Monatsreflexion 04/19

April geschafft. Obwohl. Das Highlight erwartet mich noch am letzten Tag. Dienstag. Wenn ich es nicht mache, dann ist es ja doof, wenn ich davon erzähle! Also, ich schweige vor mich hin.

Was war sonst noch so los? Ich war nur einmal im Kino. Gestern. Avengers: Endgame! Schreib vielleicht noch ne Review. Ich sammel mich noch, weil ich noch verwirrt bin, was ich da gesehen habe. Schock. Trauer. Und dennoch Freude. Ein Wechselbad der Gefühle.

Sooo, ansonsten schleift meine Lesechallenge, obwohl ich ein paar Bücher verschlungen habe, war es nicht meine Bestleistung.

Dann arbeite ich wieder an ein paar kleinen Änderungen bezüglich der Optik des Blogs.

Ach, dann hab ich fast jeden Monat einen Aha-Moment! Im April: Schreibe nie wieder einem wildfremden Mann aus der WordPress-Community eine Mail. Der ganze Dialog ging in eine Richtung … Ja, ich weiß ja nicht, ob der Knilch real einen an der Waffel hat, aber irre ich mich oder entscheidet man sich nicht immer individuell wie man jemanden schreibt? Also die Wortwahl … und hat es nicht irgendwie mit Mansplaining zu tun, wenn er mir erzählen wollte, dass ich nur so tue als ob und scheinheilig in der Online-Welt etwas vorgebe zu sein, was ich beim Wortwechsel mit ihm nicht zu sein scheine … ich las jede einzelne Mail ein paar Mal und dachte mir: der muss wirklich einen an der Waffel haben! Ich weiß ja nicht, was es mit der angeblichen Scheinheiligkeit auf sich hat, wenn ich von meinem Single-Leben schreibe, wenn ich davon schreibe … naja, ihr wisst schon … man kann etwas suchen, aber ich bin nicht Captain America, der an jemanden hängt und nicht los lassen kann und sich deshalb in der Gegenwart nicht fallen lassen kann. Klar, sowas ist schön, aber das ist Hollywood. Die Realität sieht halt anders aus. Mein Herz sucht, aber mein Unterleib kann sich auch fallen lassen. Ich betreibe ja kein Dating- bzw. Sexmarathon. Nicht jede Bekanntschaft zerre ich in mein Bett. Ich hab ein Jahr Ebbe hinter mir und robbe immer noch am trockenen Strand entlang. Und wenn mir dann jemand schreibt, er würde mich gerne auf die **** küssen und es könnte ja mehr sein … da würde ich gern mein Waffeleisen nehmen und es ihm um die Ohren hauen! Wenn ein Mann sich durch meine Texte über Sex und was weiß ich nicht animiert fühlt mir sowas zu schreiben, weil ich ja so versext erscheine, ist für mich ein typischer Mann! Ja, ich schreibe über Sex. Ja, ich mag Sex. Und? Ist das ein Grund mir so ungeniert versaut entgegen zu kommen? Nein! Und mir dann noch so blöde entgegen kommen, das ich ne Therapie brauche! Junge, nun ändere mal dein Waffelrezept! Achja, im übrigen betreibe ich Online-Dating schon seit meinen Teengerjahren … japp über 20 Jahre und ja auch ohne Computer und Smartphone habe ich Männer kennengelernt. Egal, ob online oder real, da war halt bisher noch nix dabei … die Welt geht davon nicht unter. Mein Opa hat die wahrhaftige Liebe erst mit 80 kennengelernt. Meine erste Liebe und die Geschichte meines Opas haben mich geprägt. Vor allem dieses ganz bestimmte Gefühl von damals halte ich in Ehren. Wenn mir irgendwann mal jemand begegnet, der genau dieses Gefühl von Sicherheit und Glückseligkeit wieder in mir auslöst, werde ich ihn nicht mehr los lassen, aber bis dahin erfreue ich mich an gelegentliche Vergnügungen. Was ist dein Problem? Ach, lassen wir das, dass würde ja doch nur in einer sinnlosen Belanglosigkeit enden ….

Ich freu mich auf den Mai!

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Könnt ihr mir helfen?

Ich recherchiere gerade für meine nächste „Tabu-Edition“ und dafür bedarf es auch andere Meinungen. Es geht um das Thema: Beziehungsmodelle! Diverse-Dating-Apps sind gut um mit den Herren der Schöpfung, die mit ihrer Partnerin nicht monogam lieben, in Kontakt zu treten. Nur, verschieben sich immer wieder die Verabredungen, weil irgendwie gefühlt immer ein Weltuntergang dazwischen kommt! Wenn nichts dazwischen kommt, habe ich nach Ostern ein Treffen … aber ein Tag steht noch nicht fest, hmpf! Dann mag mir die Autorin eines Buches, dass ich zu meiner Recherche hinzugezogen habe, gern ein paar Fragen beantworten ….

Alles schön und gut, aber was haltet ihr davon, wenn ihr mir helfen würdet? Und wie? – fragt ihr euch jetzt bestimmt!

Wer selbst keine Erfahrungen hat, könnte mir doch einfach schreiben, was er davon hält? Würde etwas anderes als Monogamie in Frage kommen? Wer Erfahrungen damit hat oder sogar Bekannte oder Freundschaften hat die nicht monogam leben … immer her damit?

