GHOSTING & Co – Nachrichten ins Leere! Wir müssen wieder mehr miteinander kommunizieren als uns zu konsumieren

Zwei Menschen lernen sich kennen. Sie haben Dates. Kommen sich näher. Treffen sich regelmäßiger. Sie verstehen sich gut. Es könnte mehr sein als eine Affäre. Auch wenn sie sich nicht sehen, schicken sie sich Kurznachrichten. Sagen einander das sie sich mögen und die Zeit die sie miteinander verbringen unendlich erscheint. Die Wochen vergehen. Plötzlich, wie aus dem Nichts meldet sich einer nicht mehr. Versendete Nachrichten nehmen Platz im Wartesaal der Leere. Keine Antwort. Die Fragezeichen summieren sich und die anfängliche Verliebtheit schwindet mehr und mehr. Irgendwann werden keine Nachrichten mehr versendet, denn Geister können nicht antworten.

Das Geister doch antworten können beweist uns Patrick Swayze in „Ghost – Nachricht von Sam“. Doch kann man Sam nicht mit den Geistern aus der wahren Welt vergleichen. Männer und Frauen zugleich. Anfängliches Interesse verschwindet wie eine Flasche im Leergutautomaten.

In Zeiten des Online-Datings wird es immer schwieriger sein Gegenüber zu durchschauen. Haben die flüchtigen Berührungen etwas zu bedeuten? Sollen die verschenkten Komplimente mir nur imponieren? Küssen wir für den Frieden oder für die Liebe? Haben WIR einfach nur Spaß oder DU allein?

Was betreiben wir da eigentlich mit uns und den Menschen um uns herum? Je nach Lust und Laune melden wir uns. Die eine Bekanntschaft halten wir uns warm auf der Ersatzbank, die andere wird blockiert und landet somit auf dem Dating-Friedhof. Ein Friedhof auf dem Zombies aus ihrem Grab entsteigen und genauso verkorkst durch die Dating-Landschaft spazieren wie die, die die Zombies erschaffen haben. Könnten wir uns mal bitte auf das besinnen das zählt wenn sich zwei Menschen begegnen: KOMMUNIKATION!

Man könnte sich jetzt fragen: Was will sie denn? Wir kommunizieren doch miteinander! Nein, wir konsumieren! Das ist ein Unterschied! Das was wir da betreiben ist Recherche am Gegenüber um einschätzen zu können, was die Person von einem möchte. Der typische Small Talk und immer ganz flirty dabei. Das Internet ist unsere Realität. Wir die Digital Natives, die Millennials, die die Babyboomer belächeln. Die Generation WHY (beziehungsweise die Generation Z), die auf die Straße geht und demonstriert, die Missstände beim Namen nennt, öffentlich kritisiert und den Generationen der vergangenen Zeit gepflegt den Mittelfinger zeigen kann ist dennoch verkorkst.

Liebe wirkt wie ein Weltwunder und Sex ist so einfach zu bekommen, wie das Brot im Supermarkt.

Unsere Generation ist eine der kommunikationsfreudigsten Genrationen. Wir haben so viele Möglichkeiten mit anderen in Kontakt zu treten. Beruflich, wie privat schweben wir in einer Kontaktblase der Leichtigkeit. Andererseits können diese vielen Möglichkeiten von allem, einen auch erdrücken und dann sehnen wir uns nach etwas mehr Tiefe, mehr Beständigkeit und mehr Zuverlässigkeit. Diese Phase der Zeit, in der wir Leben, erscheint mir fast wie die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Nur das die Menschen damals alles verloren haben und sich alles wieder aufbauen mussten. Sie wollten wieder etwas besitzen, sie sehnten sich nach Stabilität und nach klaren Verhältnissen. Heutzutage können wir uns sowas nicht mehr wirklich vorstellen. Nur die Erzählungen älterer Generationen holt uns von Zeit zu Zeit auf den Boden der Tatsachen zurück – bis zum nächsten digitalen Fortschritt!

Wir sind keinesfalls beziehungsunfähig! Doch die Schnelllebigkeit, der unaufhaltsame Fortschritt und der gesellschaftliche Druck blockieren uns und das natürliche Bedürfnis sich binden zu wollen. Wir haben Kontakte, aber selten mit der Tiefe und Wahrhaftigkeit, die uns die Hollywood Studios versuchen zu verkaufen.

Wenn wir Online sind, sind wir auch irgendwie in der Realität, weil wir ja permanent Online sind. Selten Offline und vollkommen greifbar. Seit über 10 Jahren gehören soziale Netzwerke zu unserem Leben. Was mit MySpace und StudiVZ begann, stagniert gerade mit Facebook, Instagram, Twitter & Co. Anfänglich haben wir in sozialen Netzwerken unsere realen Kontakte eingesammelt und Dinge die wir mögen in einer digitalen Wolke abgespeichert. Uns daran erfreut und so wie es war für gut befunden.

