Real Single Life

Mit dem Single-Leben ist es wie mit einem Soloalbum in der Musik. Um dich herum die ganzen Bandalben, Compilations und Best of’s und dann bist da du – das Soloalbum!

Als Single bist du entweder erfolgreich dabei oder erfolgreich daneben. Soll bedeuten: Du singelst dich erfolgreich durch dein Leben, wenn du immer mal wieder was am Laufen hast, auch sonst ganz zufrieden mit deinem Leben bist und auf dein Umfeld zufrieden wirkst. Jackpot! Du weißt wer du bist und was du willst, aber so wie es läuft ist es auch ok, sollte sich mal was festes und vielleicht auch etwas, das bis zum Ende deiner Tage hält ergeben, dann wäre das ok. Bist du jedoch Single und hast das Gefühl nicht vollständig zu sein? Dann wird diese Phase deines Lebens, in der du auf dich allein gestellt bist erstmal eine der schwierigsten Phasen deines Lebens werden. Denn du musst zusehen wie du im Leben zurecht kommst. Denn davor wurden Entscheidungen im WIR getroffen. Alles wurde in einem WIR entschieden, wirklich alles! Am Anfang hast du einen Scherbenhaufen voller Entscheidungen für dich selbst zu treffen. Angefangen vom Lebensmitteleinkauf bis zur Urlaubsplanung. Du planst ab sofort, aber auch nur „erstmal“ für dich allein. Zumindest erscheint es irgendwie erstmal so …. Kann natürlich auch anders laufen!

Sich mit einem anderen Menschen vollständig zu fühlen, empfinde ich als eine orientierungslose Merkwürdigkeit des Menschen an sich. Ich hab mich nie vollständig mit einem zusätzlichen Menschen an der Hand gefühlt. Ich bin bisher auch mehr Single als liiert gewesen, aber selbst da hatte ich ja jemanden an meiner Seite, der mich unterhielt, zum Teil ähnlich dachte, ein paar Gemeinsamkeiten mit mir teilte und mit mir schlief. Ich war aber immer noch ich – ein Individuum! Ich würde auch sagen, die Misere mit dem einsam oder dem vollständig sein fühlen, begann damit als wir das erste Mal Sex hatten. Oder? Ohne ihn lief alles normal. Als wir anfingen miteinander Sex zu haben entglitt uns alles.

Es war für uns alle ein ganz besonderes Lebensereignis. In unserem jungen Dasein katapultierte sich dieses Ereignis zur Nummer eins aller bisher erlebten Dinge! Wir knutschten, liebten und hatten auf einmal eine Sehnsucht nach einem anderen Menschen, der das alles mit uns praktizierte. Irgendwann entstand aus Sehnsucht, und nachdem wir verlassen wurden oder verlassen haben, der Liebeskummer. Wir fühlten uns auf einmal einsam und auch auf eine absurde Art unvollständig. Dieses Gefühl – jedenfalls bin ich der Meinung – hat sich die Erinnerungsabteilung unseres Gehirns blöderweise gemerkt. Seit dem wirken wir, wenn wir allein irgendwo erscheinen, auf andere Menschen unvollständig. Sollten euch Menschen begegnen, die Single sind und zufrieden wirken, dann gehören die zu der ersten Gruppe, die ich weiter oben beschrieben habe. Die anderen, die untröstlich sind mit ihrer Situation, die kriegen irgendwie nichts so recht gebacken in ihrem Leben. Für sie ist das Allein sein eine Herausforderung an sich, der sie sich ungern stellen, denn dann müssten sie sich ja mit sich selbst beschäftigen – HOLY SHIT!

Ich übertreibe nicht, aber wie oft wurde ich privat oder beruflich gefragt, was ich eigentlich immer alles so mache, es kann ja nicht viel sein, weil ich ja Single bin! Ich kann mich sehr gut mit mir alleine beschäftigen, empfinde mein Singledasein nicht als einsam. Ich interessiere mich für eine Vielzahl von Dingen und Themen und ich gehe ja auch arbeiten!

Einsamkeit heißt doch, sich mit niemanden verbunden zu fühlen und niemanden zu haben. Wäre es nicht beleidigend, wenn ich meine Familie und Freunde hier ausschließen würde? Die würden sich doch fragen, warum ich mich dann überhaupt noch mit ihnen abgebe?