Gerne verweise ich auf meinen Blogbeitrag „VERLOREN IM HOLLYWOOD-MÄRCHENWALD ODER WIE MAN ZWISCHENMENSCHLICHE NÄHE AUCH ANDERS KONSUMIEREN KANN“

Kommentiert gerne unten in der Kommentar-Box oder schreibt mir eine Email an ramonaluft.berlin[at]gmail.com

Es gibt zwar nichts zu gewinnen, aber ewige Dankbarkeit!

Danke!

Monatsreflexion 03/19

Es ist Montag, der 25.03.19. Ich habe immer noch kein Internet und tippe meine Texte auf meinem Notebook nieder. Warum ich kein Internet habe? Also. Es passierte am 19.03.19. Ich tippte fleißig auf meinem Notebook und hörte über meine W-LAN Boxen Musik. Auf einmal ertönte keine Musik mehr aus den Boxen und WordPress speicherte keinen Buchstaben mehr von mir. Meine Welt stand still. Kein Internet, ok! Das passiert ja gelegentlich mal. Hab ich also die Zeit bis ich zur Arbeit los musste gelesen.

Ich ging dann zum Spätdienst. Ich kam abends wieder. Immer noch kein Internet und das Modem blinkte immer noch wie verrückt. Am nächsten Tag telefonierte ich mit dem Kundendienst. Es liegt eine Störung vor und bis abends sollte die behoben sein. Ich sollte ein neues Modem zugeschickt bekommen, weil meins schon ein paar Jährchen hatte und mir damit ein neues zustand. Sollte bis spätestens Montag da sein. Ich las wieder als Alternative und ging dann anschließend zur Arbeit. Abends wieder daheim. Ich war immer noch ohne Internet.

Freitag, 22.03.19. Ich hab jetzt frei und Urlaub bis Ende März. Ich rief erneut beim Kundendienst meines Internetanbieters an. Jetzt bestätigte man mir, dass mein Modem wohl doch kaputt sei und ich auf das neue warten müsse. Ach, nee! Toll! Ich war hoch erfreut.

Ich widmete mich der eigentlichen Aktivität an diesem Tag: dem Streichen meiner Küche. Am Samstag strich ich auch – ja, ich war nicht bei der Demo!

Am Sonntag machte ich nichts außer lesen und gammeln. Ich war ein leibhaftiger Couchpotato.

Und immer wieder montags. Heute bekam ich eine Mail, dass mein Modem ganz sicher bis zum 01.04.19 bei mir ankommen soll. Also quasi jeden Tag…

Diese Modem-Geschichte hat das ganze bloggen durcheinander gebracht. Ich wollte in meinem Urlaub, also ab heute, sowieso nicht bloggen, aber ich wollte zumindest vorschreiben, damit ich nicht raus komme. Pustekuchen.

Es bleibt spannend.

Ich hab mir überlegt, immer am letzten Sonntag des Monats beim open mind sunday eine Monatsreflexion zu posten. Jetzt naht der letzte Sonntag und ich hab alle Hoffnungen verloren, dass ich bis zu diesem Sonntag noch mein Modem bekomme.

Dienstag, 26.03.19. Ich bin bei meinen Eltern. Und kann in aller Ruhe mal wieder etwas Internetluft schnuppern und ein Blogbeiträge schrieben und planen.

So, aber nun ist gut von meiner Jammer-Geschichte. Was war noch so los diesen Monat?

Vom Job mag ich nicht reden. Vielleicht in der nächsten Monatsreflexion. Ich war ein paar Mal im Kino. Ich habe mir „Der Goldene Handschuh“, „Die Berufung“ und „Beale Street“ angeschaut. Von eklig über beeindruckend bis poetisch war alles vertreten.

Mitte des Monats war ich auf dem grandiosen Konzert von Florence & the Mashine. Ich glaube, dass war der schönste Moment diesen Monat. Die rothaarige Fee, die über die Bühne schwebte und ihr Feengesang in der ganzen Halle verbreitete. Schön!

Nachdem der Februar eher Mau war, was das Lesen betrifft, klappte es im März besser. Momentan versuche ich den Stapel an feministischer Literatur auf meinem Lesetisch nach und nach durchzulesen. Läuft!

Dann habe ich am WE meine Küche renoviert. Der neue Farbanstrich war nötig. Ich hab ein paar Möbel minimal verschoben und schon schaut die Küche etwas verändert aus. Leider gingen dafür fast drei Farbtöpfe drauf, aber wer es schön haben will muss auch mal leiden…

Den Rest des Urlaubs verbringe ich mit Verabredungen und lesen und so richtig bloggen werden ich wahrscheinlich erst wieder, wenn mein Modem da ist.

Irgendwas fehlt! Ach, jetzt hab ich es. Ich hatte ja Netflix & Co. gekündigt und vermisste sie nicht wirklich, wenn ich mal Lust auf einem Film hatte bot die Mediathek von ein paar TV Sendern auch ausreichend.

Das war der März. Ich hörte das Wetter soll im April um einiges besser werden …

Mach’s dir selbst!