Neben Netzwerken, Freunde wieder finden und die Präsentation vom Musikgeschmack fingen wir auch an nach der Liebe zu suchen. Während die Kontakte, die man real kennen lernte immer weniger wurden, tummelten sich online immer mehr potenzielle Frösche zum Küssen. Es fing mit chatten bei Spinchat und Konsorten an. Wochenlang schreiben und Fotos austauschen und nun wischen wir Fotos nach links oder rechts auf Tinder. Gefällt dem Betrachter*in das was er/sie sieht, folgt eine Konversation und relativ schnell ein Treffen.

Dann findet man sich im Datinggeschehen wieder. Wo hingegen früher – also wirklich früher, so richtig früher – eine Verabredung reichte um zu wissen, ob man den Mann oder die Frau vom Fleck weg heiraten will, verhält es sich heute ganz anders. Da können sich in einem Menschleben um die 100 Dates ansammeln, die Lippen wund geküsst werden und die Bettwäsche in einem nie endenden Waschvorgang vor sich hin waschen.

Wir sammeln unbewusst und irgendwann wird das Sammeln zum konsumieren. Wir konsumieren Menschen! Bei Kaffee und Brot versteh ich das, aber Menschen? Ab wann geriet das eigentlich aus dem Ruder?

Das Dating 2.0 oder haben wir schon 3.0 oder sogar 4.0? Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist das heute verrückter und merkwürdiger denn je. Während vor ein paar Jahren Ehrlichkeit und Offenheit das oberste Gebot waren mit Sätzen wie „ich suche etwas festes“ oder „ich will nur das eine“, werden wir heute hingegen mit „mal schauen, wenn es passt“ oder „ich suche eine Freundschaft+“ in die Ratlosigkeit gedatet.

Sex hat heute nur noch selten eine Bedeutung in der Phase des Kennenlernens. Die an den Haaren herbei gezogenen Dating-Regeln à la „nicht beim ersten Date miteinander schlafen“ oder „erst drei Tage nach dem Date melden“ fanden und finden keinen Anklang oder wurden und werden geschmeidig ignoriert. Wir machen das worauf wir Lust haben, ohne über die Konsequenzen unseres Handelns noch einmal gründlich nachzudenken oder wirklich zu wissen was wir wollen!

Wir wollen Nähe, Beständigkeit, Wärme und obendrein den besten Sex, den Adam und Eva abliefern können. Das gleiche gilt natürlich auch für Adam & Adam oder Eva & Eva oder oder.

Wir sind nicht scheu mit unseren Worten und landen auch oft im Sexting. Während die weniger intelligente Liga der Männlichkeit Dickpics verschickt und viele Frauen ein verschobenes Bild von Weiblichkeit anerzogen bekommt und darauf ausgerichtet ist dem Mann und generell der Außenwelt zu gefallen, prallen antike und aktuelle Weltansichten permanent aufeinander. Dinge die Frau oder Mann machen sollen um zu gefallen und heiratswürdig zu erscheinen gepaart mit junger Arroganz und Überheblichkeit katapultieren wir uns dahin, wo wir nie ankommen, nämlich ins irgendwo und wofür? Ja, wofür eigentlich? Mit Liebe und ankommen hat das nichts zu tun. Eher mit einem Wettbewerb der Sinnlosigkeit und Befriedigung des eigenen Egos.

Wir betreiben stattdessen Ghosting, Benching, Breadcrumbing, Submariningund Casparing. Von allem ein bisschen gut dosiert!

Statt uns bei jedem Date zu fragen WAS WÄRE WENN und es könnte ja noch etwas besseres kommen, wäre es doch genau jetzt an der Zeit, bei der ganzen Schnelllebigkeit, im Herzen eines anderen Menschen wieder so etwas wie Stabilität zu finden. So etwas wie Heimat. Wir sind alle beziehungsfähig! Wir haben Freunde. Wir verstehen uns mit Kollegen*innen. Wir hören mache Bands und Künstler schon seit mehr als 10 Jahren. Wir strahlen, wenn wir König der Löwen sehen. Wir haben ein Lieblingskneipe oder zumindest eine Lokalität in der wir uns gerne mit unseren Kontakten treffen. All das sind Indizien dafür, dass wir beziehungsfähig sind. Zu all diesen Dingen haben wir eine Bindung! Wir haben sie ganz bewusst oder unbewusst in unser Herz geschlossen und sie mit unserem Alltag kompatibel werden lassen.

Es liegt an uns und wie wir den Menschen begegnen. Doch sollten wir immer genau hinhören und das aufmerksam. Und auch wenn es bei einer Nacht bleibt oder die Begierde nur einen Sommer oder einen Winter lang hält. Wir sollten den Menschen mit mehr Tiefe betrachten und nicht nur Nutzen aus der Bekanntschaft ziehen. Wir sollten ehrlich kommunizieren und sagen wenn wir kein Interesse mehr oder generell haben. Nicht hirnlos Ersatzbänke füllen mit Mitspieler, die eh nie wirklich auf das Spielfeld dürfen. Wir sollten uns vor Augen halten was das alles mit uns macht und wohin das eigentlich führt.

Weniger Idiotie, mehr Philosophie!