Einsamkeit und Allein sein, sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Wie High Heels und Turnschuhe. Wir verbinden beides oftmals mit den Menschen, die Single sind. Single sein ist eine andere Herausforderung als liiert zu sein. Die Liierten müssen mit noch einem Individuum in ihrer Nähe klar kommen. Mir kann keiner erzählen, dass sie nicht einen Teil von sich in den Hintergrund stellen um Platz für einen anderen Teil eines anderen Menschen zu schaffen. Man möge mich kreuzigen, wenn dies nicht stimmen mag. Dagegen spricht nichts, denn wie möge das Konstrukt Partnerschaft auch funktionieren, wenn man nicht den einen oder anderen Kompromiss eingeht. Das wäre wie, wenn wir gegen Wände laufen würden und nie checken: Da ist ne Wand und da geht es halt nicht durch.

Singles wird oft fehlende Kompromissbereitschaft unterstellt. Ich liebe Kompromisse, wenn sie sinnvoll sind. Wenn sie sich positiv auf das miteinander auswirken. Eine Beziehung, die nur auf Kompromisse beruht, sollte schnellstmöglich aufgelöst werden. Das ist wie auf heiße Herdplatten fassen und immer wieder vergessen, dass man sich im Umkehrschluss verbrennt. Ernsthaft, ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit Kompromissen, die erst ein wir ergeben, glücklich wird. Vor allem, wenn nur einer Kompromisse eingeht und der andere einen permanenten Nutzen daraus zieht. Was hat das noch mit Partnerschaft zu tun? Da will wohl eine/einer nicht allein sein!

Der Kompromissberg wird ja im Laufe einer Partnerschaft immer größer. Zusammenziehen und neue Erdenbürger produzieren. Ich frage mich, ob Paare bevor sie anfangen mehr von sich zu produzieren vorher mal über Erziehung & Co. nachgedacht bzw. gesprochen haben? Denn nicht wenige Paare gehen danach wieder getrennte Wege. Erstmal herauspressen und dann schauen wir weiter – wirkt auf mich, wie Hauptsache haben, weil das ja so ist in einer Partnerschaft. Irgendwann fängt man an zu produzieren. Das macht man ja so in unserer Gesellschaft. Zwiespältig finde ich auch die Aussage „erst ein Kind hat uns vollkommen gemacht“. Achso, verstehe. Die waren vorher zu zweit also auch unvollständig. Auf den kleinen Erdenbürger kommt ne Menge zu. Hörst du, du machst deine Eltern vollkommen! Wehe, du tust etwas, dass das Eltern-Kartenhaus zum einstürzen bringt …

Ich bin weder für das Single sein, aber auch nicht gegen die Partnerschaft. Ich wünsche mir einfach mehr Respekt für die individuelle Sichtweise und Lebensweise eines jeden Menschen. Bemitleidet weder die einen noch die anderen. Und vor allem schaut euch die Menschen in der Schublade Single oder Liiert an! Nur weil jemand Single ist, heißt es nicht, dass er/sie unglücklich ist und weil er/sie in einer Partnerschaft ist, heißt es nicht das er/sie glücklich ist. Mehr Respekt und Akzeptanz. Nicht das offensichtliche sollte das Urteil über einen Menschen bestimmen, vielmehr das Dahinter.

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Die Geschichte von Burni und der Zukunft des Blogs

Nachdem die Buchverfilmung „EAT PRAY LOVE“ mit Julia Roberts ins Kino kam, flog gefühlt jeder nach Bali um sich zu finden und sich endlich zu lieben. Ich weiß noch, dass ich die Idee gut fand, irgendwo hinzu fahren um sich zu finden. Naja, in Bali war ich bis heute nie und gefunden habe ich mich trotzdem. Zu glauben, das man sich in seiner Pubertät findet, kann ich getrost verneinen. Als Teenie bist du mit deinen Hormonen beschäftigt, die dich tagtäglich wirbelsturmartig durcheinander bringen. Es mag Ausnahmen geben, aber selbst die bekommen im Laufe ihres Lebens einen Anflug sich selbst finden zu wollen. Ich glaube, manche Menschen finden sich tatsächlich schon sehr früh und es gibt die, die irgendwie ein Leben lang orientierungslos, wie handzahme Zombies umherirren.

