Die Geschichte von Burni und der Zukunft des Blogs

Nachdem die Buchverfilmung „EAT PRAY LOVE“ mit Julia Roberts ins Kino kam, flog gefühlt jeder nach Bali um sich zu finden und sich endlich zu lieben. Ich weiß noch, dass ich die Idee gut fand, irgendwo hinzu fahren um sich zu finden. Naja, in Bali war ich bis heute nie und gefunden habe ich mich trotzdem. Zu glauben, das man sich in seiner Pubertät findet, kann ich getrost verneinen. Als Teenie bist du mit deinen Hormonen beschäftigt, die dich tagtäglich wirbelsturmartig durcheinander bringen. Es mag Ausnahmen geben, aber selbst die bekommen im Laufe ihres Lebens einen Anflug sich selbst finden zu wollen. Ich glaube, manche Menschen finden sich tatsächlich schon sehr früh und es gibt die, die irgendwie ein Leben lang orientierungslos, wie handzahme Zombies umherirren.

Ich gehöre seit Februar 2018 zur Gruppe: ich glaube, ich habe mich sehr früh gefunden und wache dann irgendwann mit 31 auf und stelle fest – ich weiß nicht wer ich so richtig bin und was ich will, aber das was ich da seit Jahren mache, ist nicht das Richtige. Ein Besuch beim Arzt ergab die Diagnose Burnout. Das fand ich nur raus, weil ich den Zahlen-Buchstaben-Code, der auf dem Schriebs stand, googlte. Ich war geschockt. Geschockt von mir und dem straighten Bild, das ich über Jahre wie ein Kleidungsstück Tag ein Tag aus zum Schein getragen habe. Gut drei Tage lag ich im Bett, weinte und verzweifelte an mir selbst. Als ich am dritten Tag erwachte, las ich eine Nachricht von einer Freundin mit folgenden Worten: „Die neue Folge von Hotel Matze ist online und ich musste an dich denken!“

Hotel Matze ist ein Podcast mit Matze Hielscher. Er stellt interessante, gut recherchierte Fragen und sein gegenüber antwortet. Zusammen ergibt das einen sehr inspirierenden Podcast.

Die Folge, die meine Freundin meinte, war die vom 31.01.2018 mit Kim Frank. Kim Frank, einst Sänger der Band ECHT, einer der erfolgreichsten Teeniebands der späten 90er Jahre aus Deutschland, scheiterte selbst oft genug, stand wieder auf, rückte sein Selbstwertgefühl zurecht und machte weiter.

Ich hörte mir also die Folge an. Ich lag im Bett. Links von mir mein Handy auf dem die Folge lief und rechts Taschentücher zum Tränen trocknen, stets einsatzbereit. Es war ein einziger Satz, der mich dazu bewegte aufzustehen, meinen Notebook zu schnappen und mich an den Küchentisch zu setzen um zu schreiben.

„Wenn du dir sicher bist, das ist das Beste was ich machen konnte: Sei stolz auf dich, auch wenn es die letzte Scheiße ist. Sei stolz, dass du es fertig gemacht hast. Sei stolz drauf, dass du dich getraut hast es rauszutun.“ 

Kim Frank, Hotel Matze (31.01.2018)

Ich fand zum Schreiben zurück. Es sprudelte nur so. Ich schrieb und schrieb. Dieser Blog entstand, erst fütterte ich ihn mit Texten zu mir und meinem neuem Mitbewohner Burni. (Burni – Verniedlichung meiner Diagnose Burnout – ist nicht ausgezogen, er nahm die Form einer Pandafigur an und erinnert mich, stets einsatzbereit, an diese Zeit) Später über das Single sein.

Jetzt im Januar 2019 schreibe ich – bzw. will – über viele verschiedene Themen schreiben. Nach und nach füttere ich den Blog mit vielschichtigem Content. Dem Einen mag es zu viel an Themen sein, dem Anderen gefällt es ja vielleicht. Ich lese ja auf einem Blog auch nur Temen, die mich interessieren. Das bin aber ich. Ich interessiere mich für vieles und möchte auch darüber schreiben. Haltet mich für umtriebig, aber eine monotone bzw. monogame Schreibweise liegt mir nicht.

Letztes Jahr schrieb ich anfangs akribisch und dann wieder ganz wenig und dann gar nicht mehr. Ich las mir alte Beiträge durch und vieles klang gleich und in mir kam der Gedanke auf: Alles gleich. Wirkt langweilig. Ich will was ändern! Und so fing ich an Themen zu sammeln. Schnappte Gesprächsfetzen bei Unterhaltungen mit Freunden auf, Unterhaltungen in dien Öffis und überall wo ich war und hin ging. Ich weiß, dass auch dieses Jahr noch nichts zu 100% wirklich stimmig sein wird, aber selbst wenn ich 50% von dem umsetze, werde ich im Dezember – hoffentlich – sagen können: Joah, lief gut!