Werbeanzeigen

Ich date jetzt anders

Ich betreibe schon seit Jahren Online-Dating. Mal mehr, mal weniger. Und immer wieder hab ich mich zu Dates hinreißen lassen, die am Ende ziemlich ernüchternd waren. Ich ging mit einer Erkenntnis nach Hause „das alle Männer gleich“ sind. Stimmt natürlich nicht. Sind alle anders, nur das Dating-Verhalten ähnelte sich oder Mann war der Meinung einem bestimmten Bild Mann entsprechen zu müssen, der mir aber zuwider war und ist.

Ich hab mir Biografien angehört. Erfolgsgekrönte Stories, Stories die Mitleid bei mir erzeugten und mein Helfer-Syndrom entzückten. Jedenfalls diverse Stories. Mein Lebenslauf ist für alle immer interessant gewesen, wenn ich erzählt habe, dass ich mal „Konzerte organisiert habe“ und wurde mit einem kritischen Blick beliebäugelt, wenn ich erzählte „das ich in der Pflege arbeite“.

Viele konnten nicht verstehen, wie man das eine aufgeben konnte und das andere machen kann. Ganz einfach, ich brauche eine sinnvolle Tätigkeit. Ich hab mal eine Bürotätigkeit ausgeübt, die sehr deprimierend war in ihrer Gesamtheit und mir so sinnlos erschien, dass ich 1000x lieber in der Pflege oder generell im Gesundheits- oder Sozialwesen arbeite. Warum ich keine Konzerte mehr organisiere? Weil es sich halt so ergeben hat, ich habe es halt an einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter betrieben. Ja, Konzerte sind cool und im Vergleich zu Bürojob und Pflegetätigkeit viel cooler … aber jetzt komm ich ja doch vom Thema ab!

Meine Dates liefen in der Regel immer gleich ab. Irgendwas trinken, essen oder unternehmen. Lebenslauf runter labern und dann zum wesentlichen kommen oder vorher schon klären, was bei einer Sympathie in echt, anschließend passieren soll. Ich mag halt direkte Ehrlichkeit.

Vor ein paar Jahren konnte ich die direkte Ehrlichkeit bei Männern noch mit Preisen auszeichnen. Ich will was festes oder ich will nur das Eine. Heutzutage kommt meistens der Spruch „ja, mal schauen“ … was soll das sein? Ein Mantra? Eine Meinung? Oder die Überlegung, was man am nächsten Tag essen will?

Dieses sich treiben lassen und schauen was geht, ist für mich eine typische Sonntagsbeschäftigung in Berlin, aber nicht die Vorgehensweise beim daten!

Der Knaller sind auch Männer, die eine Freundschaft Plus suchen. Hier wird Bequemlichkeit mit permanenter Verfügbarkeit von Sex gesucht. Also, ich hole jetzt mal tief Luft. Ich möchte keinen Sex mit Freunden. Freunde sind Freunde und Schnaps ist Schnaps. Freundschaft baut man über einen längeren Zeitraum auf und nicht innerhalb von ein paar Dates und dann immer wieder mit der Prämisse, wenn der Sex gut ist, sich doch öfter zu treffen, damit es natürlich einer Freundschaft Plus entspricht. Ich hole erneut Luft. Wenn der „erste“ Sex gut ist? Man kennt sich nicht und vor allem kennt man Vorlieben und den Körper des anderen nicht. Ein weiteres Treffen vom „ersten“ Sex abhängig zu machen ist bei Männern (die diesen Vorsatz leben) angesagt, wie abstruse Modetrends. Bescheiden daneben. Fast jeder 2. Mann mit dem ich geschrieben habe, hat das von sich gegeben.

Was hoch im Kurs steht, sind Emojis im Überfluss. Küsse, Herzen und Smileys. Ich verteile gerne Küsse und Herzen und Smileys. Entscheide aber selbst wann und bei wem. Mir schrieb mal jemand, dass ihm Frauen Mitte 20 Herzen und Co ganz selbstverständlich und viel schicken und das man mir anmerkt, dass ich ne Menge durch hab mit Männern. Ah ja, Herzen und Co im Übermaß repräsentieren also ein nicht gefrustetes Gemüt. Wie gesagt, dass entscheide ich selbst wann und bei wem.

Ich bin nicht gefrustet, mich regt nur das Verhalten von Männern auf. Wäre ich gefrustet, würde ich keine Männer mehr in mein Leben lassen. Frauen alleine zur Unterhaltung reichen mir nicht. Männer unterhalten mich noch mal ganz anders.

Männer die mir, in den letzten 3 Jahren, online begegnet sind sagen gleich, dass sie erstmal nur schauen wollen. Für eine lockere Geschichte wird guter „erster“ Sex vorausgesetzt, um sich dann wieder zu treffen. Quatsch mit Soße und ich lösche den Chat und den Kontakt.