Ich gehöre seit Februar 2018 zur Gruppe: ich glaube, ich habe mich sehr früh gefunden und wache dann irgendwann mit 31 auf und stelle fest – ich weiß nicht wer ich so richtig bin und was ich will, aber das was ich da seit Jahren mache, ist nicht das Richtige. Ein Besuch beim Arzt ergab die Diagnose Burnout. Das fand ich nur raus, weil ich den Zahlen-Buchstaben-Code, der auf dem Schriebs stand, googlte. Ich war geschockt. Geschockt von mir und dem straighten Bild, das ich über Jahre wie ein Kleidungsstück Tag ein Tag aus zum Schein getragen habe. Gut drei Tage lag ich im Bett, weinte und verzweifelte an mir selbst. Als ich am dritten Tag erwachte, las ich eine Nachricht von einer Freundin mit folgenden Worten: „Die neue Folge von Hotel Matze ist online und ich musste an dich denken!“

Hotel Matze ist ein Podcast mit Matze Hielscher. Er stellt interessante, gut recherchierte Fragen und sein gegenüber antwortet. Zusammen ergibt das einen sehr inspirierenden Podcast.

Die Folge, die meine Freundin meinte, war die vom 31.01.2018 mit Kim Frank. Kim Frank, einst Sänger der Band ECHT, einer der erfolgreichsten Teeniebands der späten 90er Jahre aus Deutschland, scheiterte selbst oft genug, stand wieder auf, rückte sein Selbstwertgefühl zurecht und machte weiter.

Ich hörte mir also die Folge an. Ich lag im Bett. Links von mir mein Handy auf dem die Folge lief und rechts Taschentücher zum Tränen trocknen, stets einsatzbereit. Es war ein einziger Satz, der mich dazu bewegte aufzustehen, meinen Notebook zu schnappen und mich an den Küchentisch zu setzen um zu schreiben.

„Wenn du dir sicher bist, das ist das Beste was ich machen konnte: Sei stolz auf dich, auch wenn es die letzte Scheiße ist. Sei stolz, dass du es fertig gemacht hast. Sei stolz drauf, dass du dich getraut hast es rauszutun.“ 

Kim Frank, Hotel Matze (31.01.2018)

Ich fand zum Schreiben zurück. Es sprudelte nur so. Ich schrieb und schrieb. Dieser Blog entstand, erst fütterte ich ihn mit Texten zu mir und meinem neuem Mitbewohner Burni. (Burni – Verniedlichung meiner Diagnose Burnout – ist nicht ausgezogen, er nahm die Form einer Pandafigur an und erinnert mich, stets einsatzbereit, an diese Zeit) Später über das Single sein.

Jetzt im Januar 2019 schreibe ich – bzw. will – über viele verschiedene Themen schreiben. Nach und nach füttere ich den Blog mit vielschichtigem Content. Dem Einen mag es zu viel an Themen sein, dem Anderen gefällt es ja vielleicht. Ich lese ja auf einem Blog auch nur Temen, die mich interessieren. Das bin aber ich. Ich interessiere mich für vieles und möchte auch darüber schreiben. Haltet mich für umtriebig, aber eine monotone bzw. monogame Schreibweise liegt mir nicht.

Letztes Jahr schrieb ich anfangs akribisch und dann wieder ganz wenig und dann gar nicht mehr. Ich las mir alte Beiträge durch und vieles klang gleich und in mir kam der Gedanke auf: Alles gleich. Wirkt langweilig. Ich will was ändern! Und so fing ich an Themen zu sammeln. Schnappte Gesprächsfetzen bei Unterhaltungen mit Freunden auf, Unterhaltungen in dien Öffis und überall wo ich war und hin ging. Ich weiß, dass auch dieses Jahr noch nichts zu 100% wirklich stimmig sein wird, aber selbst wenn ich 50% von dem umsetze, werde ich im Dezember – hoffentlich – sagen können: Joah, lief gut!

Ich saß also am Notebook und hab – mit den vorhanden Möglichkeiten – Layouts für Kategorien und Unterkategorien entworfen. Ich gebe zu für den Anfang ok, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Laut Statistik wird auf meinem Blog die Kategorie „gedankenkarussell“ mit der Unterkategorie „open mind sunday“ und die Kategorie „großstadtmärchen“ mit den Unterkategorien „how to be a single?“ und „bedtime stories“ gern gelesen. Was mir zeigt, dass meine gedanklichen Ergüsse gepaart mit meinem Singledasein + erotische Kurzgeschichten zum Hauptcontent mutieren könnten. Also, die Kategorien „gedankenkarussell“ und „großstadtmärchen“ werden auch den Großteil der Beiträge einnehmen, jedoch wird es zwischendurch Beiträge über Musik, Literatur und Filme geben. Dafür gibt es die Kategorien: „lauschgift“, „lesestoff“ und „filmrausch“. Auch da wird es mit der Zeit Unterkategorien geben.