Ich saß also am Notebook und hab – mit den vorhanden Möglichkeiten – Layouts für Kategorien und Unterkategorien entworfen. Ich gebe zu für den Anfang ok, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Laut Statistik wird auf meinem Blog die Kategorie „gedankenkarussell“ mit der Unterkategorie „open mind sunday“ und die Kategorie „großstadtmärchen“ mit den Unterkategorien „how to be a single?“ und „bedtime stories“ gern gelesen. Was mir zeigt, dass meine gedanklichen Ergüsse gepaart mit meinem Singledasein + erotische Kurzgeschichten zum Hauptcontent mutieren könnten. Also, die Kategorien „gedankenkarussell“ und „großstadtmärchen“ werden auch den Großteil der Beiträge einnehmen, jedoch wird es zwischendurch Beiträge über Musik, Literatur und Filme geben. Dafür gibt es die Kategorien: „lauschgift“, „lesestoff“ und „filmrausch“. Auch da wird es mit der Zeit Unterkategorien geben.

In der Zukunft kommen dann noch folgende Unterkategorien dazu:

  • zum „gedankenkarussell“ gesellt sich noch „I protest too much“ und „THE FUTURE IS FEMALE“ dazu
  • zum „filmrausch“ gesellt sich „trash me baby“
  • bisher sind ein paar Unterkategorien in der schwebe, steht aber bisher nichts fest um es zu präsentieren …

Bei den ganzen Kategorien und Unterkategorien fragt man sich, wie ich das alles mit Beiträgen füttern will … Tja ich sag mal so: Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Lösungsweg. Zeitmanagement und eine tägliche Schreibroutine sind schon mal ein guter Anfang. Ich bin hauptberuflich ja in einer komplett anderen Branche tätig und arbeite im Schichtdienst, sodass ich manchmal wirklich Tage dabei habe, an denen ich rein körperlich und mental ein wenig durch bin und mir dann einfach nur nach Me-Time ist. Wird schon!

Also sollte euch eine Kategorie ansprechen, dann klickt einfach auf die Lupe im Header und tada! Frei nach dem Motto: Suchen. Klicken. Lesen.

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Realistische Vorsätze

Es ist der 6. Januar 2019 und sechs Tage hatte die Menschheit schon Zeit ihre guten, neu definierten Vorsätze umzusetzen. Ich für meinen Teil, halte hierbei den Ball flach und optimiere die Dinge, die letztes Jahr ganz gut geklappt haben und füge nur noch ein bisschen was dazu.

Da stellt sich einem ja die Frage: „Was hat denn letztes Jahr ganz gut geklappt?“ Na, auf die innere Stimme zu hören, die einem sagt STOP bis hierhin und nicht weiter. Halt öfter mal mehr wie ein Faultier zu gehen. Die Welt geht schließlich nicht unter. Wir sollten uns sowieso viel mehr loben als uns permanent zu tadeln. Weg von diesem: Wir können dies nicht, wir wollen das nicht und sowieso und überhaupt.

Ein Hoch auf die Müßigkeit!

Prösterchen

Neben der ganzen Entrümpelungsaktion, die ich zu einem 3/4 in 2018 betrieben habe, habe ich auch feststellen können, was nicht funktioniert und was dann ein wenig umstrukturiert werden muss das es funktioniert und natürlich neues hinzufügen.