Neue Strategie: Männer die mir so kommen, schreib ich, dass das Quatsch ist und verabschiede mich natürlich ganz förmlich in einem freundlichen Schreibton oder je nach persönlicher Stimmung mit einem gepflegten löschen. Mittlerweile habe ich mir einen feministischen Fragenkatalog erstellt den ich abfrage und schließe somit Sexisten, Rassisten (na gut die erkenne ich meistens schon eher) und Biedermänner aus. Egal ob für eine Lovestory a la Bernhard & Bianca oder ganz flüchtig für ein Abenteuer a la Rockstar & Groupie. Den lege ich hier natürlich nicht offen. Manche Bekanntschaften lesen meinen Blog.

Das schränkt die Möglichkeit des Datens online natürlich ein, aber selbst Aschenputtel wurde zum aussortieren verdonnert. Nur helfen mir keine weißen Täubchen dabei.

Nimm mich #2

Rückblick:
Zärtlich küsst und liebkost du meinen Hals. Ich genieße deine Wärme und deine Lippen auf mir. Sanft, aber bestimmend drehst du mich zu dir um. Ich wehre mich nicht, schaue in deine Augen, unsere Blicke wollen das Gleiche. Wir küssen uns leidenschaftlich und innig. Deine Hände wandern über meinen ganzen Körper. Ich setze mich auf’s Fensterbrett. Schlinge meine Beine um dich und ziehe dich so fest an mich, dass ich dich augenblicklich spüren will. Küsse und Berührungen werden intensiver . . .


. . . wie es weiter geht . . .

Nach und nach erlischt eine Kerze nach der anderen. Die Straßenlaternen erhellen den Raum. Weitere Lampen würden die Stimmung kippen. Wir, die verspielten Schatten der Nacht. Wir, die Liebenden der Großstadt.

Unsere Zungen spielen miteinander. Dein Körper strahlt glühende Wärme aus. Mir friert es dennoch. Hier auf dem Fensterbrett, bedeckt mit leichtem Stoff. Ich lasse langsam ab von dir und frage flüsternd, ob du mit mir ins Warme willst. Du schenkst mir ein Lächeln, hilfst mir vom Fensterbrett. ich drehe mich, schließe das Fenster und ziehe die Vorhänge zu.

Deine Hände lassen nicht ab von mir. Das Bett ist nah und dennoch hältst du mich hier am Fenster fest. Ziehst mich an dich. Deine Hände berühren mich sanft, sind überall. Du streichst mir die Haare aus dem Nacken, küsst ihn sanft. Deine Zunge wandert bis zu meinen Ohren. Du knabberst an ihnen. Mich überkommt Gänsehaut und Hunger. Hunger nach dir.

Ich will dich – flüstere ich dir ins Ohr.

Ich drehe mich um. Eine Hand greift nach deinem Nacken, die andere wandert an deinem Rücken abwärts. Die Musik läuft immer noch und ich küsse dich leidenschaftlich. Unsere Zungen spielen wieder ein unendliches Spiel der Gier. Wir bewegen uns zum Takt der Musik. Richtung Couch. Flüsternd frage ich, was du mit mir machen willst. Ein Blick, keine Worte.

Du setzt dich hin. Nimmst meine Hand und bittest mich, mich auf dich zu setzen. Ich lächle. Komme näher. Setze mich auf dich. Tiefe Blicke die Funken schlagen. Unkontrollierte Küsse. Heiß und innig. Wir bewegen uns im Takt der Lust.

Du packst mich an den Hüften, versuchst mich zu lenken. Doch ich bestimme heute das Tempo. Ich will dich – flüstere ich dir ins Ohr. Lehn dich zurück Geliebter. Genieße die Berührungen. Mich auf dich.

Auf der Straße rauschen die Autos nur so an uns vorbei. Ihr Echo verstummt. Die letzte Kerze erlischt. Die Straßenlaternen schimmern hell durchs Fenster. Unsere Umrisse zeichnen Schatten . Schatten die miteinander an den Wänden im Hintergrund spielen. Ein Liebesspiel.

Die Leidenschaft hat Besitz von uns ergriffen. Bewegungen werden intensiver. Unsere Körper brennen vor nicht endender Wärme. Wir bedecken uns mit Küsse. Immerwährende Zungenspiele …

Fortsetzung folgt…

Warum Langzeit-Singles die bessere Partie sind

Als Langzeit-Single wird man oft als gefrustet, wählerisch und des Versagens beschuldigt. Ich bin der festen Überzeugung, wer gut alleine leben kann, der schafft das auch mit dem Zweisam sein.

Ich kann alleine sein.

Ich glaube das klappt ganz gut. Ich muss nicht permanent Nachrichten verschicken. Bedürftigkeit macht ja auch nur abhängig. Und selbst meine Mama sagt immer: „Kind, mach dich nicht von einem Mann (oder Freunde) abhängig!“.Weiß mich gut mit mir selbst zu beschäftigen und kann auch gut alleine auf Konzerte, ins Kino usw. gehen. Ich würde sagen ich lebe in einer glücklichen Beziehung mit mir selbst.

Ich bin nicht sonderbar oder gar ein Mängelexemplar.