In der Zukunft kommen dann noch folgende Unterkategorien dazu:

  • zum „gedankenkarussell“ gesellt sich noch „I protest too much“ und „THE FUTURE IS FEMALE“ dazu
  • zum „filmrausch“ gesellt sich „trash me baby“
  • bisher sind ein paar Unterkategorien in der schwebe, steht aber bisher nichts fest um es zu präsentieren …

Bei den ganzen Kategorien und Unterkategorien fragt man sich, wie ich das alles mit Beiträgen füttern will … Tja ich sag mal so: Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Lösungsweg. Zeitmanagement und eine tägliche Schreibroutine sind schon mal ein guter Anfang. Ich bin hauptberuflich ja in einer komplett anderen Branche tätig und arbeite im Schichtdienst, sodass ich manchmal wirklich Tage dabei habe, an denen ich rein körperlich und mental ein wenig durch bin und mir dann einfach nur nach Me-Time ist. Wird schon!

Also sollte euch eine Kategorie ansprechen, dann klickt einfach auf die Lupe im Header und tada! Frei nach dem Motto: Suchen. Klicken. Lesen.

Soundperlen

Soundperlen begegnen uns ganz unverhofft. Du bist irgendwo in deiner Stadt bzw. einfach irgendwo und auf einmal nimmst du diesen Sound wahr. Leichtfüßig kommt er auf dich zu und strömt durch deine Gehörgänge direkt in dein Herz. Früher war ich viel und gerne in der Bibliothek und in Plattenläden unterwegs und immer waren es die Plattencover, die mich neugierig gemacht auf das was ich wohl fühlen werde. Ich hatte Plattencover und euch gebe ich Videos. Klicken, hören und fühlen …


Soundtrack einer Großstadt

Einsame Nächte und ein halbleeres Bett

Dramatischer Wermutstropfen

Virtuos und Galant

Wie eine Elfe auf LSD

Der beste Soundtrack für Sex

Dunkel & atmosphärisch

Single-Sound

Die Romantik im Herzen gepachtet

Eine Hymne auf die Natur

Realistische Vorsätze

Es ist der 6. Januar 2019 und sechs Tage hatte die Menschheit schon Zeit ihre guten, neu definierten Vorsätze umzusetzen. Ich für meinen Teil, halte hierbei den Ball flach und optimiere die Dinge, die letztes Jahr ganz gut geklappt haben und füge nur noch ein bisschen was dazu.

Da stellt sich einem ja die Frage: „Was hat denn letztes Jahr ganz gut geklappt?“ Na, auf die innere Stimme zu hören, die einem sagt STOP bis hierhin und nicht weiter. Halt öfter mal mehr wie ein Faultier zu gehen. Die Welt geht schließlich nicht unter. Wir sollten uns sowieso viel mehr loben als uns permanent zu tadeln. Weg von diesem: Wir können dies nicht, wir wollen das nicht und sowieso und überhaupt.

Ein Hoch auf die Müßigkeit!

Prösterchen

Neben der ganzen Entrümpelungsaktion, die ich zu einem 3/4 in 2018 betrieben habe, habe ich auch feststellen können, was nicht funktioniert und was dann ein wenig umstrukturiert werden muss das es funktioniert und natürlich neues hinzufügen.