Wer das liest scheint ein offener Typ Mensch zu sein. Verspürte Neugier beim lesen des Titels oder fragte sich: Warum schreibt sie jetzt auch noch darüber? Alles ist möglich, denn alle drei Varianten entsprechen der Realität. Ich schreibe heute bestimmt nicht über das Tabu-Thema überhaupt, aber ich finde es erwähnenswürdig.

Ich sag mal Du. Hallo Du. Wie stehst du zum Thema Selbstbefriedigung? Machst du es dir selbst? Oder ist dir das Thema vielleicht zu unangenehm? Egal! Ich lade dich hiermit ganz herzlich ein, dir den folgenden Text durchzulesen. By the way – warum gibt es für uns Frauen keine wirklich gute Bezeichnung für das, was wir da mit uns machen …? Einen runter holen oder einen von der Palme wedeln trifft es ja nicht mal ansatzweise. Und auch die Verniedlichung der Sugababes mit ihrem Hit PUSH THE BUTTON machte die Suche nach einer passenden Bezeichnung nicht leichter.

Ja, es geht um Selbstbefriedigung! Irgendwie erscheint es mir 2019 immer noch wie ein Tabu-Thema aus der ersten Reihe. Es hat doch weder mit Religion, Herkunft, Geschlecht, Alter (ok, ab dem Teenageralter) … jedenfalls mit keinem dieser benannten Punkte hat es etwas zu tun. Es ist wie es ist, ein Akt der Selbstliebe. Die Akzeptanz zum eigenen Körper und der verspürten Lust nach Berührungen. Die Lust auf Fummel-Orgien.

Du und ich. Wir haben Sex. Nicht miteinander, aber mit anderen Menschen. Sprechen darüber. Ja, lästern sogar darüber. Gut, das ist jetzt fies, aber lästern tun wir auch nur, weil wir im richtigen Moment nicht den Mund aufkriegen und wie eine Marionette uns der Lust unseres Gegenübers ausliefern. Und irgendwie genervt sind, weil dabei  nicht das für uns herausgekommen ist, was wir uns erhofft haben. Beim Sex mit uns selbst und vor allem überhaupt darüber zu sprechen, da laufen wir meistens so rot an wie eine reife Erdbeere auf Karl’s Erdbeerhof.

Ich plädiere für mehr Offenheit. Vergesst Dr. Sommer & Co. – jetzt komme ich! Oder zumindest rate ich den Teenies von heute sich nicht an die Bravo zu halten. Die hat mich früher eher verstört als mir zu helfen. Zudem trägt sie zu einer Verzerrung der Darstellung der modernen Frau dar. Wendet euch lieber an Frau Henning! Die hat ein Buch und eine Fernsehsendung mit dem Titel Make Love auf die Welt los gelassen. Prädikat wertvoll, sag ich nur!

Ich übe mich selbst jedesmal im äußern von Bedürfnissen, Wünschen und Fantasien. Jedesmal der gleiche Drahtseilakt, den ich da bewältige.

Uns begegnen im Laufe der Zeit genügend Menschen. Ich bin immer froh, wenn mir jemand begegnet, der offen ist. Da fühlt sich mein loses Mundwerk gleich viel wohler. Unsicher werde ich eher, wenn ich merke, das mich mein Gegenüber mit großen Augen anschaut, wenn ich zu hemmungslos mit meinen Worten jongliere.

Jede Begegnung ist eine neue Herausforderung, die es gilt zu meistern!

Zurück zum selber machen. Bitte, gebt dem Mädchen endlich einen Namen! Ich drücke doch kein Knöpfe!

Egal, ob du in einer Beziehung bist oder Single, Mingle oder sonst irgendwas. Sich selbst zu befriedigen tut gut. Ein kleiner Hormonvulkan der dabei überschäumt. Dich glücklich macht, entspannt und das Selbstbewusstsein stärkt. Du lernst deinen Körper und deine Bedürfnisse dadurch besser kennen oder lernst etwas neues dazu, denn nur du weißt, was den kleinen Vulkan der Lust zum überkochen bringt. Auf die Finger fertig los! Oder Vibratoren, Satisfyer oder was auch immer… Hauptsache irgendein Studienlehrgang der Lustforschung anhand des eigenen Körpers und das rein praktisch!

Single vs. Beziehung

Ich nehme mich als Single. Ich bin große Befürworterin der Selbstbefriedigung. Das kann schnell und leichtfertig genau deshalb abgestempelt werden, weil du oder ich Single bist/bin. Weil du nur dich zur Stimulierung deines Lustzentrums hast. Meine Lieben, da bewegt ihr euch auf dünnem Eis. Was du magst und was du willst, basiert auf der eigenen Entdeckungsreise. Deinem jetzigen oder zukünftigen Partner*in zu sagen, wo du angefasst werden möchtest oder auf was du stehst, basiert selten auf wahllose Fummelvariationen durchgeführt von jemand anderem. Du bist der Hauptschalter. Du bist die Hauptzentrale deiner Bedürfnisse und Empfindungen, nicht dein Sexualpartner*in.