Auch das möchte man mir gerne erzählen. Du bist ja zu wählerisch. Hmm, ja … geht klar! Ich weiß halt was ich will! Und wenn ich mich nicht gut aufgehoben fühle, dann geh ich wieder. Und wenn ich mich nicht mal ansatzweise in der Nähe meines Gegenübers wohlfühle, suche ich eh das Weite! Wenn das Herz nicht zu 100% voll und ganz fühlt – was soll ich denn bei dem Menschen noch verweilen. Unglücklich sein, ist ja auch schlecht fürs Herz.

Ich weiß, wer ich bin und was ich kann.

Ich kann aus dem Stegreif meine guten und schlechten Eigenschaften aufzählen. Ich hatte die Möglichkeit mich damit auseinanderzusetzen. Hatte genug Zeit um mich zu finden und befinde mich jetzt im Ruhemodus. Einsatzbereit, aber dennoch wartend … auf irgendwas.

Zeit mich zu verwirklichen.

Die Zeit mag ich hierbei sehr. Wer kann schon sagen: Ich habe viel Zeit für mich und meine Träume. Insbesondere beim verwirklichen von Träumen? Na ich:) Macherin zu sein wirkt auch beim daten interessanter als sich nur der Mittelmäßigkeit hinzugeben.

Im überstürzen bin ich schlecht.

Ich hab Erfahrungen gesammelt, die mich mit Einsichten, Ansichten und Brandspuren bereichert haben. Hab einiges erlebt. Ich spiele nicht Bienchen auf einer Blumenparty. Ich bin die Hummel, die sich im Sonnenlicht der Mittagssonne wärmt und das bunte treiben der Bienchen beobachtet.

Ich bin vollständig.

Dabei fühle ich mich schon manchmal wie eine Diva. Laufe ich Treppen hoch oder runter, laufe ich meistens in der Mitte. Keine gute Idee, insbesondere als Bewohnerin einer Großstadt. Aber meistens wähle ich die goldene Mitte. Das Leben ist mein Laufsteg, die Bühne und meine Power-Point-Präsentation. Ich muss nicht ständig Selfies von mir machen. Meine Optik verändert sich ja auch nicht innerhalb von 24h. Ich fühle mich vollständig mit mir und meinem Leben. Wegbegleiter können sich gerne dazugesellen.

Also, ich die Langzeit-Single-Lady in spe habe keine Beziehungen, nur um nicht mehr allein zu sein. Ich weiß, das ich wertvoll bin, worauf ich verzichten kann, worauf nicht und wie ich dafür einstehen kann. Mit mir muss man nicht permanent Gassi gehen, ich lache auch über 08/15 Witze und brauche keinen Nachrichtenüberschuss via WhatsApp. Darum suche ich mir nur Menschen aus, die verstehen (wollen) und ähnlich ticken – kurz: die mir meine Zeit wert sind.

32! Wieder was gelernt!

Und wieder bin ich ein Jahr älter und ein Jahr weiser. Im Sommer habe ich einen Artikel veröffentlicht, der 31 Dinge beherbergt, die ich in 31 Jahren gelernt habe. So entsteht Stück für Stück … naja … man kann sagen, mein sogenannter Lebweiser.

Meine Denkweise hat sich dieses Jahr weiterentwickelt. Permanent begegneten mir dieses Jahr diverse Situationen oder Diskussionspunkte. Entweder regte ich mich über die altbewährten Ungerechtigkeiten dieser Welt auf, reagierte ein weiteres Jahr genervt über nicht vorhandene Prinzen und überzählige Rabauken (Warum eigentlich? Ich bin ja kein unglücklicher Single – ich bin ja nur dabei, mir einen Wegbegleiter anzuschaffen!) oder rollte mit den Augen, wenn mir Freundschaften von ihren First World Problems berichteten. Klar, die hat jeder und ich sowieso, Prinzen gibt´s nur im Märchen und ich allein werde keine Revolution anzetteln können und die Gesellschaft dazu bringen umzudenken, aber meine Antennen, waren dieses Jahr hierfür irgendwie empfindlicher als sonst. Alle sind irgendwie immer gestresst oder am laufenden Band beschäftigt! Das schlimmste kommt noch – ich wurde da irgendwie mit rein gezogen …

Jeden Tag betrinken wir uns mit dem Alltag. Leben wie ein Hamster. Wir essen, versuchen dabei krampfhaft unter der Woche alle gerade angesagten Nährstoffe und Superfoods zu uns zu nehmen, nur um am Wochenende dann wieder zu schlemmen – nicht jeder, aber einige von uns – oder? Wir bewegen uns zur Arbeit hin und wieder zurück nach Hause. Auf dem Heimweg werden Zwischenstopps wie Supermarkt, Fitnessstudio, Verabredungen mit Freunden oder was auch immer angelaufen und am Abend erfreuen wir uns über die vielen Schritte auf unserem Schrittzähler, der sich wie eine Armbanduhr tragen lässt. Am Wochende chillen wir dann doch wieder ganz cozy in unserem Onesie – die Woche war ja anstrengend genug. Wir schlafen nicht mehr so seelenruhig ein und durch – wie in der Kindheit – stattdessen befindet sich das Handy, Tablet bzw. oder Notebook in greifbarer Nähe, weil abends wird ja noch das Programm der hippen Streamingdienste runtergedudelt und im Kopf schwirrt schon die Terminübersicht für den morgigen Tag umher. Diese schöne, neue, digitale Welt erscheint mir doch irgendwie anstrengend, viel zu schnelllebig und ausgelutscht. Tag täglich bekommt unsere Umwelt ein Upgrade.  Muss das alles sein?