  1. Ich bin und bleibe ein Sportmuffel, merke jedoch mit den Jahren, dass mich das nicht weiterbringt, wenn ich irgendwann morgens im Bett liege und nicht aufstehen kann, weil mich ein Bandscheibenvorfall eingeholt hat … na bravo – ich will anfangen mit schwimmen – war auch schon ein Vorsatz in 2018 – ja nun aber, Mona sonst wird das nix!
  2. Im letzten Quartal von 2018 hab ich wieder – Dank Fitzek – zum alt bewährten lesen eines Buches zurück gefunden. Zudem habe ich mir eine Leseecke eingerichtet, die auch aktiv genutzt wird! Ich spiele mit mir auch, aus Spaß an der Freude, jeden Monat: Ich will vier Bücher diesen Monat lesen – komme aber meistens nur auf zwei – das ist definitiv optimierungswürdig!
  3. Das ganze Jahr über habe ich mehr oder weniger diesen Blog mit geistigen Ergüssen gefüllt, kein wirklicher Plan, aber gefunzt hat es irgendwie. Kurz vor Ende 2018 habe ich angefangen einen Contentplan zu erstellen, den ich immer als erstes öffne bevor ich anfange zu schreiben. Er dient als Leitfaden und Inspiration, denn alle vorher überlegten Ideen füttern meine Schreiblust und nur ungern mag ich mich in eine Schublade stecken und nur über mein Innenleben schreiben. Mich interessieren so viele Themen! Für einige Blogbeiträge muss ich noch gehörig recherchieren, ehe ich in die Tasten haue. Aber der Rest über Musik, Bücher, Filme und mein Innenleben funktionieren wie auf Knopfdruck.
  4. Um durchgängig zu schreiben, Bedarf es einer Schreibroutine! Ich habe für mich festgestellt, dass ich immer eine bestimmte Playlist einschalte sobald ich Beiträge tippe. Funktioniert jedes Mal! Dann ist mir aufgefallen immer bestimmte Zeiten am Tag zu haben, wo ein kreativ-hoch vorhanden ist, dass ich sofern ich kann nutzen werde sowie täglich, auch ohne flow, zu schreiben. Last but not least: Spaziergänge an der frischen Luft. Kreativität kommt nicht vom Anstarren des Bildschirms. Kunst ist ja nichts anderes als Inspiration durch Andere/Eindrücke/Einflüsse etc.
  5. Gute Momente mit meinen Freunden schaffen. Weg vom Kaffee trinken und rein in vielschichtigeren Unternehmungen. Zum Beispiel Tagesausflüge, tanzen, Spätvorstellungen im Kino besuchen und und und…
  6. Dann ganz wichtig in 2019: Mein Buch. Die Story steht. Ich arbeite derzeit an den Charakteren und dann kann mir bitte jemand ne Million schenken inklusive Haus am See und dann hätte ich gern den Zeitumkehrer von Hermine aus J.K. Rowling’s Harry Potter. Zusätzlich hätte ich dann ganz gern noch den Transporter aus Raumschiff Enterprise den ich dann auch mit den Worten Beam me up, Scotty nutzen möchte um auch mal vom See weg zukommen, sonst fällt mir ja noch das Wasser auf den Kopf.
  7. Und die Liebe? Joah, bin da offen:) Mehr kann ich nicht dazu schreiben.
  8. Tagebuch schreiben: Ich hab ja immer mal wieder versucht Tagebuch zu schreiben und weil ich immer wollte, dass alles hübsch und vorzeigbar ausschauen sollte, bin ich in der Hinsicht immer gescheitert, aber wie aus dem nichts, wahrscheinlich weil ich doch mal laut darüber gesprochen habe, schreibe ich nun seit Jahresbeginn Tagebuch – in der Hoffnung, dass das ganze Jahr durch zu ziehen.
Tagebuch, 01/2019

9. Wer meine allerersten Blogbeiträge kennt, die hier mitllerweile nicht vorhanden sind, weiß das ich mit der Diagnose Burnout konfrontiert wurde und meine Diagnose liebevoll Burni genannt habe. Irgendwann wurde Burni ein Dekoelement in meiner Wohnung. Vom Mitbewohner zum kleinen goldenen Panda. Er erinnert mich immer wieder daran achtsam mit mir umzugehen und tief durchzuatmen. Zum Thema Achtsamkeit kommt noch mal ein Beitrag.

Burni

10. Veganismus & Nachhaltigkeit werden die großen Themen für mich dieses Jahr sein. Seit 02/2018 esse ich so gut wie keine tierischen Produkte mehr und fühl mich damit besser – auch schon deshalb, weil ich der Meinung bin Laktose-intolerant zu sein. Und tatsächlich hab ich auf einige Lebensmittel keinen Appetit mehr oder denke nur OHOHO mein Darm. Ich werde also tiefer in die Materie einsteigen und Rezepte ohne Ende testen. Punkto Nachhaltigkeit: Wenn ich eins hasse, dann den Müll wegzubringen. Beim einkaufen bin ich genervt von dem in Plastik verpackten Gemüse. Alles ist in Plastik verpackt und viel zu wenig davon ist recycelbar – gnervt ohne Ende, habe ich für mich beschlossen dem entgegen zu wirken und meinen Alltag nachhaltiger zu gestalten – der Klimawandel wird es mir Danken:)

Meine 10 realistischen Vorsätze …. Auf geht’s!

Nimm mich #1

Du schreibst mir, dass du bald Feierabend hast und dann zu mir kommst. Auf den Straßen leuchten schon die Laternen und die Nacht löst den Tag ab. Ich stehe am Fenster, hinter mir die Dunkelheit meiner Wohnung und ein paar brennende Kerzen, ein Glas Wein wärmt mich und die sehnsuchtsvollen Gedanken nach dir.