Auch wenn das Bett halb gefüllt ist, habe ich meine Lust nicht beim letzten Matratzensport mit einem männlichen Wesen verloren. Sie ist allgegenwärtig. Bei mir bedarf es nicht viel Fantasie. Es ist für mich eine Art Entspannungstherapie. Während andere zum entspannen ins Tropical Island fahren, steige ich in meine Badewanne, gelegentlich platziere ich ein Glas Wein auf dem Wannenrand und versinke im Tal der Entspannung. Mein Körper, die Fernbedienung, wo keine Taste ungedrückt im Staub versinkt. Ob Toy oder die eigene Hand. Die Stimmung bestimmt die spezielle Zutat. Ob bei Sonnenaufgang zusammen mit dem Hahn, der mit seinem morgendlichen Kikeriki den Tag anschreit (Ach nee, ist mir schon klar, dass man sowas in Berlin nicht hat – Fantasie sag ich nur!) oder bei Kerzenschein im Mondenschein. Natürlich, endet nicht jede Planschrunde in der Wanne damit, denn viel zu oft geh ich ja meiner Bibliophilie nach.

Lust und Verlangen haben keine vorprogrammierte Tageszeit. Zudem hat Selbstbefriedigung einen positiven Effekt auf meine bzw. allgemein auf die Gesundheit. Nach einem angespannten, stressigen Tag kann Selbstbefriedigung mich wieder runter holen. Mein Ausflug ins Tropical Island. Ich schlafe dadurch viel entspannter. To Do Listen wirbeln nicht mehr im meinem Kopf umher. Eine Abstinenz vom tristen, unkontrollierten Konsumalltag. Klingt wie ein tiefgründiger Selbstfindungstrip. Jetzt muss ich lachen.

Bei einer spontanen Frage/Antwort Runde im Freundeskreis – der zu 90% liiert ist – bekam ich interessante bzw. vorausschauende Antworten.

Ich stupste ein paar Transmitter an. Die Frage nach der noch vorhandenen Praktizierung der Selbstbefriedigung, brachte die Gedankengänge in Bewegung.

Abschweifende Blicke. Versunken in der Thematik, konnte ich die Antwort erahnen. Das Bett ist ja mit zwei Liebenden gefüllt. Die uneingeschränkte Verfügbarkeit von einem Spielgefährten, der nie endende Alltagstrott, Job ggf. Schichtdienst, eine Familie die Zeit und Nerven kostet und die ehrliche Ansage „zu wenig Zeit für sich selbst zu haben“ verfrachteten die Hands-to-myself-Sessions in die hinterste Ecke der Lustzentrale bzw. ist oder war kein wirkliches Interesse hierfür vorhanden. Toys sind eher Nebensache oder gar nicht im Schubfach des Nachtschranks vorfindbar.

Ehrlich, offen & die pure Realität des Beziehungsalltags.

Ich denke lange nach über die Worte, die in mein Gedankenkarussell einsteigen. Verständnis und Skepsis machen sich breit. Wenn ich bedenke, dass man Selbstbefriedigung ins Liebesspiel mit dem Partner einbauen kann und eine weitere selbstgeschaffene Grenze für die partnerschaftliche Sexualität öffnet… Gut, das hatte ich nicht erfragt, ist aber meine gedankliche Weiterführung des Themas. Das ist warscheinlich auch wieder etwas, was sich von Beziehung zu Beziehung unterscheidet. Manche stimulieren sich, in dem gegenseitig die Lustknöpfe auf der korpusähnlichen Fernbedienung gedrückt werden und andere zeigen es ihrem Partner*in anhand einer Selbstinszenierung á la Kim Basinger (Meine Stiefmutter ist ein Alien – witziger Film in dem Kim Basinger Dan Aykroyd so richtig einheizt).

Letztendlich steht die Zufriedenheit, Akzeptanz und Selbstliebe zum eigenen Körper im Vordergrund. Bedürfnisse erforschen und stillen anhand von Selbstbefriedigung ist vollkommen normal. Es ist egal, ob du es praktizierst und das 7x am Tag oder auch einfach gar nicht. Keiner sollte für oder gegen die Praktizierung verurteilt werden.

Auch wenn die Selbstbefriedigung immer noch einen Platz auf der Ersatzbank der Selbstliebe einnimmt, schafft es die jüngere Generation der Frauen, die Thematik etwas zu lockern. Mittlerweile gibt es Plattformen für die weibliche Lust. Beispielsweise FEMTASY. Hier finden Frauen Audioaufnahmen, natürlich im zahlungspflichtigen Abo, um sich inspirieren zu lassen. Durch hören zum Höhepunkt. Viele Wege führen nach Rom. In der Podcast-Landschaft findet man zuhauf an Sex-Podcasts.

Es wird geredet und philosophiert, aber in Form von Nischen-Kommunikation. Wie die meisten Tabu-Themen ist auch die Selbstbefriedigung eine Thema, dass hinter geschlossenen Türen oder hinter vor gehaltener Hand Beachtung findet.

2019 sollte es anders laufen. Wollen wir ernsthaft rot anlaufen, wenn unsere Kinder uns mit diesem Thema konfrontieren? Schlimm genug das wir im Kiosk nach Frauenzeitschriften greifen. Die Zeitschriften unterstützen auch nur den glauben daran, dass wir Männern gefallen müssen. Das wir bestimmte Sachen machen, damit sie Freude und Befriedigung erhalten.