Das Entspannungsprogramm, wird neben der Hausarbeit, auf das Wochenende gelegt. Chai Latte in der einen Hand und den Staubsauger in der anderen Hand und es geht saugend zwischen Wäscheständer Richtung Couch – hach und jetzt entspannen – klingt wirklich sehr cozy! Zeitmanagement: 6! Setzen! Multitasking macht uns kaputt und treibt uns in die Arme von Tante Burnout!

Wie auf Knopfdruck, kommen die Skandinavier Hygge und Lagom um die Ecke – die Skandinavier scheinen die glücklichsten Menschen auf dieser Erde zu sein, die haben es voll drauf und Zimtschnecken können die auch backen. Das sind die zwei Vorzeigemodelle, wenn es um Achtsamkeit geht. Achtsamkeit wird 2018 in XXL Lettern geschrieben. Man schickt die Menschen am laufenden Band in die Buchhandlung oder sie verbrachten Stunden auf Amazon & Co. Wenn es nicht gerade Ratgeber sind, dann sind es Malbücher und Tagebücher – über das Comeback der Malbücher freue ich mich besonders, denn schon in der Schulzeit konnte sich mein pubertierendes Ich vollkommen entspannen und das funktioniert auch heute noch einwandfrei – doch nicht jeder Erwachsene kann mit dem ausmalen etwas anfangen. Die Malbücher können noch so gut auf individuelle Interessen (z.B. Harry Potter, Portraits oder florale Motive) abgestimmt sein, doch wenn man keine Entspannung beim ausmalen von kreativen Motiven findet, dann ist das so und das ist vollkommen in Ordnung. Du bist nicht merkwürdig oder unqualifiziert fürs ausmalen, dir liegt es halt einfach nicht! Weiter geht es mit dem Tagebuch schreiben. Unzählige Buchformvarianten türmen sich in der Buchhandlung. Jeden Tag ein Buch mit Anekdoten aus der Gedankenwelt füttern ist möglich und machbar, aber auch hier liegt das halt nicht jedem. Das ist vollkommen ok!

Die Abteilungen Lebenshilfe, Hobby, Ratgeber und Gesundheit beanspruchen mittlerweile einen großen Raum in der Buchhandlung für sich. Auch auf Amazon & Co findest du unzählige Achtsamkeitswerke und -Ausführungen. Auch auf Youtube gibt es zu den Themen unzählige Videos mit gut gemeinten Ratschlägen. Da könnte man meinen, dass der Mensch doch schon viel achtsamer mit sich selbst sein sollte. Eine weitere Fehleinschätzung.

Das Problem, bei der Umsetzung dieser Lebensphilosophien und Ratschlägen sind wir selbst, wir konsumieren und konsumieren. Uns fällt es immer schwerer zu genießen und bewusst zu konsumieren. Und dann die vielen Vorschläge achtsamer zu leben. Das führt kurz oder lang einfach nur zu selbstinszinierten Stress, obwohl wir doch achtsamer zu uns selbst sein wollten? Hier das Hygge-Buch und da ein Malbuch und obendrein noch täglich Tagebuch schreiben …. AAAAAAA! Halleluja! Gesegnet sei die Achtsamkeit.

Man kann das alles machen und noch viel mehr. Zu welcher Erkenntnis bin ich dabei gekommen? Mein Wohnraum ist so hyggelig wie noch nie, keiner kann sagen, dass es bei mir nicht gemütlich ist, aber wenn ich ehrlich bin, bei mir war es schon immer gemütlich. Gelegentlich male ich in Malbüchern und Tagebuch hab ich nie geschrieben. Ich hab es nie gebacken bekommen um mich hinzusetzen und meine vielen Gedanken in ein leeres Buch zu schreiben. Dafür ist mein Handy meistens lautlos und Streamingdienste à la Netflix und so versuche ich konsequent im konsumieren zu reduzieren. Ich bin täglich am üben, denn das bloggen ist mir wichtig, aber anscheinend war es dieses Jahr noch nicht wichtig genug um mir den einen oder anderen Serienmarathon zu klemmen um an meiner Routine des täglichen Schreibens zu arbeiten.

Von nichts kommt nichts! Hab ich gemerkt. Danke lieber, kleiner, innerer Schweinehund. Jetzt hast du mir es aber so richtig gegeben!!!

Ich stelle also fest, dass ich weiter schreiben möchte. Und was sonst noch – Mona? Ich hab das Jahr gut analysieren können, was bei mir schief lief und arbeite nun an einer gechillten Selbstoptimierung. Zwar möchte ich das nicht im Tempo eines Faultiers machen, aber sich gelegentlich wie ein Faultier zu bewegen tut gut!