  1. Ich bin und bleibe ein Sportmuffel, merke jedoch mit den Jahren, dass mich das nicht weiterbringt, wenn ich irgendwann morgens im Bett liege und nicht aufstehen kann, weil mich ein Bandscheibenvorfall eingeholt hat … na bravo – ich will anfangen mit schwimmen – war auch schon ein Vorsatz in 2018 – ja nun aber, Mona sonst wird das nix!
  2. Im letzten Quartal von 2018 hab ich wieder – Dank Fitzek – zum alt bewährten lesen eines Buches zurück gefunden. Zudem habe ich mir eine Leseecke eingerichtet, die auch aktiv genutzt wird! Ich spiele mit mir auch, aus Spaß an der Freude, jeden Monat: Ich will vier Bücher diesen Monat lesen – komme aber meistens nur auf zwei – das ist definitiv optimierungswürdig!
  3. Das ganze Jahr über habe ich mehr oder weniger diesen Blog mit geistigen Ergüssen gefüllt, kein wirklicher Plan, aber gefunzt hat es irgendwie. Kurz vor Ende 2018 habe ich angefangen einen Contentplan zu erstellen, den ich immer als erstes öffne bevor ich anfange zu schreiben. Er dient als Leitfaden und Inspiration, denn alle vorher überlegten Ideen füttern meine Schreiblust und nur ungern mag ich mich in eine Schublade stecken und nur über mein Innenleben schreiben. Mich interessieren so viele Themen! Für einige Blogbeiträge muss ich noch gehörig recherchieren, ehe ich in die Tasten haue. Aber der Rest über Musik, Bücher, Filme und mein Innenleben funktionieren wie auf Knopfdruck.
  4. Um durchgängig zu schreiben, Bedarf es einer Schreibroutine! Ich habe für mich festgestellt, dass ich immer eine bestimmte Playlist einschalte sobald ich Beiträge tippe. Funktioniert jedes Mal! Dann ist mir aufgefallen immer bestimmte Zeiten am Tag zu haben, wo ein kreativ-hoch vorhanden ist, dass ich sofern ich kann nutzen werde sowie täglich, auch ohne flow, zu schreiben. Last but not least: Spaziergänge an der frischen Luft. Kreativität kommt nicht vom Anstarren des Bildschirms. Kunst ist ja nichts anderes als Inspiration durch Andere/Eindrücke/Einflüsse etc.
  5. Gute Momente mit meinen Freunden schaffen. Weg vom Kaffee trinken und rein in vielschichtigeren Unternehmungen. Zum Beispiel Tagesausflüge, tanzen, Spätvorstellungen im Kino besuchen und und und…
  6. Dann ganz wichtig in 2019: Mein Buch. Die Story steht. Ich arbeite derzeit an den Charakteren und dann kann mir bitte jemand ne Million schenken inklusive Haus am See und dann hätte ich gern den Zeitumkehrer von Hermine aus J.K. Rowling’s Harry Potter. Zusätzlich hätte ich dann ganz gern noch den Transporter aus Raumschiff Enterprise den ich dann auch mit den Worten Beam me up, Scotty nutzen möchte um auch mal vom See weg zukommen, sonst fällt mir ja noch das Wasser auf den Kopf.
  7. Und die Liebe? Joah, bin da offen:) Mehr kann ich nicht dazu schreiben.
  8. Tagebuch schreiben: Ich hab ja immer mal wieder versucht Tagebuch zu schreiben und weil ich immer wollte, dass alles hübsch und vorzeigbar ausschauen sollte, bin ich in der Hinsicht immer gescheitert, aber wie aus dem nichts, wahrscheinlich weil ich doch mal laut darüber gesprochen habe, schreibe ich nun seit Jahresbeginn Tagebuch – in der Hoffnung, dass das ganze Jahr durch zu ziehen.
Tagebuch, 01/2019

9. Wer meine allerersten Blogbeiträge kennt, die hier mitllerweile nicht vorhanden sind, weiß das ich mit der Diagnose Burnout konfrontiert wurde und meine Diagnose liebevoll Burni genannt habe. Irgendwann wurde Burni ein Dekoelement in meiner Wohnung. Vom Mitbewohner zum kleinen goldenen Panda. Er erinnert mich immer wieder daran achtsam mit mir umzugehen und tief durchzuatmen. Zum Thema Achtsamkeit kommt noch mal ein Beitrag.

Burni

10. Veganismus & Nachhaltigkeit werden die großen Themen für mich dieses Jahr sein. Seit 02/2018 esse ich so gut wie keine tierischen Produkte mehr und fühl mich damit besser – auch schon deshalb, weil ich der Meinung bin Laktose-intolerant zu sein. Und tatsächlich hab ich auf einige Lebensmittel keinen Appetit mehr oder denke nur OHOHO mein Darm. Ich werde also tiefer in die Materie einsteigen und Rezepte ohne Ende testen. Punkto Nachhaltigkeit: Wenn ich eins hasse, dann den Müll wegzubringen. Beim einkaufen bin ich genervt von dem in Plastik verpackten Gemüse. Alles ist in Plastik verpackt und viel zu wenig davon ist recycelbar – gnervt ohne Ende, habe ich für mich beschlossen dem entgegen zu wirken und meinen Alltag nachhaltiger zu gestalten – der Klimawandel wird es mir Danken:)

Meine 10 realistischen Vorsätze …. Auf geht’s!

Ich möchte gern irgendwie mehr ich sein

Samstagabend. Ich komme aus dem Kino. Ich habe A STAR IS BORN gesehen. Einer der mitreißensten und passioniertesten Musikfilme, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Musik ist mal wieder der beste Beweis dafür, dass es möglich ist zu träumen. Träumen vom mehr sein als das was man vorgibt zu sein.

Wenn man aus dem tiefsten Inneren seiner selbst etwas machen möchte und sich irgendwie immer selbst im Weg steht, sollte man doch endlich mal ein Schritt zur Seite gehen und das was vorbei will endlich durchlassen.

Das Jahr ist fast vorbei und ich stehe immer noch da, wie zu Beginn des Jahres. Kleinlaut und unerhört im weitesten Sinne. Im Gepäck einen kleinen Blog und eine unberechenbare Schreibfeder. Sie lässt sich nicht steuern und noch weniger kontrollieren.

Bisher veröffentlichte Texte lesen sich wie ein Song in der Repeatfunktion eines CD Players. Immer und immer wieder das Gleiche. So schön die Melodie auch sein mag, aber bis zum erbrechen mag man ihn nicht hören, weil er zu schön ist um ihn kaputt zu spielen.

Ich sollte Stop drücken um das Schöne zu bewahren, damit er mir nicht aus den Ohren kommt.

Geplante Vorhaben dürfen sich nicht vom Ballast des Alltags runterziehen lassen. Weitergehen heißt das Stichwort.

Gestern ist Vergangenheit, Morgen ist ein Geheimnis und Heute ein Geschenk…