Wenn dein Leben zu einer Challenge wird!

Die letzten Jahre verbrachte ich mit gefühlter Sinnlosigkeit. Also, Sinnlosigkeit in Form von: ich konsumierte nur. Schaute Videos on demand, scrollte und tippte mich durch Social Media und lebte wie ein Hamster. Schlafen, essen und arbeiten. Irgendwie, wollte ich das nicht mehr.

Ich hab Lust auf eine Challenge!

Im Freundeskreis und auf Arbeit hatte ich genug Inspiration, wie man den eigenen Alltag ein wenig aufpeppen kann. Doch eigentlich hab ich ja was gesucht, was ich fest in mein Leben integrieren kann. Ich will nachhaltiger leben. Ich will mehr darauf achten, was ich mir da in den Mund schiebe. Weniger bis gar keine tierischen Produkte mehr und pflanzlicher sollte es werden, zudem will ich auch den Alkoholkonsum runter schrauben. Ist ja generell nicht viel, aber das bisschen kann man auch noch reduzieren.

Ja, das sind jetzt alles Dinge, die die Gesundheit wieder gut dastehen lassen. Aber was gibt es noch? Ich beschloss mehr zu lesen. Online fand ich die #50BOOKSIN2018 – Challenge. 50 Bücher? Das heißt, ich muss mindestens ein Buch pro Woche lesen. Und wirklich viele Seiten dürften es auch nicht haben. Ich startete also die #50BOOKSIN2019 – Challenge. In meinem Bücherregal tümmeln sich genügend ungelesene Bücher und in Buchhandlungen bin ich auch viel unterwegs. Sollte also funktionieren. Ich startete im Januar mit 5 Büchern und hänge im Februar hinterher mit bisher einem Buch! Ich bin weiterhin frohen Mutes und die Hoffnung, dass der März besser wird, soll mich leiten.

Und bloggen wollte ich auch …

Letztes Jahr startete ich mit diesem Blog und wollte natürlich weiter machen und auch mehr Beiträge veröffentlichen. Über mehr Themen schreiben und weniger jammern. Naja, das mit dem jammern konnte ich noch nicht zu 100% abschalten, aber Luft nach oben muss ja auch sein, ne? Das klappt also auch. Ich sitze fast täglich am Laptop und tippe was das Zeug hält. Promote über Instagram und Facebook und Twitter und Pinterest sollen noch folgen. Läuft!

Zwei Abos abschaffen, ein neues zulegen

Lesen und schreiben nimmt enorm viel Zeit im Alltag ein. Was mache ich also mit Netflix & Co? Hab ich vor kurzem gekündigt. Und da sich meine Kinobesuche häuften, habe ich mir wieder ein Kinoabo zugelegt. Einen Beitrag zahlen und so oft ins Kino gehen, wie ich mag. Erscheint mir derzeit sinnvoller als verloddert auf der Couch zu faulenzen und mich von Netflix & Co berieseln zu lassen. So bin ich an der frischen Luft, kann das mit einem Spaziergang verbinden und weil das Abo mehrere Kinos beherbergt, sehe ich mal wieder mehr von Berlin. Erhoffe ich mir zumindest!

Alles irgendwie bewusster erleben und nicht nur so nebenbei konsumieren.

Und dennoch hab ich ein leicht gestresstes Gefühl dabei. Jede Woche ein Buch, dann mehr bloggen und dazu Kinobesuche. Klingt eigentlich nach einer schönen Sache. Ist es auch, wenn ich nicht immer soviel grübeln würde und mir das manchmal wie Selbstoptimierung vorkommt und ich ja eigentlich achtsamer mit mir selbst umgehen will. Übertreibe ich? Oder stimmt es? Bin ich jetzt eine fleischgewordene Challenge geworden?

Das Schreiben hat ja einen Zweck und vor allem ein Ziel. Über Filme und Bücher möchte ich schreiben. Die Abos der Streamingdienste zu kündigen, war sinnvoll, um mich mehr aufs Schreiben zu konzentrieren.

Klappt auch gut und dennoch hab ich wieder viel zu viele Münzen fürs Gedankenkarussell ausgegeben … Hält mal bitte einer das Karussell an!

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#50BOOKSIN2019 – Challenge

In der Welt der Buchstaben, fühlte ich mich von Anfang an wohl. Das Alphabet erlernte ich binnen kürzester Zeit und mein liebstes Hobby wurde das Lesen. Ich schrieb es in Freundschaftsbüchern auch fast jedes Mal als erstes Hobby. Ich feierte mit der kleinen Hexe die Walpurgisnacht, flog mit dem kleinen Gespenst durch die Nacht, machte mit Pippi und Michel nur Blödsinn und war heimlich in Karlsson vom Dach verliebt. Harry Potter nahm mir die Angst vor dicken Büchern und in Crazy von Benjamin Lebert, fand ich Bestätigung für meine unerklärlichen Teenager-Gefühle. Shakespeare kitzelte die Romantikerin in mir hervor und Sir Conan  Arthur Doyle ließ mein Herz höher schlagen für merkwürdige,  männliche Wesen und weckte mein Interesse für Krimis.

2019 sollte besser werden als 2018 und 2017. Meine Gedankenwelt rutschte in jeder Pfütze aus. Ich kam aus meinem Gedankenkarussell nicht mehr raus. Niemand hielt es an. Ich war unfähig. Ich hatte mir vorgenommen in 2019 aus diesem Karussell der übertriebenen Gedanken auszusteigen. Mit Büchern in die Welten der Autoren zu stürzen und so kam ich ganz zufällig zur #50BOOKSIN2019 Challenge.

Ein Post auf Instagram triggerte mich dazu.

Dann stand ich vor meinem Bücherregal und schaute, welche Bücher noch ungelesen waren. Eine Menge. Buchhandlungen können extrem verführerisch auf mich wirken. Allein der Duft neuer Bücher. Das Geräusch, wenn jemand in einem Buch blättert. Es in die Hand nimmt wendet und überlegt es zu kaufen. Das alles wirkt auf viele vielleicht wie ein Fetisch … joah … kann es gerne. Ich nenne es Bibliophilie. Eine gesunde Sammelleidenschaft, besser als Schokoriegel zu sammeln, oder?

Gut, ich hatte daheim schon mal ein paar Auserwählte, aber beim schmökern durch die Bücherregale in der Buchhandlung meines Vertrauens reihten sich diverse, interessante Exemplare der Gegenwartsliteratur vor mir auf und ich versank im Kaufrausch. Hat zum Glück wieder etwas … naja … nachgelassen.

Ich startete also frisch und munter in der ersten Januarwoche. Der Januar lief richtig gut! 5 Bücher habe ich im Januar gelesen. Besonders gut eignen sich dafür Bücher, die nur knapp 300 Seiten haben.

Im Februar hatte ich die Idee ein Buch mit über 1000 Seiten zu lesen … ich kam nicht mal dazu eine Seite des Buchs zu lesen. Ich bloggte mehr als das ich meine Nase in ein Buch steckte, aber wenn ich mit diesem Post fertig bin, werde ich zu einem Buch greifen.

Fertig. Buch ich komme.