dafür sensibilisieren, aufmerksamer gegenüber der Welt zu werden, die über das Handydisplay hinausgeht. In einem Freundeskreis, der aus Partnerschaften und Familien besteht, lebt es sich noch ein wenig schwerer. Liierte Freundinnen wünschen dir bei der Partnersuche Glück, gehen aber nicht mit dir zusammen auf die Pirsch. Meine Realität.

Zwischen dem ganzen Suchen und Finden der Liebe, lebe ich ein Leben, das mir meistens gefällt, mich dann und wann erfüllt und ja ich bin ehrlich – ich hätte gern einen Wegbegleiter! Aber einen Plan B muss ich auch haben.

Green Book

GENRE: Tragikkomödie; SPIELFILM
REGIE: Peter Farrelly
DARSTELLER:  Mahershala Ali, Viggo Mortensen u.a.
DREHBUCH: Nick Vallelonga, Brian Hayes Currie, Peter Farrelly
KINOSTART: 31.01.2019
FSK: 6

Green Book – Eine besondere Freundschaft katapultierte sich diesen Monat zu meinem Film des Monats! Die Story zwischen einem Jazz-Pianisten und einem Fahrer, mit italienischen Wurzeln, beruht auf wahren Begebenheiten. Ein weißer fährt einen schwarzen. In den 60ern ein Skandal!

Viggo Mortensen spielt den Fahrer Tony Lip. Aufgewachsen in der New Yorker Arbeiterklasse, muss er sich für ein paar Monate, weil der Club in dem er arbeitet umgebaut wird, einen neuen Job suchen. Er landet bei dem afroamerikanischen Dr. Don Shirley. Shirley sucht einen Fahrer für seine kommende Südstaaten-Tour. Er entscheidet sich, nach einem Bewerbungsverfahren, für Tony.

Die Reise entwickelt sich für die beiden zu einer Herausforderung. Shirley und Tony erleben so einiges. Anhand eines Green Books, kommen nur bestimmte Hotels für Shirley infrage, in denen er übernachten kann, was nicht immer einfach ist, denn Shirley fühlt sich dort nicht gänzlich wohl.

Neben der Problematik mit den Hotels, sind die Gastgeber, bei den Shirley seine Auftritte absolviert, alles andere als zuvorkommend. So muss Shirley die gleichen Toiletten benutzen wie das Personal oder darf nicht dort seine Mahlzeiten einnehmen, wo die Veranstaltungsgäste dinieren.

Tony setzt sich auf der Fahrt immer wieder für seinen Boss ein, der aufgrund seiner Hautfarbe immer wieder mit dem Gesetz aneinander gerät. Mit der Zeit entwickelt sich eine Freundschaft der besonderen Art zwischen den beiden. Tony bringt Shirley den Rock’n’Roll seiner afroamerikanischen Landsmänner näher und Shirley hilft Tony beim Verfassen von romantischen Briefen an seine Frau …

Der Film ist wirklich witzig und stellenweise sehr traurig. Vor allem dann wenn Shirley mit dem amerikanischen Gesetz der 60er aneinander gerät. Heutzutage wären viele Gesetze undenkbar, aber damals war das leider so. Mortensen und Ali spielen überzeugend und mit Tiefe.

8 Orte an denen man Männer kennenlernt …

… nur ich irgendwie nicht. Ich verweilte überall und nirgendwo. Lächelte charmant, schaute mal verführerisch und manchmal glotzte ich wie ein Freak, dann blieb keiner stehen. Man(n) rannte eher vor mir weg, jedenfalls habe ich das so wahrgenommen. Doch wo kann man Männer kennen lernen? Eigentlich überall. Ich probierte 8 Orte aus und bin kläglich gescheitert.

Gemüsetheke im Supermarkt

Ich spazierte, schlenderte und schlängelte zwischen Tomaten, Kohlrabi und Spargel. Männer waren da auch unterwegs, doch viel zu sehr damit beschäftigt, sich zwischen einer Gurke mit oder ohne Plastikverpackung zu entscheiden. In der heutigen Zeit eine wichtige Frage. Nachhaltigkeit vs. Klimawandel. Auch allgemein beschäftigen Männer sich eher damit, ihren Einkaufszettel abzuarbeiten, den sie höchstwahrscheinlich von ihrer Partnerin in die Hand gedrückt bekommen haben. Und Männer, die nur Alkohol im Einkaufswagen transportieren, lächlte ich nicht mal an, den wollte ich lieber eine Telefonnummer der anonymen Alkoholiker in die Hand drücken.

Buchhandlung

Zwischen verstaubten und alten Werken der Weltliteratur hatte ich es auch mal probiert. Ich glaube, ich hatte immer die falsche Buchhandlung. Thalia & Co fallen gleich weg. Da trifft man zwar auf Männer, aber da ist es ähnlich wie in der Gemüsetheke. Nur diesmal stellen sie sich die Frage: dieses oder jenes Buch? Auch dreimal um den Aufsteller laufen hat nichts gebracht. In kleineren Buchläden war ich auch, aber da war ich irgendwie immer zur falschen Zeit, weil mich dort Männer jenseits der 50 anlächelten. Ich drehte dann meistens eine „ich bin hoch interessiert an den alten Werken“ – Runde, ehe ich wieder hinausspazierte.