Letztendlich finde ich, wir sollten in der Kommunikation diesbezüglich offener werden. Mehr Empathie entwickeln. Allein oder in einer Partnerschaft, es macht keinen Unterschied, ob man Selbstbefriedigung praktiziert oder nicht, es hat etwas mit einem selbst zu tun und bedient sich nicht einer Co-Abhängigkeit, sprich wir brauchen einen anderen Menschen um etwas spüren zu können. Das körperlicher Austausch zu zweit, dritt oder viert oder oder … mehr Spaß und Lust bereitet ist klar, aber ich finde es ungerechtfertigt, wenn man die Praktizierung der Selbstbefriedigung ad acta legt, nur weil man einen Partner hat …

Das soll nicht gegen Partnerschaften gehen, denn auch in Partnerschaften wird Hand angelegt.

Ich wünsche freudige Fingerspiele!

Wann bin ich eigentlich erwachsen geworden?

Ich bin Anfang 30 und frage mich manchmal: wo ist die Zeit geblieben? Mir ist als wäre es erst gestern gewesen und ich würde immer noch auf der harten Holzpritsche im Kindergarten liegen und an die Decke starren. Meine Kindergärtnerin ermahnt mich, doch endlich einzuschlafen. Draußen scheint die Mittagssonne und ich soll schlafen? Ein paar Jahre später liege ich im Park auf der Wiese. Wieder scheint die Sonne. Ich betrachte den jungen Mann neben mir und fühle mich glücklich. Glücklich das er mich mag, mich küsst und gerne fühlt. Die Zeit vergeht. Der Uhrzeiger dreht sich unaufhörlich. Die Jahreszeiten und Jahre ziehen nur so dahin, wie die fluffigen Wolken am Horizont. Ich sitze auf einer Bank in Barcelona im Sommer 2017. Es ist heiß. Ich lasse das hektische Treiben der Fußgänger und hupenden Autos auf mich wirken, bevor ich in den Bus steige, der mich zur nächsten Sehenswürdigkeit der Stadt fährt. Es ist Mitte Februar und ich sitze hier an meinem Notebook und tippe diese Zeilen und frage mich: wann bin ich eigentlich erwachsen geworden?

Ist es passiert als ich von Zuhause ausgezogen bin? Als ich das erste mal meine Steuererklärung in den Briefkasten des Finanzamtes steckte? Oder schon viel früher als ich das erste mal Sex hatte? Ich mein Abschlusszeugnis in der Realschule entgegen nahm? Oder meine zwei Ausbildungen abgeschlossen habe? Oder passierte es mit der Küchenmaschine, die ich letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen habe?

Ich gehe arbeiten. Wohne im zentralen Osten von Berlin und habe ein BVG-Abo. Macht mich sowas erwachsen? Oder passiert das erst, wenn ich ein Kind zur Welt bringe oder mit einem geliebten Menschen zusammen ziehe?

Ich bin mir nicht sicher, was genau mich letztens dazu brachte, mir darüber Gedanken zu machen. Ich stand auf dem U-Bahnsteig Alexanderplatz und beim vorbeiziehen der U-Bahn erwischte mich diese Frage. Bin ich erwachsen? Und wenn ja, wann ist das passiert?

Ich könnte mit den Fragen bis Halloween weitermachen und würde auch dann nicht damit aufhören. Ich war dreimal im Kino diese Woche und zwei Filme, bestärkten mich darin einen Blogpost zu meinen verworrenen Gedankengängen zu verfassen.

Ich glaube mein Dasein als Kind oder besser gesagt die unbekümmerte Zeit endete mit dem Umzug 2012 in meine erste eigene Wohnung. Ich lebe immer noch hier. Fühle mich wohl und wenn mir die Wände zu langweilig werden, bestreiche ich sie mit einem neuen Farbton. So kann man ewig in einer Wohnung wohnen bleiben.

Wäsche waschen, Lebensmittel einkaufen, alleine verreisen, Verbindlichkeiten den öffentlichen Verkehrsbetrieben oder Mobilfunkanbietern gegenüber sind eigentlich nur Souvenirs unseres Erwachsenen-Ichs. Das macht man dann halt alles.

Filme, Bücher & Menschen projizieren das Erwachsen-werden mit bewegenden Meilensteinen im Leben eines Erdenbürgers. Ok. Schulabschluss mit 16 und ich fühlte eigentlich nur, dass eine bestimmte Ära zu Ende ging. Genau das gleiche Gefühl hatte ich nach dem Abschluss meiner zwei Ausbildungen. Wieder das Ende einer Ära. Immer endete eine Ära, aber das Gefühl erwachsen zu sein durchfuhr mich dabei nicht. Ich war doch ich – Mona! Und Sex ist auch kein Indikator fürs Erwachsen-werden. Der Spielplatz auf dem wir spielen, wurde nur größer und brachte uns ein paar neue Spielmöglichkeiten mit Gleichgesinnten.