Außer einem Satinmantel trage ich nichts. Ich bekomme Gänsehaut, weil es draußen windig und kalt ist, aber mehr zu tragen macht keinen Sinn, denn wenn du kommst, möchte ich nicht das du dich unnötig damit beschäftigst mich auszuziehen. Ich sehne mich nach dir und deinen Berührungen. Zu lange haben wir uns nicht mehr gesehen und gefühlt. Die Erinnerungen an deine Berührungen und den Geschmack deiner Küsse schwinden mehr und mehr.

„Ich habe das was mir machen vermisst“

Ich lausche der Musik aus den Boxen und nippe an meinem Weinglas. Das wärmende Gefühl tut gut und der leichte Trancezustand des Alkohols macht mich willig für dich und deine Fantasien.

Ich höre die Geräusche eines drehenden Schlüssels an der Wohnungstür. Irgendwann gab ich dir den Zweitschlüssel für meine Wohnung – sicher für solche Momente. Du bist da. Ich drehe mich um und wir beide werfen uns verführerische Blicke zu. Du sagst, du willst noch duschen. Ich sage, dass ich hier stehen bleibe und auf dich warte.

Verträumt schaue ich in die Dunkelheit vor meinem Fenster. Die Straße erscheint so verlassen an diesem Montagabend. Keine lichtdurchfluteten Fenster erstrahlen in der Nachbarschaft. Mir ist als wäre ich die einzige, die in der Straße ihr erotisches Unwesen treibt.

Erneut nehme ich einen Schluck von dem Glas Wein. Das Wasser im Bad plätschert schon einige Zeit nicht mehr auf den Wannenboden. Die Tür öffnet sich und ich kann fühlen, wie du näher kommst.

Ich spüre deinen Atem an meiner Wange und deine warmen Hände auf meinen Hüften. Ich fühle deinen Körper. Deinen Atem. Du flüsterst mir ins Ohr, dass du das was wir machen vermisst hast und es elektrisiert meinen Körper und meine Lust auf dich. Deine Hände wandern unter den leichten Stoff der unsere Begierde von einander trennt.

Zärtlich küsst und liebkost du meinen Hals. Ich genieße deine Wärme und deine Lippen auf mir. Sanft, aber bestimmend drehst du mich zu dir um. Ich wehre mich nicht, schaue in deine Augen, unsere Blicke wollen das Gleiche. Wir küssen uns leidenschaftlich und innig. Deine Hände wandern über meinen ganzen Körper. Ich setze mich auf’s Fensterbrett. Schlinge meine Beine um dich und ziehe dich so fest an mich, dass ich dich augenblicklich spüren will. Küsse und Berührungen werden intensiver.

Fortsetzung folgt …

Ich bin Single!

Es war einmal ein kleines Mädchen, dass las für ihr Leben gern Märchen. Besonders das Märchen vom Froschkönig hat es ihr angetan. Die Vorstellung einen Frosch zu küssen und aus dem Nichts erscheint ein Prinz, der von einer bösen Hexe in einen Frosch verwandelt wurde und sein Dasein von nun an für immer als ein quakendes, glitschiges Wassertier zu verbringen – das wollte die kleine Ramona nicht und küsste nun fleißig Frösche (als kleines Mädchen küsste ich wirklich Frösche!) – doch ein Prinz kam nie. Die kleine Ramona verstand nicht wie ihr geschieht. Im Märchen war es doch so simpel, küsse den Frosch und dein herzersehnter Prinz wird dir erscheinen. Jahre lang suchte sie nach dem Fehler und musste mit jeder vergossenen Träne feststellen … Prinzen gibt es nur im Märchen …

Ich hatte Fuckbuddys, Seelenficker, Unentschlossene …

Irgendwie war es auch gut so, dass ich erkannte Prinzen gibt es nur im Märchen, denn sonst wären ja Märchen nicht Märchen. Ich lebe in einer Großstadt – Berlin – sie ist voll mit Singles und ich vergeudete meine 20er mit diesem Aberglauben einen Deckel, Prinzen, bessere Hälfte und dem ganzen Quatsch zu suchen. Wie viel mehr, hätte ich meine 20er genießen können, wenn mich diese alberne Suche nach Prinz Charming nicht so stark beeinflusst hätte. Wie oft weinte ich mir die Augen aus nur um dann wieder mein gebrochenes, vernarbtes Herz zu flicken, zusammen zu kleben und meinen Vorrat an Narbencreme aufzustocken.