Kino

Ich weiß gar nicht, wer mir mal den Tipp mit dem Kino gegeben hat. Das war so ernüchternd, wie eine Party ohne Rauschzustand. Meiner einer hat ja kein Problem allein ins Kino zu gehen, aber auch Männer, die allein ins Kino gehen grüßen schon fast die 60! Irgendwann dachte ich mir, ich gehe halt immer zur falschen Zeit ins Kino. Unter der Woche ist es nicht ganz so voll wie am Wochenende. Also stiefelte ich am Wochenende ins Kino. Tze, Pustekuchen, dass sind die Family-Days. Nix mit einsamer Penisträger-Seele. Herrje!

Konzerte

Ich gehe gerne und relativ viel auf Konzerte und man könnte meinen, bei dem Schlummellicht und der Musik könnte was gehen. Hallo! Es ist dunkel und jeder konzentriert sich auf die Musik! Mit dem charmanten Barkeeper, der einem das Astra reicht, kommt ein kurzer Flirt zustande, aber nur bis zum nächsten Gast. Die einzigen Menschen, die auf einem Konzert knutschen und rummachen sind Pärchen. Und wie hemmungslos die sein können. Hab schon mal überlegt zu fragen, ob ich mitmachen darf, aber meistens sagte mir von der Optik sie oder er nicht zu. Große Männer, die sich vor mich drängeln, würde ich am liebsten killen, mit den will ich dann eh nicht mehr flirten. Die strafe ich meistens mit meinem „ich kill dich, wenn du dich nicht sofort woanders hinstellst!“-Blick. Also eigentlich wird auf Konzerten nur mein Aggressionspotenzial geschult …

Park

Sobald es wärmer ist, geht es raus an die frische Luft. Ab in die Parks von Berlin. Wer glaubt hier potenzielle Single-Männer zu finden muss schon in die offensive gehen. Das Buch, das man lesen wollte, sollte nur als Tarnung verwendet werden. Blick immer in einem Radius von 100 Meter umherschweifen lassen. Fernglas wäre übertrieben. Sonnenbrille aufsetzen und so tun als ob reicht total. Am besten Nähe Eingang mit Decke platzieren. Und los geht die Observierung. Mann mit Hund – müsste man erst das Herz des Hundes gewinnen. Für Katzenliebhaberinnen wäre das ein Reinfall. Männerclique im Anmarsch – die wollen spielen oder grillen, sind aber in der Überzahl, kann man also knicken. Mann mit Frau im Anmarsch – next please! Ein Mann alleine nähert sich dem Eingang – potentieller Kandidat, wenn er nicht schon verabredet ist. Irgendwann bin ich doch zu sehr mit lesen beschäftigt. Wenn ich denn mal vom Buch hochschaue, sehe ich dann nur noch Pärchen. Ernüchternd, wie ich finde.

Bar

Mich in ein Herz zu saufen, ist mir zuwider. Ich hab es daher auch nicht wirklich praktiziert.

Club

Bekanntschaften aus dem Club bleiben meistens nur für eine Nacht oder im Höchstfall für zwei. Ernsthafte Such-Absichten findet man hier nicht zwischen Cuba Libre und Schweißperlen. Lächelnde Männer bedeuten hier nur eins: das Weite suchen! Frauen sind da bestimmt nicht anders. Bevor man die Pforten eines Clubs überquert, sollte man genau wissen, was man will und wen man mitnehmen will.

Tinder & Co

Sind wir mal ehrlich, wir alle kennen die Geschichten ums Online-Dating. Sie stimmen alle. Ich zitiere hier gerne aus meinem Text „Adieu Online-Dating

WER LIEBE SUCHT, FINDET UNTERLEIBSSPIELE FÜR DIE SINNLOSIGKEIT. EINEN DIGITALEN GANGBANG OHNE KÖRPERFLÜSSIGKEITEN. SEELENFICKER, UNENTSCHLOSSENE ENTTÄUSCHTE UND UNBEFRIEDIGTE NARZISSTEN! EIN HOCH AUF DIE VIRTUELLE WELT. HIER BEKOMMEN SIE ZU HAUF DIE RESTPOSTEN DER REALITÄT! FEIN, SÄUBERLICH GESAMMELT IN EINEM SCHLECHT DESIGNTEN KATALOG.

Schreibt mir doch, wo man noch hingehen könnte. Kommt mir aber bitte nicht mit Dorffest!

Nachtrag vom 20.02.2019: Ich spreche hier nicht für alle Frauen, das sind meine Erfahrungen! Ist ja auch ein persönlicher Blog. Mir ist es so ergangen. Meine Singledasein mag ich mal mehr mal weniger. Singles lesen gern von Singles. Ich muss mich nicht als genervte Pute bezeichnen lassen:) Wem der Inhalt des Blogs nicht gefällt, sollte doch besser weiterklicken. Ich werde jetzt und in Zukunft nicht auf solche Kommentare eingehen, geschweige denn, sie genehmigen.