Als Kind verstand ich selten, was am erwachsen werden so toll ist. Lebt es sich doch so herrlich unbekümmert zwischen Spielzeug, Abenteuerspielplätzen und der Flimmerkiste. Zumindest war das bei mir so. Mir boten sich auch keine wirklichen Gelegenheiten, dass gut zu finden, was meine Eltern da alles durchleben mussten. Ich komme aus einer Familie, die in der DDR gelebt hat. Allesamt sind sie in ihr groß geworden. Ein System, das sich am Marxismus-Leninismus orientierte und die Stasi hatte ihre Augen und Ohren überall. Das undemokratische, politische System ummantelte sich mit einer Mauer. Eine Mauer die am 09. November 1989 ganz unerwartet umfiel. Eine Revolution, die eine Wiedervereinigung von Ost und West hervorbrachte. Ich muss mich nicht schämen, wenn ich erzähle, das meine Familie gerne in der DDR gelebt hat. Man packe jetzt einfach mal alles schlechte, was sie beinhaltet zur Seite und nehme das einfache Leben. Job, Wohnung, Kinder und das Konsum – meine Eltern lebten einfach, hatten wenig Ansprüche ans Leben und waren glücklich. Glücklich waren sie auch als die Mauer nicht mehr an ihrem Platz stand und eine Welle von Neuheiten und Möglichkeiten in die ehemalige DDR einreiste. Mein Vater vermisst das damalige Leben manchmal und meine Mutter findet alles gut so wie es ist. Mein älterer Bruder hat noch ein paar Jahre mitbekommen und hat auch nie schlecht davon geredet. Ja, und ich? Ich bin 1986 geboren und kann nichts dazu sagen außer, dass mir die Gespräche über die DDR innerhalb der Familie sehr schnell zu den Ohren heraushingen. Ich bekam nichts mit, aber wusste auf einmal eine Menge über etwas, dass ich nicht verstand. Aus heutiger Sicht und mit dem Wissen über diese Zeit und was politisch schief lief, wäre ich noch bevor die Mauer gebaut wurde, gleich freiwillig im Westen geblieben. Da hätte mich auch die Musik von Silly oder Renft nicht von abgehalten.

Die DDR ist Geschichte und ich wuchs in der kunterbunten Bubblegum-Welt der 90er Jahre auf. Mit Gameboy, Tamagotchi und Polly Pocket im Gepäck, durchlief ich meine Kindheit. Die Schulzeit war zwar nicht die Hölle auf Erden, aber auch kein berauschendes Fest. Mit den 00er Jahren kam meine Teenie-Ära und die Oberschule. Ich war weder beliebt, noch unbeliebt. Halt einfach nur da. Gelegentlich kamen blöde Sprüche bezüglich meiner Optik, aber auch das kann ich nicht mit einem Trip durch die Hölle vergleichen. Mir ging es nicht schlecht, bis auf die gefühlsduseligen Irrungen und Wirrungen, die mit dem Heranwachsen, wie ein bitterer Beigeschmack, dazu kamen.

In den 10er Jahren angekommen, wusste ich was ich kann und wohin ich damit will, landete aber bisher nie dort, wo ich ewig zu verweilen vermochte. Kleine persönliche Krisen, Neuerfindungen und Abzweigungen auf dem Weg des Lebens, brachten mich zu einer Kreuzung. Das eine Schild ist mit WEITERGEHEN beschriftet und das andere mit STEHEN BLEIBEN. Ich habe mich fürs weitergehen entschieden und glaube, dass das eine sehr Erwachsene Entscheidung war. Bin ich am Ende doch schon Erwachsener als ich dachte?

Erfahrungen sammeln, Entscheidungen treffen und Erkenntnissen zu erlangen, kreieren unser Erwachsenes-Ich. Das geht manchmal schneller, als den eigenen Namen zu buchstabieren. Doch unseren kindlichen Modus sollten wie im Stand-by ruhen lassen und von Zeit zu Zeit aktivieren. Wie sollten wir sonst die vielen kleinen Menschen verstehen und ihnen erklären, dass alles halb so wild ist. Es ist nicht weh tut zu wachsen, hinzufallen und wieder aufzustehen.

Alles eine Frage des Blickwinkels.

Adieu Pille & Co #2

Vor gut einem Jahr habe ich einen Beitrag veröffentlicht, in dem ich erzählt habe, dass ich keine Pille und dergleichen mehr nehme. Ich erzählte von Nebenwirkungen und monatlichen Begleiterscheinungen. Nach 15 Monaten ohne tagtägliches Hormone schlucken kann ich sagen mir geht es blendend!

Es gibt eigentlich nur einen Grund warum wir Frauen anfangen die Pille zu nehmen: Männer! Wenn wir Frauen die Pille nehmen, haben Männer einen Gästelistenplatz und können ungestört Höhlenforscher spielen. Wenn man ihnen diese Möglichkeit des Spielens wegnimmt, ist das Geschrei groß und ihre Libido geht zum Lachen in den Keller.

Gut, eigentlich wollen wir ja auch auf den Tag genau wissen, wann unsere Periode kommt und geht, sind vernarrt in unsere reine, pickelfreie Haut und Menstruationsschmerzen nehmen ab, aber letztendlich heißt der Beweggrund doch Mann und nicht anders. So war die Pille in den 60ern, noch ein Symbol für Selbstbestimmung, ist sie doch heutzutage Anlass für junge Mädchen, das erste mal zum/zur Frauenarzt/in zu gehen.