In mein Bett verirrten sich Fuckbuddys, Seelenficker, Unentschlossene, Verlassene und was nicht noch alles mehr. Nicht jeder weckte in mir Hoffnung, denn nicht jedes Mal verspürte ich den Wunsch das daraus eine Beziehung wird. Ja, ich gestehe, Sex kann auch ohne Liebe gut sein. Ich könnte ein Buch mit meinen ganzen Erfahrungen schreiben, stattdessen erwähne ich es hier nur mal kurz am Rande.

Der Punkt ist der, dass die aktive Suche danach keinesfalls verwerflich ist, sie sollte aber nicht unser Leben insofern beeinflussen das wir noch launisch durch die Gegend stapfen, weil es halt nicht so lief wie wir es uns vorgestellt haben. Tief durchatmen. Kapitel beenden. Ein neues beginnen. Vorher die Krone zurechtrücken, das Spiegelbild anlächeln und auf geht’s!

Mit Anfang 30 jage ich nicht Prinzen nach. Die Gebrüder Grimm haben schließlich nicht meinen Lebenslauf geschrieben, Nicholas Sparks führt nicht Regie und Rosamunde Pilcher hat auch nichts produktives dazu beigetragen. Ich bin Produzentin, Drehbuchautorin und Regisseurin meines Lebens und eine Mischung aus Drama, Action, Romantik und Heimatfilm erscheint mir spannender als ein eintöniges Märchen…

Wenn Freunde zu Kaffeetassen werden oder warum ich keine Kaffeetasse sein möchte!

Wie schön war es damals im Sandkasten. Ich baute mit meinen Freunden Burgen und drum herum ein Herscharr weiterer Förmchen. Ich verbrachte meine ganze Freizeit mit meinen Freunden. Ewig blieb ich als Kind auf dem Spielplatz, unterhielt mich mit ihnen über Themen die für ein junges Mädchen aus den 90ern nun mal wichtig waren: die doofen Jungs aus der Schule die einen vollkommen überflüssig hänselten, wie lange wird mein Tamagotchinoch leben, die Backstreet Boys, erste Gehversuche im Universum des Make Ups und so weiter und so fort…

Irgendwann kamen Brüste und der monatliche Zyklus aka Erdbeerwoche dazu. Die Kommunikation untereinander wurde komplizierter, weil wir nun zu kleinen Persönlichkeiten mit einem Dickschädel aus Stahl wurden. Neben der individuellen Sinnessuche, kopierten wir uns. Frisur, Kleidung, Gang und das Interesse für männliche Klassenkameraden. Wir stritten lautstark, denn das können weibliche Teenies richtig gut. Launenhaft wie wir nun mal waren, zickten wir uns regelmäßig an und gaben so Sätze wie „Mit dir will ich nichts mehr zu tun haben, Du bist nicht mehr meine Freundin oder Du bist doof“ von uns. Irgendwann, nachdem sich das Pubertier in uns beruhigt hat und wir wieder – natürlich im Rahmen unserer Teenagermöglichkeiten – klar dachten, entschuldigten wir uns, weinten und lachten wieder um die Wette und nichts und niemand konnte sich dann zwischen uns stellen … naja … bis zum nächsten total übertriebenen Teeniedrama.

Mit Anfang 20 stehen einer Freundschaft ganz andere Herausforderungen bevor. Die Interessen und der weitere Lebensweg unterscheiden sich. Wir entdecken die Welt mit unserem individuellen Blick auf die vielen Dinge, die das Leben zu bieten hat. Während die eine zu studieren anfängt und die andere den klassischen Weg geht und eine Ausbildung absolviert oder schon bereits mit beiden Beinen im Berufsleben steht, prasseln viele neue Sinneseindrücke und Erfahrungen auf eine Freundschaft ein. Zum einen trifft man neue Leute, die sich für die gleichen, neuen Interessen interessieren und zum anderen kann es passieren, dass deine Freundin aus Kindertagen weg zieht. Auf der einen Seite schmälert sich der alte Freundeskreis und der neue wächst, aber warum schwindet, obwohl wir so viele Jahre der Freundschaft hinter uns haben, auf einmal das Interesse? Wir werden erwachsen und entwickeln uns stetig weiter. Veränderungen gehören zum Leben dazu. Irgendwann gehen die Interessen auseinander. Aus meiner Teeniezeit überlebte eine Freundin und für diese durfte ich im September 2018 Trauzeugin sein. Doch warum hat sich diese eine Freundschaft gehalten und alle anderen scheiterten? Diese eine Freundin ist mein Lieblingsmensch. Sie macht nämlich etwas, dass viele Freundinnen vor ihr nicht taten! Sie übt gelegentlich Kritik und sagt nicht zu allem ja und Armen. Wir respektieren einander, haben Vertrauen und akzeptieren die kleinen, individuellen Merkwürdigkeiten des Anderen. Die Geminsamkeiten, die uns anfangs zusammen führten veränderten sich mittlerweile zu 2/3. Unsere Leben unterscheiden sich grundlegend. Während bei ihr Mann/Kind-Kombi beim Spiel des Lebens mitspielen, spiele ich noch „Küss-den-Frosch“. Es ist das Leben und dennoch haben wir immer noch uns und die vielen schönen Momente, die wir bisher miteinander erleben durften und auch noch zukünftig erleben werden.