Auch mein Umfeld hab ich unter die Lupe genommen. Mit meiner Wohnung und meinem Job habe ich begonnen. Ich hab einfach einige Möbelstücke umgestellt und die Wände neu bemalt. Habe in meiner alten Dienststelle gekündigt und woanders neu angefangen. Sehr gute Entscheidung. Auch wenn ich erst ein wenig stolpern musste – bei dieser Erkenntnis. Ja… Doch ich bin zufrieden. Weiter ging es mit den Menschen in meinem Umfeld. Das erste Mal in meinem Leben, habe ich meine bestehenden Freundschaften in Frage gestellt. Puh, das schreibt sich einfacher als es war, aber kennt ihr das, wenn manche Kontakte in eurem Umfeld seit Jahren bestehen, aber die Qualität dieser Verbindung nicht mehr gut ist? Ich habe mich getraut und gesagt was ich denke. Die Antworten haben mich überrascht. Tatsächlich hatte ich mehrere Jahre ein anderes Bild von der Intensität und Verbundenheit zu manchen Freundschaften. Und was habe ich getan? Die Konsequenz daraus gezogen!

Freunde zu haben ist für mich ein Luxusgut und ich habe Zeit und mein Herz in jede einzelne Verbindung investiert (ich weiß nicht, wie ich das sonst in Worte packen soll). Keine Ahnung, wie das rüberkommt, aber meine Freunde sind meine zusammen gesammelte Familie. Und wenn ich das Gefühl habe, das man sich nicht mehr traut ehrlich seine Meinung zu sagen, die Wertschätzung füreinander und das Interesse verloren gegangen sind … Ja … Ist es dann nicht besser diese Verbindung, nicht der gesammelten Jahre wegen bzw. der Gewohnheit wegen, weiterziehen zu lassen? Das habe ich getan. Denn was fange ich mit Telefonnummern an, die ich nicht mehr antippen werde? Ist ja nicht wie mit der Nummer meines Hausarztes. Die wähle ich ja wirklich mal an.

Ich weiß damit bin ich einen sehr radikalen Schritt gegangen und manch einer würde das mehr als fraglich finden, aber ich möchte gerne ich selbst sein und laut denken dürfen, wenn ich mich mit Menschen treffe und unterhalte, die ich als meine Freunde bezeichne. Punkt. Dem ist jetzt auch nichts mehr hinzufügen.

Möbel, Job & Menschen entrümpelt (klingt immer noch hart) nun kann es weitergehen – denn ich möchte weitergehen!

Und wie gehe ich jetzt weiter? Und was wird sich hier jetzt ändern?

Um meiner eigenen Selbstoptimierung näher zu kommen habe ich meinen eigenen Kalender mit Hilfe eines Bullet Journals erstellt und individuell auf meine Bedürfnisse gestaltet. Ich habe ihn doch recht minimalistisch gehalten. Er ähnelt meinem diesjährigen Kalender mit ein paar Extras. Was das genau ist und so weiter erfahrt ihr in der Verlinkung. Weiter geht es mit der Routine bezüglich meiner Kreativität. Hierfür muss ich mich einfach jeden Tag an den Notebook setzen oder die WordPress App auf meinen Handy anklicken und schreiben. Egal, ob ich gerade dafür in der Stimmung bin oder nicht. Was noch? Ein Contentplan. Check – der ist erledigt!

Ich habe mir tatsächlich einen Plan gemacht, Ideen gesammelt und Themenschwerpunkte festgelegt. Mich beschäftigt und interessiert viel und das möchte ich hier gerne alles mit einbringen.

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, hoffe ich auch weiterhin auf eure Unterstützung und Freude am Lesen meiner Beiträge. Danke. Amen.

Die Liebe oder das immer gleiche Date-Verhalten in Frage stellen

Vor kurzem war ich auf einer Hochzeit von einem befreundeten Paar, dass sich nach über 10 Jahren Beziehung das Ja – Wort gegeben haben. Ich war die Trauzeugin der Braut. Ich war alleine da, aber um mich soll es in diesem Text nicht gehen. Vielmehr um die Liebe.

Ich sitze mit der Braut beim Friseur. Wie lassen uns für den Tag gerechte Frisuren verpassen. Die Braut schminkt sich normalerweise nicht, aber für den Tag der Hochzeit macht sie eine Ausnahme. Ich bin schon geschminkt. Ich war schon eher wach und habe mein Gesicht schon mit passenden Farben verziert. Wie sie da so sitzt auf dem Stuhl mit ihrer Frisur und ihrem einmaligen, schönen Make Up… Sie scheint so glücklich wie noch nie. Dieses Strahlen in ihren Augen und diese bodenständige Zufriedenheit …

