Go Healthy mit Intervallfasten

Vom Intervallfasten habe ich im vergangenen Jahr immer mal wieder etwas gehört und gelesen. Konnte mir bis dato aber nicht vorstellen auf mein geliebtes Frühstück zu verzichten. Schon allein, weil ich im Schichtdienst arbeite und Frühstück als die erste Mahlzeit für mich die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Doch dann ging es auf einmal doch.

Meine ausgeprägte Bibliomanie treibt mich regelmäßig in die Buchhandlung. Während ich so zwischen Romane, Krimis & Sachbücher entspannt durch die Regale spaziere, halte ich in der Abteilung Essen & Trinken. Und da liegen sie, die neuen Trends. Trends sind teuflisch, aber in unserer verkorksten Gesellschaft das Must-Have der Arbeiterklasse, weltweit hervorgerufen von den Celebrities. Sich an Trends zu klammern, wird uns selten merkwürdig vorkommen, da wir eine Konsumgesellschaft sind und so traurig es ist, davon Leben. Wir können einfach nicht anders, weil wir uns daran gewöhnt haben. Nur wenige erkennen das und kehren ihr den Rücken zu. Ich schweife gerade ab …

… wieder zurück zum wesentlichen. Ja, ich nahm ein Buch von Dr. med. Petra Bracht, zum Intervallfasten, zur Hand und kaufte es nicht. Ich schaute auf Spotify danach und siehe da man konnte sich das Buch auch dort anhören. Ich blätterte dennoch ein wenig durchs Buch um schon mal ein Gefühl dafür zu bekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber schon einen Tag zuvor damit begonnen und wollte das eigentlich nur eine Woche mal ausprobieren. Während ich aber so in dem Buch blätterte, kam mir ganz schnell der Gedanke auf, dass könnte auch eine Umstellung fürs ganze Leben sein. Allein das Kapitel zu den Erkrankungen, die man dadurch nachweislich lindern kann bzw. sich in Luft auflösen, brachten meine Augen zum Leuchten und mein Gehirn auf Hochtouren.

Im Mai 2018 hatte ich ein Check-Up bei meinem Hausarzt. Der Bluttest war soweit in Ordnung bis auf den Cholesterinwert. Ich bekam ein Medikament verschrieben. Kurz zuvor teilte mir meine Gynäkologin mit, das ich eine Zellveränderung habe, die einer regelmäßigen Kontrolle bedarf. Also, zwei Gründe, die für das Intervallfasten sprechen. Probleme von Blutwerten & Co. sollen sich wohl wirklich nach ca. einem Jahr gänzlich auflösen.

Es gibt zum Intervallfasten zwei gängige Varianten. Die 16:8 und die 5:2 Variante. Ich habe mich für die 16:8 entschieden. Man fastet hierbei 16h und darf im Zeitraum von 8h Essen. Die 5:2 beinhaltet innerhalb von 7 Tagen 5 Tage zu Essen und 2 Tage zu Fasten.

Da ich mit oberflächlichen Wissen am Montag, den 21.01. startete, waren kleine Fehler natürlich vorprogrammiert. Ich las irgendwo mit Hilfe von Google, dass man Kaffee ohne Milch oder pflanzliche Milch, getrost trinken kann. Laut Fr. Dr. med. Petra Bracht, sollte man in den ersten 14 Tagen auf Kaffee gänzlich verzichten und am besten schon 10 Tage davor, bevor man mit dem Intervallfasten startet. Gut, ich würde sagen, das Kaffeethema beachte ich jetzt einfach mal nicht. Ich trinke nämlich 1-2 Tassen am Vormittag. Am Nachmittag verzichte ich mittlerweile gänzlich darauf.

Ich hatte mich dafür entschieden, weil es auch am besten zu meinem Schichtdienst passt von 20 Uhr bis 12 Uhr mittags zu fasten und im Zeitraum von 12 Uhr bis 20 Uhr zu Essen. Laut Buch ist das wohl die gängigste Methode, weil wir Nahrung wohl nur zwischen 12 Uhr mittags und 20 Uhr abends aufnehmen, damit sie zwischen 20 Uhr und 4 Uhr verwertet und die Ausscheidung zwischen 4 Uhr und 12 Uhr mittags ungestört ablaufen kann.

Zudem sollte man schon Vormittags gut 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu sich nehmen, weil somit der Organismus in der Ausscheidungsphase unterstützt wird. Und würde man die meiste Flüssigkeit erst zu den Mahlzeiten zu sich nehmen, werden Verdauungsvorgänge verlangsamt und der Körper benötigt dann noch mehr Zeit für die Verdauung. Insgesamt sollte die Flüssigkeitszufuhr gut 2,5 Liter pro Tag sein. Also in der Zeit in der man die Mahlzeiten zu sich nimmt nur noch knapp 500 ml. Habe ich frei ist das kein Problem. Auf Arbeit komme ich Vormittags kanpp auf 1-1,5 Liter. Also noch verbesserungswürdig.

Das Buch „Intervallfasten – Für ein langes Leben – schlank und gesund“ ist ehrlich gesagt nur etwas für Menschen, die sich gegen tierische Produkte und für eine pflanzliche Ernährungsweise begeistern können. Da es den Veganismus unterstützt. Es beinhaltet Rezepte und Bewegungsübungen … so jetzt werde ich mir das Buch wohl doch noch kaufen:)

Ich startete also am Montag und jetzt haben wir Sonntag. 16h zu fasten fällt mir nicht schwer. Es passiert öfter mal, das ich Vormittags auf Arbeit nicht zum Essen komme, weil es zu stressig ist und man ja mit der Arbeit fertig werden will. Fehler. Ich weiß. Aber Vorteil für das Fasten! Das Hungergefühl kann man mit regelmäßiger Flüssigkeitszufuhr gut regulieren. Ich verspüre auch ab 12 Uhr nicht gleich den Megahunger. Tag 1 war aber schon nicht ohne. Ich kam nämlich wirklich erst gegen 16 Uhr zur ersten Mahlzeit, die auch meine letzte Mahlzeit an dem Tag war, weil meine Augen vor Hunger dann so groß waren, das ich mehr aß als Platz in meinem Magen war. Uff. Fängt ja gut an.

Tag 2 lief dann unproblematischer, weil ich mit einem Apfel gegen eins startete und tatsächlich gut 2 Liter intus Wasser intus hatte und eine Fehler begann: ich trank ein großes Glas Apfelsaft. Zum Essen kam ich erst gegen 17 Uhr. Ich spazierte nach Arbeit nämlich noch ein wenig durch Berlin. Die Mahlzeit war diesmal wirklich kleiner, sodass ich gegen 19:30 Uhr noch eine Kleinigkeit zu mir nahm.

Ab Tag 3 lief es dann richtig gut. Ich kam zu zwei Mahlzeiten.

An Tag 4 brachte ich es zu zwei kleinen Mahlzeiten und einer großen.

Tag 5 und 6 verliefen ähnlich mit zwei normalen Mahlzeiten.

Heute an Tag 7 kann ich sagen, dass ich mir das Intervallfasten fürs ganze Leben gut vorstellen kann.

Auf Fleisch kann ich verzichten. Ich mag jede Gemüse- und Obstsorte. Und wenn meine Kuscheltierfigur abnimmt, ist das ein netter Nebeneffekt.

In ein paar Monaten, werde ich dann erst wieder berichten, dass ist ja hier kein Fasten-Blog:)

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