Und der Rest? Der Rest – joah, ich würde sagen, man spielte unbewusst miteinander Tinder und wischte zielgerichtet nach Links. Freifahrtschein zum Friedhof der Kuscheltiere … äääh Freundschaften!

Mein eigenes Betriebssystem erhielt 2018 ein umfassendes Upgrade. Neben Wohnung, Job, Gesundheit bekamen auch meine Freundschaften ein Upgrade. Ich hab jetzt keine Liste erstellt, aber ich hab jede Verbindung unter die Lupe genommen und bei gemeinsamen Treffen, versucht mich von außen zu betrachten, wie ich mich verhalte und fühle. Meine eigener Horizont strebt immer und immer wieder nach Erweiterung und oftmals hatte ich bei einigen Freundschaften das Gefühl, man unterhält sich seit gut 3 Jahren über die gleichen Themen und trifft sich nur noch zum Kaffee trinken. Auch gedankliche Anstupser fanden keinen wirklichen Anklang. Ich wurde wortkarg und stimmte irgendwann nur noch durch Kopfnicken zu. Und wenn ich was gesagt habe, hatte ich dann auch noch zu spüren bekommen, dass ich was falsches oder verletzendes gesagt habe. Ich hab es dann irgendwann angesprochen. Das mit dem Gefühl nur verletzendes zu sagen und das ich mich sinnbildlich langsam wie eine Kaffeetasse fühle. Freundschaft ist mehr als Kaffee trinken und sich immer und immer wieder über den Job, der einen kein Spaß macht, über unfreundliche Bedienungen – kann ja auch nen schlechten Tag gehabt haben – und das alles nur noch stressig ist im Leben aufzuregen. Ich konnte einfach nicht mehr und empfand es der Freundschaft wegen wichtig zu sagen was ich denke und was Freundschaft für mich bedeutet! Freundschaft ist doch geprägt von gemeinsamen Unternehmungen, neuen Erfahrungen und und und, klar gibt es in jeder Freundschaft einen Hänger und einige Treffen lang wird nur Kaffee getrunken, weil es ja um die Gesellschaft an sich geht, aber irgendwann kommt doch die Lust wieder was anderes zu machen, naja, bei dieser Kombination lag ich falsch … mit dem Resultat: Kaffee trinken reicht aus und der Terminkalender und der eigene Problemhaushalt sind prall gefüllt.

Ich habe jetzt einen Kaffeevollautomaten und bestehende Freundschaften sollten mich bitte die nächsten 5 Jahre nicht fragen: „Wollen wir uns auf einen Kaffee treffen?“ – es sei denn mein Kaffeevollautomat darf uns den Kaffee spendieren.

Scherz bei Seite. Nur weil ich Single bin heißt es nicht, dass ich nicht weiß, was es heißt einen vollgepackten Tag zu haben mit Job, Kind & Mann. Das man mal Zeit für sich benötigt und auch andere Termine hat, aber hat man Freundschaften wirklich nur zum Kaffee trinken? Was haben wir nicht alles in unserer Kindheit angestellt oder die Zeit bevor sich der Alltag um 180° gewandelt hat? Nur um sich irgendwann nur noch zum Kaffee trinken zu treffen? Der schönen aufregenden Zeit ohne Alltagstrott hinterher zu schwelgen? Mir vermittelt man damit eher das Gefühl auf das alles eher verzichten zu wollen. Ich übertreibe? Vielleicht! Aber versteht ihr die Misere, die sich vor mir auftürmt? Die handvoll Freunde, die ich habe, sind mir ans Herz gewachsen, weil ich ich sein darf. Aber nach ein paar neuen Freundschaften, deren Alltag ein bisschen mehr Abenteuerlust zu lässt, werde ich 2019 Ausschau halten.