Die Aufklärung hierzu ist eher dürftig. Aufregung und fehlendes Wissen, lassen uns eine Entscheidung treffen, die wir später einmal bereuen könnten. Nur, weil wir uns wahrscheinlich nicht trauen zu fragen, ob die Pille auch schlechte Seiten hat und in wiefern sie sich negativ auf unseren Körper auswirkt. Ich hab selbst erlebt, dass Götter in weiß nur zu gerne sagen: „Lesen sie nicht zuviel im Beipackzettel!“ Als wenn die Erwähnung der Nebenwirkungen einer Floskel gleichen. Da könnte man auch frech sagen: „Augen auf bei der Berufswahl!“

Auch heute im Jahr 2019 gibt es viele Penisträger da draußen, die glauben, dass uns die Pille so gut tut, wie ein Obstkorb. Nur wenige wissen, warum mittlerweile immer mehr Frauen Pille & Co den Rücken zukehren. Was ist aus dem kleinen Wundermittel geworden? Es kratzt am Lack. Sie gerät immer mehr in Verruf.

Schaut man in den Beipackzettel und vertieft sich in die Nebenwirkungen, sollte man den kleinen Spermiumblocker gar nicht erst nehmen. Leider trifft das auf jedes Medikament zu. Es hat halt alles Vor- und Nachteile.

Doch was könnte jetzt eigentlich passieren?

Ist euch vielleicht schon mal aufgefallen, dass ihr auf den Tag genau einmal im Monat oder auch öfter Kopfschmerzen oder Migräne habt? Eure Gefühle Ping Pong spielen? Oder die Lust auf Sex immer weniger zum Vorschein kommt? Das könnte dann an Pille & Co liegen. Absetzen kann ich da nur raten. Natürlich weiß ich nicht, was sonst noch so los ist in eurem Leben und was euch aufs Gemüt schlägt, aber ich wette mit euch, das die kleine Babybremse der Auslöser dafür ist.

Mittlerweile ist es auch erwiesen, das Pille & Co ein Risiko für Thrombose, Gebärmutterhalskrebs, Depressionen und suizidale Gedanken, Bluthochdruck, Absenkung der Libido und und und sind. Ich muss nicht mal Quellen hierzu benennen, ihr findet unzählige Übereinstimmungen zu meinen genannten, wenn ihr Google fragt.

Das Thema mit den wiederkehrenden Pickeln wurmt viele Frauen, hat es mich am Anfang auch. Ich hab ewig herum experimentiert, wie ich die anhänglichen Biester los werde und hab nach ca. einem Jahr das Pickelproblem in den Griff bekommen. Werbung für Produkte werde ich jetzt nicht machen, aber die morgendliche und abendliche Reinigung des Gesichts ist unumgänglich, sowie 2x die Woche ein Gesichtspeeling und alle 2 Wochen eine Maske zu verwenden. Es dauert ein Weilchen, aber es lohnt sich. Zudem nimmt die Ernährung einen wichtigen Platz hierbei ein. Ich sag nur: verzichtet auf tierische Produkte und auf zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel und ihr könnt den Pickeln und Mitessern Goodbye sagen.

Eure Libido wird sich auch bei euch bedanken, das ihr auf Hormonpräparate verzichtet. Man kann das gut mit einer tot geglaubten Orchidee vergleichen, die auf einmal wieder Blüten bekommt.

Die Stimmungskurve reguliert sich wieder und ihr fühlt euch wieder rundum wohl. Das einzig negative was bleibt wären die Menstruationsschmerzen. Gut, ich kann ja nicht für die Allgemeinheit sprechen, aber das was ich hier schreibe, hab ich schon so oft gehört, gesehen und gelesen, dass ich mich hierbei dann doch mal getrost aus dem Fenster lehnen kann.

Ja, mir geht es gut und das hier geht gegen Pille, Verhütungsring und wie sie nicht alle heißen.

Die Geschichte von Burni und der Zukunft des Blogs

Nachdem die Buchverfilmung „EAT PRAY LOVE“ mit Julia Roberts ins Kino kam, flog gefühlt jeder nach Bali um sich zu finden und sich endlich zu lieben. Ich weiß noch, dass ich die Idee gut fand, irgendwo hinzu fahren um sich zu finden. Naja, in Bali war ich bis heute nie und gefunden habe ich mich trotzdem. Zu glauben, das man sich in seiner Pubertät findet, kann ich getrost verneinen. Als Teenie bist du mit deinen Hormonen beschäftigt, die dich tagtäglich wirbelsturmartig durcheinander bringen. Es mag Ausnahmen geben, aber selbst die bekommen im Laufe ihres Lebens einen Anflug sich selbst finden zu wollen. Ich glaube, manche Menschen finden sich tatsächlich schon sehr früh und es gibt die, die irgendwie ein Leben lang orientierungslos, wie handzahme Zombies umherirren.

Ich gehöre seit Februar 2018 zur Gruppe: ich glaube, ich habe mich sehr früh gefunden und wache dann irgendwann mit 31 auf und stelle fest – ich weiß nicht wer ich so richtig bin und was ich will, aber das was ich da seit Jahren mache, ist nicht das Richtige. Ein Besuch beim Arzt ergab die Diagnose Burnout. Das fand ich nur raus, weil ich den Zahlen-Buchstaben-Code, der auf dem Schriebs stand, googlte. Ich war geschockt. Geschockt von mir und dem straighten Bild, das ich über Jahre wie ein Kleidungsstück Tag ein Tag aus zum Schein getragen habe. Gut drei Tage lag ich im Bett, weinte und verzweifelte an mir selbst. Als ich am dritten Tag erwachte, las ich eine Nachricht von einer Freundin mit folgenden Worten: „Die neue Folge von Hotel Matze ist online und ich musste an dich denken!“

Hotel Matze ist ein Podcast mit Matze Hielscher. Er stellt interessante, gut recherchierte Fragen und sein gegenüber antwortet. Zusammen ergibt das einen sehr inspirierenden Podcast.