Was ist das nur mit der Liebe? Klar, der Mensch ist zum allein sein nicht bestimmt, aber was ist wenn die Liebe auf sich warten lässt? Nicht jede Begegnung endet im Happy End. Happy Ends sind realativ. Das Leben ist kein Disney Film, sondern eine Doku und wir führen die Regie. Wir selbst sind ja für unser Glück verantwortlich – sagt uns alles und jeder. Da gehe ich voll und ganz mit – aber nicht jeder Glücksbote der unseren Weg kreuzt bringt auch Glück. Wir fallen, verletzen, reißen uns zusammen und stehen wieder auf, rücken unseren Stolz zurecht und gehen weiter. Mit der Hoffnung, beim nächsten Mal wird es besser. Aber was ist, wenn neben den absurden Glücksboten, das eigene Verhalten zum Fehlverhalten mutiert und du dich in einem Strudel der Endlosigkeit wiederfindest? Jedes Date hat den gleichen Ablauf, die gleichen Fragen, die gleiche Vorgehensweise… Da gibt es nicht wirklich Raum für die Liebe. Liebe ist leise. Ganz unscheinbar ist sie immer da, nur wir realisieren sie nicht, wenn sie uns schon auf die Füße tritt und schreit: „Hier bin ich!“

Ich versuche mich daran zu erinnern, wann ich diesen Tritt in den letzten Jahren mal verpasst bekommen habe. Blackout? Demenz? Ich tippe auf blinde Ignoranz. Ich glaube, wenn du einem bestimmten Verhaltensmuster folgst, wird die Sicht auf das Wesentliche getrübt. Ein Film in Endlosschleife. Eine Platte die auf Repeat läuft.

Wir halten uns mit Oberflächlichkeiten auf. Wenn es nicht gerade der fürchterliche Musikgeschmack ist, ist es der unkontrolliert, zusammengestellte Kleidungsstil. Wir suchen absichtlich nach offensichtlichen uns erscheinbaren Fehlern. Sind letztendlich nur frustriert und grübeln wieder mit einer bedingungslosen Leidenschaft warum das jetzt wieder nix war?!

… Hand in Hand verlassen die Beiden das Standesamt. Nun sind sie Eheleute, Mann und Frau, Herr und Frau. Ich erblicke Zufriedenheit. Wohlgesonnene Gesichter. Glückseligkeit.

Aber wie durchbricht man diesen Kreis? Außergewöhnliche Unternehmungen? Andere Fragen? Von den eigentlichen Typ-Vorlieben abweichen und mal jemanden daten, den man sonst nicht daten würde? Gibt es denn überhaupt einen Lösungsweg aus dieser Misere? Mehr Leichtigkeit würde für den Anfang schon helfen – denke ich …

Im Brummkreisel der Gedanken

Samstag, 25.08.2018

Eine Freundin sagte mal zu mir, ich soll einfach machen. Irgendwie machte ich dann auch irgendwas. Kein genauer Plan. Einfach vorwärts. Jetzt liege ich auf meinem Bett. Im Hintergrund grüßt die Nacht und deckt den Tag mit ihrer sternenbedeckten Decke zu. Meine Lieblingsplaylist strömt durch meine Gehörgänge und die Hitze, die momentan in Berlin zeltet, färbt mein Gemüt nicht fröhlich, sondern schon fast aggressiv!

Ich verfluche den Sommer! Ja, richtig gelesen, ich verfluche diesen Sommer mit seiner Sonne, seiner Hitze, den schweißverklebten Körpern, diesen überfröhlichen Sonnenanbetern …

Ich will endlich Herbst, dann weiß ich wieder was ich anziehen kann.

Der Herbst stimmt mich immer nachdenklich und glücklich zugleich. Ich kann dann mehr schreiben, weil mein Hirn dann wieder eine repräsentable Temperatur hat. Das Wetter ladet dann wieder dazu ein daheim zu bleiben, das Gedankenkonfetti aufzusammeln, zu sortieren und sorgfältig wie ein Puzzle zusammen zu legen.

Wie ein Brummkreisel drehen sich dieses Jahr meine Gedanken

Dieses einfach machen ist der beste Tipp, wenn man permanent hin und her überlegt, ob man jetzt nun das eine oder das andere machen soll… Planen verschafft Sicherheit, einfach machen Lebensfreude. Die vergangenen Jahre liefen planlos. Das einfach machen existierte nicht für mich. Wie ferngesteuert funktionierte ich. Nun bin ich an einen Punkt in meinem Leben angekommen, in dem ich die Segel in die Hand nehmen möchte. Einfach geplant machen. Mich an die Startlinie stellen und los laufen und dort ankommen, wo ich mich wohl fühle und bleibe will!

Montag, 27.08.2018

Der Kopf raucht. Kleine Gedankenpakete stapeln sich in meinem Hirn und wollen ausgeliefert werden. Stück für Stück liefere ich sie an die dazugehörigen Empfänger um den Kopf wieder frei zu bekommen. Der größte Teil der Lieferung ist bitte Mitte September ausgeliefert …. Danach folgen nur noch kleine Pakete.

Mir fehlt das Schreiben. So hat mich doch die Hitze daran gehindert. Machte mich müde und matt. Meine Schreibader versank in Lethargie. So langsam geht´s wieder voran.

Ich bleibe dran…