Adieu Pille & Co #2

Vor gut einem Jahr habe ich einen Beitrag veröffentlicht, in dem ich erzählt habe, dass ich keine Pille und dergleichen mehr nehme. Ich erzählte von Nebenwirkungen und monatlichen Begleiterscheinungen. Nach 15 Monaten ohne tagtägliches Hormone schlucken kann ich sagen mir geht es blendend!

Es gibt eigentlich nur einen Grund warum wir Frauen anfangen die Pille zu nehmen: Männer! Wenn wir Frauen die Pille nehmen, haben Männer einen Gästelistenplatz und können ungestört Höhlenforscher spielen. Wenn man ihnen diese Möglichkeit des Spielens wegnimmt, ist das Geschrei groß und ihre Libido geht zum Lachen in den Keller.

Gut, eigentlich wollen wir ja auch auf den Tag genau wissen, wann unsere Periode kommt und geht, sind vernarrt in unsere reine, pickelfreie Haut und Menstruationsschmerzen nehmen ab, aber letztendlich heißt der Beweggrund doch Mann und nicht anders. So war die Pille in den 60ern, noch ein Symbol für Selbstbestimmung, ist sie doch heutzutage Anlass für junge Mädchen, das erste mal zum/zur Frauenarzt/in zu gehen.

Die Aufklärung hierzu ist eher dürftig. Aufregung und fehlendes Wissen, lassen uns eine Entscheidung treffen, die wir später einmal bereuen könnten. Nur, weil wir uns wahrscheinlich nicht trauen zu fragen, ob die Pille auch schlechte Seiten hat und in wiefern sie sich negativ auf unseren Körper auswirkt. Ich hab selbst erlebt, dass Götter in weiß nur zu gerne sagen: „Lesen sie nicht zuviel im Beipackzettel!“ Als wenn die Erwähnung der Nebenwirkungen einer Floskel gleichen. Da könnte man auch frech sagen: „Augen auf bei der Berufswahl!“

Auch heute im Jahr 2019 gibt es viele Penisträger da draußen, die glauben, dass uns die Pille so gut tut, wie ein Obstkorb. Nur wenige wissen, warum mittlerweile immer mehr Frauen Pille & Co den Rücken zukehren. Was ist aus dem kleinen Wundermittel geworden? Es kratzt am Lack. Sie gerät immer mehr in Verruf.

Schaut man in den Beipackzettel und vertieft sich in die Nebenwirkungen, sollte man den kleinen Spermiumblocker gar nicht erst nehmen. Leider trifft das auf jedes Medikament zu. Es hat halt alles Vor- und Nachteile.

Doch was könnte jetzt eigentlich passieren?

Ist euch vielleicht schon mal aufgefallen, dass ihr auf den Tag genau einmal im Monat oder auch öfter Kopfschmerzen oder Migräne habt? Eure Gefühle Ping Pong spielen? Oder die Lust auf Sex immer weniger zum Vorschein kommt? Das könnte dann an Pille & Co liegen. Absetzen kann ich da nur raten. Natürlich weiß ich nicht, was sonst noch so los ist in eurem Leben und was euch aufs Gemüt schlägt, aber ich wette mit euch, das die kleine Babybremse der Auslöser dafür ist.

Mittlerweile ist es auch erwiesen, das Pille & Co ein Risiko für Thrombose, Gebärmutterhalskrebs, Depressionen und suizidale Gedanken, Bluthochdruck, Absenkung der Libido und und und sind. Ich muss nicht mal Quellen hierzu benennen, ihr findet unzählige Übereinstimmungen zu meinen genannten, wenn ihr Google fragt.

Das Thema mit den wiederkehrenden Pickeln wurmt viele Frauen, hat es mich am Anfang auch. Ich hab ewig herum experimentiert, wie ich die anhänglichen Biester los werde und hab nach ca. einem Jahr das Pickelproblem in den Griff bekommen. Werbung für Produkte werde ich jetzt nicht machen, aber die morgendliche und abendliche Reinigung des Gesichts ist unumgänglich, sowie 2x die Woche ein Gesichtspeeling und alle 2 Wochen eine Maske zu verwenden. Es dauert ein Weilchen, aber es lohnt sich. Zudem nimmt die Ernährung einen wichtigen Platz hierbei ein. Ich sag nur: verzichtet auf tierische Produkte und auf zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel und ihr könnt den Pickeln und Mitessern Goodbye sagen.