Die Folge, die meine Freundin meinte, war die vom 31.01.2018 mit Kim Frank. Kim Frank, einst Sänger der Band ECHT, einer der erfolgreichsten Teeniebands der späten 90er Jahre aus Deutschland, scheiterte selbst oft genug, stand wieder auf, rückte sein Selbstwertgefühl zurecht und machte weiter.

Ich hörte mir also die Folge an. Ich lag im Bett. Links von mir mein Handy auf dem die Folge lief und rechts Taschentücher zum Tränen trocknen, stets einsatzbereit. Es war ein einziger Satz, der mich dazu bewegte aufzustehen, meinen Notebook zu schnappen und mich an den Küchentisch zu setzen um zu schreiben.

„Wenn du dir sicher bist, das ist das Beste was ich machen konnte: Sei stolz auf dich, auch wenn es die letzte Scheiße ist. Sei stolz, dass du es fertig gemacht hast. Sei stolz drauf, dass du dich getraut hast es rauszutun.“ 

Kim Frank, Hotel Matze (31.01.2018)

Ich fand zum Schreiben zurück. Es sprudelte nur so. Ich schrieb und schrieb. Dieser Blog entstand, erst fütterte ich ihn mit Texten zu mir und meinem neuem Mitbewohner Burni. (Burni – Verniedlichung meiner Diagnose Burnout – ist nicht ausgezogen, er nahm die Form einer Pandafigur an und erinnert mich, stets einsatzbereit, an diese Zeit) Später über das Single sein.

Jetzt im Januar 2019 schreibe ich – bzw. will – über viele verschiedene Themen schreiben. Nach und nach füttere ich den Blog mit vielschichtigem Content. Dem Einen mag es zu viel an Themen sein, dem Anderen gefällt es ja vielleicht. Ich lese ja auf einem Blog auch nur Temen, die mich interessieren. Das bin aber ich. Ich interessiere mich für vieles und möchte auch darüber schreiben. Haltet mich für umtriebig, aber eine monotone bzw. monogame Schreibweise liegt mir nicht.

Letztes Jahr schrieb ich anfangs akribisch und dann wieder ganz wenig und dann gar nicht mehr. Ich las mir alte Beiträge durch und vieles klang gleich und in mir kam der Gedanke auf: Alles gleich. Wirkt langweilig. Ich will was ändern! Und so fing ich an Themen zu sammeln. Schnappte Gesprächsfetzen bei Unterhaltungen mit Freunden auf, Unterhaltungen in dien Öffis und überall wo ich war und hin ging. Ich weiß, dass auch dieses Jahr noch nichts zu 100% wirklich stimmig sein wird, aber selbst wenn ich 50% von dem umsetze, werde ich im Dezember – hoffentlich – sagen können: Joah, lief gut!

Ich saß also am Notebook und hab – mit den vorhanden Möglichkeiten – Layouts für Kategorien und Unterkategorien entworfen. Ich gebe zu für den Anfang ok, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Laut Statistik wird auf meinem Blog die Kategorie „gedankenkarussell“ mit der Unterkategorie „open mind sunday“ und die Kategorie „großstadtmärchen“ mit den Unterkategorien „how to be a single?“ und „bedtime stories“ gern gelesen. Was mir zeigt, dass meine gedanklichen Ergüsse gepaart mit meinem Singledasein + erotische Kurzgeschichten zum Hauptcontent mutieren könnten. Also, die Kategorien „gedankenkarussell“ und „großstadtmärchen“ werden auch den Großteil der Beiträge einnehmen, jedoch wird es zwischendurch Beiträge über Musik, Literatur und Filme geben. Dafür gibt es die Kategorien: „lauschgift“, „lesestoff“ und „filmrausch“. Auch da wird es mit der Zeit Unterkategorien geben.

In der Zukunft kommen dann noch folgende Unterkategorien dazu:

  • zum „gedankenkarussell“ gesellt sich noch „I protest too much“ und „THE FUTURE IS FEMALE“ dazu
  • zum „filmrausch“ gesellt sich „trash me baby“
  • bisher sind ein paar Unterkategorien in der schwebe, steht aber bisher nichts fest um es zu präsentieren …

Bei den ganzen Kategorien und Unterkategorien fragt man sich, wie ich das alles mit Beiträgen füttern will … Tja ich sag mal so: Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Lösungsweg. Zeitmanagement und eine tägliche Schreibroutine sind schon mal ein guter Anfang. Ich bin hauptberuflich ja in einer komplett anderen Branche tätig und arbeite im Schichtdienst, sodass ich manchmal wirklich Tage dabei habe, an denen ich rein körperlich und mental ein wenig durch bin und mir dann einfach nur nach Me-Time ist. Wird schon!

Also sollte euch eine Kategorie ansprechen, dann klickt einfach auf die Lupe im Header und tada! Frei nach dem Motto: Suchen. Klicken. Lesen.