Eure Libido wird sich auch bei euch bedanken, das ihr auf Hormonpräparate verzichtet. Man kann das gut mit einer tot geglaubten Orchidee vergleichen, die auf einmal wieder Blüten bekommt.

Die Stimmungskurve reguliert sich wieder und ihr fühlt euch wieder rundum wohl. Das einzig negative was bleibt wären die Menstruationsschmerzen. Gut, ich kann ja nicht für die Allgemeinheit sprechen, aber das was ich hier schreibe, hab ich schon so oft gehört, gesehen und gelesen, dass ich mich hierbei dann doch mal getrost aus dem Fenster lehnen kann.

Ja, mir geht es gut und das hier geht gegen Pille, Verhütungsring und wie sie nicht alle heißen.

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Adieu Pille & Co.

Ich habe die Pille genommen. Dann habe ich sie ein paar Jahre nicht mehr genommen, dann habe ich wieder damit angefangen und dann zu guter letzt hatte ich den Verhütungsring. Jetzt nehme ich schon seit gut 5 Monaten nichts mehr. Der Hormonhaushalt pendelt sich nach ca. 6 Monaten wieder ein – laut Gynäkologin! Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich mich nach 5 Monaten noch nicht eingependelt fühle.  

Alles fing damit an, dass ich mir die Frage gestellt habe: Warum nehme ich den Ring bzw. davor die Pille noch? Keine feste Partnerschaft hin oder her. So entstand auch ein unnötiger Kostenfaktor einmal im Quartal, der nicht mehr sein musste. Ich konnte die Uhr danach stellen, wann ich Migräne bekam. Einen Tag vor der Blutung! Da ich nicht die einzige in meinem Freundeskreis war, die anfing sich über die Nebenwirkungen der Pille Gedanken zu machen, weil auch da Symptomatiken auftraten, die in mir argwöhnische Denkprozesse auslösten. Ich hatte zuerst überlegt, von Ring auf Pille zurück zu wechseln, habe mich aber dann doch dazu entschlossen nichts mehr zu nehmen. Die meisten Verhütungsmittel sind verschreibungspflichtig und daher ist hier immer ein/e  GynäkologeIn zu konsultieren. Beim absetzen eines solchen Präparates auch. Ich hab es nicht gemacht. Das ist jetzt auch kein Verbrechen, wenn man es nicht macht, aber man sollte schon vorher mit dem Arzt darüber sprechen.

Seit Anfang Oktober 2017 bin ich also Ring-frei und die erste Zeit war die Hölle. Ich bin erst Ende November auf den Trichter gekommen, dass meine starken Stimmungsschwanken – die dafür verantwortlich waren, dass ich eine Urlaubsreise nach Rom cancelte – von dem Absetzen des Rings kamen und wahrscheinlich auch der Freifahrtschein für Burni waren. Alles nur Vermutungen, aber durchaus Möglichkeiten, die wenn man eins und eins zusammenzählt, wie die Faust aufs Auge passen.

Nach knapp 4 Monaten hatte ich das Gefühl, dass der Hormonschleier von mir fiel. Ich habe mich selbst wieder wahr genommen. Ich habe angefangen wieder auf meine innere Stimme zu hören. Ich wurde entspannter und gereizt bin ich nur noch selten. Trotz Stimmungsschwankungen in der ersten Zeit, kann ich nach 5 Monaten sagen das meine Stimmung sich weitestgehend eingependelt hat. Die Migräneattacken minimierten sich und viele Begleiterscheinungen, wie Muskelschmerzen, allgemeine Müdigkeit usw. entschwinden so langsam …

Es ist erschreckend, wie leichtfertig jungen Mädchen einfach so die Pille verschrieben wird. Im Wachstum. Der Körper hat seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen und ich glaube, wenn man vorzeitig in diesen Prozess eingreift sind Spätfolgen vorprogrammierbar.

Ob nach einem halben Jahr (theoretisch ab Mai) alles wieder komplett normal ist, werde ich ja sehen, aber auch wenn dem nicht so … irgendwann kommt schon die Normalität in mir zurück.